Oberliga Baden-Württemberg 
Derby SV Linx gegen SV Oberachern
Derby-Stimmung in Linx Bildquelle Ulrich Marx

Das Derby kommt früh in der Saison. Noch haben sich keine Hierarchien gebildet. Es kann also alles passieren beim Duell zwischen den beiden Ortenauer Oberligisten SV Linx und dem SV Oberachern am Samstag (17 Uhr) im Hans-Weber-Stadion. Zumal es für beide Kontrahenten nur ein Ziel gibt: gewinnen.
 

Das Gepäck, das der SV Linx und der SV Oberachern ins Derby am dritten Oberliga-Spieltag mitbringen, ist gleich schwer: je ein überraschender Punktgewinn, aber auch je eine Enttäuschung.

Leichtes Plus fürLinx
Demnach ist auch die Platzierung in der Tabelle nahezu identisch: Beide 1 Punkt, Linx als Dreizehnter (4:6 Tore) einen Platz vor Oberachern (3:5).
Am Ende der letzten Saison lagen die beiden Lokalrivalen ähnlich dicht beieinander. Linx belegte in der Abschlusstabelle Platz zwölf mit 44 Punkten, Oberachern wurde Vierzehnter (41 Punkte). Nur in den direkten Duellen hatte Linx die Nase vorne: 1:0 daheim um Punkte sowie 6:5 nach Elfmeterschießen im Viertelfinale des südbadischen Pokals. Und in der Rückrunde am Waldsee schaffte der Emporkömmling aus dem Hanauerland nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2.

Aus alledem ließe sich ein leichtes Übergewicht für den Underdog ableiten. Trotz aller Linxer Erfolge - vor allem gegen Ende der letzten Saison - ist der SV Oberachern in Sachen Oberliga-Zugehörigkeit in den letzten Jahren der Platzhirsch. »Linx ist auf Augenhöhe mit uns«, räumt SVO-Trainer Mark Lerandy ein, schiebt jedoch eine klare Ansage hinterher: »Wir streben einen Sieg an.«

Verschiedene Geschichten
Aber auch der SV Linx wird in diesen 90 Derby-Minuten keine Aktenordner wälzen, um irgendwelche Dinge zu verwalten. »Wir wollen definitiv gewinnen«, sagt Adrian Vollmer, der zuletzt wieder etwas defensiver auf der »Sechs« unterwegs war, aber in vielen Spielen den Unterschied macht.

Dieses Derby hat verschiedene Geschichten, was die Brisanz im Detail noch mal deutlich steigert.
Zu allererst Thomas Leberer. Der langjährige Spieler und Trainer des SV Ober­achern ist nach einer Pause wieder zurück - und coacht jetzt den SV Linx. Damit nicht genug: Am Samstag heißt es auch Leberer gegen Leberer. Denn Nicola Leberer, Sohn des SVL-Trainers, ist der Kapitän des SV Oberachern. »Das wird interessant«, sagt der Senior, »wir freuen uns beide darauf, reden ganz offen und intensiv darüber und haben keine Geheimnisse voreinander.« Und dann noch Gabriel Dussot: Der quirlige Angreifer hat schon zwei Mal die Seiten gewechselt - jetzt trägt er wieder das Trikot des SVO. Und sein aktueller Coach Lerandy sagt: »Er ist ein ganz wichtiges Puzzleteil in unserem Offensivspiel und kann an einem Tag den Unterschied machen.«

Auf die Tagesform kommt's an
Die Tagesform - dieser Faktor dürfte am Samstag eine Schlüsselrolle spielen. »Wer auf den Punkt frisch und nicht zu ängstlich ist, gewinnt«, lautet die Prognose von Lerandy. Personell hat er leichte Vorteile. Zwar fehlt Stéphane Tritz wegen einer Sperre, aber die Linxer Streichliste ist ungleich länger. Nico Schlieter, Harry Föll und Kevin Traoré lagen zu Wochenbeginn mit einem grippalen Infekt im Bett. »Das wird schwierig bis Samstag«, sagte Leberer, der voraussichtlich auch auf Wacim Tine (starker Pferdekuss) und Timo Wehrle verzichten muss.

Das klingt nach Nachteil, aber so ein Spiel hat eigene Gesetze. Eins scheint sonnenklar: »Das wird ein sehr spannendes Spiel. Wir hoffen auf 1000 Zuschauern plus«, sagt der Linxer Gastgeber Thomas Leberer und schiebt eine unschlagbare Begründung hinterher: »Mehr Derby geht nicht.«


Top-Torjäger der Liga

1. Nico Huber (SV Oberachern) 11
2. Benjamin Kurz (TSV Ilshofen) 9
Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 9
4. Christian Mauersberger (1. FC Rielasingen-Arlen) 7
Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 7
6. Simon Lukas Lindner (FSV 08 Bissingen) 6
Adrian Vollmer (SV Linx) 6
Cristian Giles Sanchez (SV Stuttgarter Kickers) 6
David Tomic (VfB Stuttgart II) 6
10. Willie Till Sauerborn (SSV Reutlingen) 5
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