Oberliga Baden-Württemberg 
Derby-Stimmung im Hans-Weber-Stadion
Das Südbaden-Derby der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg zwischen dem SV Linx und SV Oberachern sollte erneut ein Besucher-Magnet werden. Bildquelle Ulrich Marx

Derbystimmung am Samstag im Hans-Weber-Stadion. Am dritte Spieltag der Fußball-Oberliga empfängt der SV Linx im Südbaden-Derby um 17 Uhr den SV Oberachern im Hans-Weber-Stadion. Es ist mit einer großen Zuschauerkulisse zu rechnen.
 

Der SV Linx kann insgesamt elf Oberligaspielrunden vorweisen, Oberachern spielt die sechste Saison in Baden-Württembergs höchster Amateur-Fußballklasse. Beide Clubs haben in der letzten Saison dank eines erfolgreichen Schlussspurts den Klassenerhalt geschafft. Die Linxer (12. Rang) haben die Achertäler (13.) in der Tabelle sogar noch überholt und sind somit derzeit die »Nummer eins« in der Ortenau. 
Die Zielsetzung für neue Saison ist für beide Clubs gleich. Der SV Oberachern peilt 50 Punkte an um sicher vor dem Abstieg zu sein, beim SV Linx wurde das Ziel Klassenerhalt ausgegeben, was am Ende gleichbedeutend ist. 
Der Start in die neue Saison war mit jeweils einer Niederlage und einem Unentschieden bescheiden und so findet man sich nach dem zweiten Spieltag mit nur einem Punkt auf den Rängen 13 (SVL) und 14 (SVO), wobei Linx ein Tor mehr (4) erzielt hat, Oberachern einen Gegentreffer (5) weniger kassierte. Beide Teams haben ihre ersten Heimspiele verloren, wer sein drittes Spiel gewinnt ist völlig offen. Die Linxer hoffen auf den Heimvorteil. 
Die ohnehin immer emotionsgeladene Partie hat durch regen Personalwechsel neue Nahrung bekommen. Außenstürmer Jean-Gabriel Dussot hat dem SVL den Rücken gekehrt und ist zum zweiten Mal zum SVO gewechselt. Umgekehrt kam Abwehrspieler Timo Schwenk zum SV Linx und soll mithelfen, der Deckung zu mehr Stabilität verhelfen. Dass SVL-Coach Thomas Leberer nach sieben Trainerjahren in Oberachern am Samstag auf der Linxer Bank sitzt, birgt zusätzliche Brisanz. »Ich freue mich auf Oberachern zumal mein Sohn Nicola dort Kapitän ist und ich viele Bekannte aus meiner Zeit beim SVO wiedersehe. Es wird natürlich emotionsgeladen sein, aber für mich ist es ein Spiel in dem ich drei Punkte holen will, aber das will der SVO ja auch«, so Leberer. 

Vorteile beim SVO

Die Zahlen sprechen für den Gast. In bisher 12 Begegnungen auf Verbands- und Oberligaebene feierte der SV Oberachern fünf Siege, drei Unentschieden und kassierte vier Niederlagen. Diese waren aber schmerzlich, denn in der letzten Saison gewann Linx zuhause das Saisonspiel 1:0 und warf Oberachern mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Verbandspokal. Das Rückspiel in Oberachern hatte der Gastgeber eigentlich schon gewonnen, bis Jean Gabriel Dussot seinen großen Auftritt hatte und in der 91. Spielminute das 2:2 für Linx erzielte. 
Dussot, der zuletzt mit dem SV Linx seine beste Saison spielte, trägt nun wieder das Trikot des SV Oberachern und wird, so vermutet Leberer, alles für den neuen Verein geben. 

Personalsorgen

Personell sieht es beim SV Linx nicht gut aus. Linksaußen Timo Wehrle hat einen Schlag aufs Knie bekommen, Rechtsaußen Wacim Tine plagt aus dem Spiel in Nöttingen eine starke Oberschenkelprellung. Nico Schlieter, Harry Föll und Kevin Traore hat die Sommergrippe heimgesucht. »Es wird personelle Veränderungen geben, aber die hängen im wesentlichen vom Aufgebot des Gegners ab und der hat für neues Personal viel Geld in die Hand genommen«, glaubt Leberer. Der 32-jährige Ex-Profi Stéphane Fritz, vom pfälzischen Oberligisten Wormatia Worms, und Cheik Cissé vom SV Sandhausen II sollen Stabilität in die Abwehr bringen. Dem Spielmacher Gabriel Gallus wird, von Coach Mark Lerandy, seine beste Saison vorausgesagt. Lerandy, 2005 als Spieler vom FK Pirmasens zum SV Linx gekommen, wechselte im Januar 2007 zum damaligen Regionalligisten SC Pfullendorf und geht nun als Trainer mit dem SV Oberachern in die dritte Saison. Für ihn ist es nach dem Offenburger FV die zweite Trainerstation. 
Trainerkollege Thomas Leberer war von 1988 bis 1994 Spieler beim SV Linx, brachte es auf sieben Trainerjahre in Oberachern. Man kennt sich also in- und auswendig. »Ich habe Oberachern zuletzt einmal beobachten lassen, aber es gibt ja ausreichend Videomaterial«, so Leberer zum Samstagsgegner. Auf einen Tipp ließ sich der neue SVL-Coach nicht ein aber der Wunsch, ohne Gegentor auszukommen, verbirgt die Hoffnung auf einen Heimsieg, zumal die Gäste am Mittwoch in der ersten Runde des SBFV-Pokales zum Auswärtsspiel beim FC Rastatt 04 antreten mussten, der SV Linx dagegen erst kommenden Dienstag (18.30 Uhr) bei RW Elchesheim ins Pokalgeschäft eingreift.
Worauf man sich beim SV  Oberachern auf jeden Fall verlassen kann ist sein Publikum. Treu und sehr emotional und so wird es beim Derby in Linx auch ein Kräftemessen der Fans geben. Ein Problemspiel mit besonderen Sicherheitsanforderungen ist das Derby aber nicht. 

Tipps zur An- und Abreise

Um eine reibungslosen An- und Abfahrt zum und vom Hans-Weber-Stadion zu ermöglichen bittet die Linxer Vereinsleitung folgendes zu beachten: 
? Stadionöffnung ist ab 15.30 Uhr - Spielbeginn um 17 Uhr.
? Den Fußballfans aus der näheren Umgebung wird die Anreise per Fahrrad oder zu Fuß empfohlen.
? An der gesamten Gemeinde-Verbindungsstraße Linx - Holzhausen gilt, wegen eventueller Rettungseinsätze, absolutes Parkverbot. Parkplätze aus Richtung Holzhausen sind linksseitig am Rasenplatz III und auf der rechten Seite, der Grünfläche vor dem Rasenplatz II, sowie am Feldweg Rasenplatz II eingerichtet. Es sind auch zwei Einlasskassen vorhanden.
Von der Ortsmitte kommend kann auf der Grünfläche »Alte Säge« (Holzhauser Straße 56-58) geparkt werden. 
? Zweirad- und Behindertenparkplätze sind am Hauptparkplatz des Hans-Weber-Stadions reserviert. Dieser Parkplatz ist allgemein nur begrenzt nutzbar. 
? Einlasskassen sind am Hauteingang des Stadions und beim Jugendheim eingerichtet.


Top-Torjäger der Liga

1. Nico Huber (SV Oberachern) 11
2. Benjamin Kurz (TSV Ilshofen) 9
3. Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 8
4. Christian Mauersberger (1. FC Rielasingen-Arlen) 7
Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 7
6. Cristian Giles Sanchez (SV Stuttgarter Kickers) 6
Simon Lukas Lindner (FSV 08 Bissingen) 6
David Tomic (VfB Stuttgart II) 6
9. Pasqual Pander (Neckarsulmer Sport-Union) 5
Jona Boneberger (FV Ravensburg) 5
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