Oberliga Baden-Württemberg 
Zwei Hausaufgaben in Folge für SV Linx
Momentan ist das Hans-Weber-Stadion eine Baustelle. Das Hauptspielfeld wird vorbereitet um einen Rollrasen verlegen zu können. Die nächsten vier Heimspiele finden auf einem der Nebenplätze statt. Bildquelle Dieter Heidt

Fußball-Oberligist SV Linx (14. Platz/29 Punkte) hat zwei Heimspiele in Folge vor der Brust und die Chance sechs Zähler zu sammeln. Am Samstag, 15.30 Uhr, gastiert der TSV Ilshofen (13./34) und am kommenden Mittwoch, 1. Mai (15 Uhr), Germania Friedrichstal (17./16). Beide Partien finden auf einem der Nebenplätze statt.

Der SV Linx hat derzeit zwei Baustellen. Da ist einmal das Hauptspielfeld im Hans-Weber-Stadion, das derzeit grundlegend renoviert und mit Rollrasen ausgestattet wird. Die restlichen vier Heimspiele finden deshalb auf einem der beiden anderen Rasenspielfelder statt. Die andere Baustelle ist die Abwehr des Oberligateams. In 28 Begegnungen kassierten die Linxer 66 Gegentore, 2,4 pro Spiel. Nur Mitaufsteiger Germania Friedrichstal (75) holte öfter den Ball aus dem eigenen Netz. Das ist auch der Grund, warum das Team von Trainer Sascha Reiss derzeit auf der Stelle tritt. Selbst vier Tore im Auswärtsspiel in Pforzheim reichten nicht zum Sieg. Die Pfeife vom Anstoß noch im Mund, pfiff der Schiedsrichter schon Tor für Pforzheim und das nach 18 Sekunden. Von hellwach sein keine Spur bei Linx, aber das soll sich am Samstag ändern. 
Jetzt geht es darum, zweimal Heimstärke zu zeigen, denn gegen die Mitaufsteiger TSV Ilshofen am Samstag und Germania Friedrichstal am Mittwoch, 1. Mai, will Sascha Reiss sechs Punkte sehen um den direkten Verfolger TSG Backnang auf Distanz zu halten. Dort muss man dann am 4. Mai antreten. 
»Ich will den Abstand zum TSV Ilshofen (13.) verringern und das Punktepolster zur TSG Backnang (15.) vergrößern«, so die Zielsetzung von Sascha Reiss für die beiden Heimspiele. Derzeit trennen die Linxer zwei Punkte von einem Abstiegsplatz. 
Immerhin, die Stürmer treffen wieder und nimmt man die Statistik zu Rate, dann dürfte der SV Linx gar nicht absteigen. In der Fairnesstabelle auf Rang vier, in der Zuschauertabelle (441) auf Rang acht, die beiden SVL-Stürmer Adrian Vollmer (4./14) und Marc Rubio (5./13) rangieren ganz oben in der Oberliga-Torjägerliste und nach erzielten Toren (43) ebenfalls auf einem guten Rang, da spricht doch alles für den Klassenerhalt. 

Nur acht Zähler 2019

Es sind aber die Punkte, die über sein oder nicht sein entscheiden und da haben die SVL-Fußballer 2019 in zehn Begegnungen gerade mal acht Zähler gesammelt.
Auf Abwehrspieler Sinan Gülsoy muss Sascha Reiss erneut verzichten und bei Alexander Merkel hofft der Coach, dass er wieder Stabilität in sein Spiel bringt. In Pforzheim saß Pierre Venturini noch auf der Bank. »Nach so langer Verletzungspause reicht die Kraft für 90 Minuten noch nicht, aber seine Einwechslung ist denkbar«, sieht Reiss den Silberstreif am Horizont. Sorgen bereitet dem Coach die Leistungen von Piakai Henkel und Harry Föll. Während Henkel teilweise übermotiviert agiert, fehlt bei Föll noch das Spielverständnis. Das braucht Zeit, die der Coach dem Winterzugang in der jetzigen Situation aber nur bedingt geben kann. »In der Vorrunde habe ich vom TSV Ilshofen angesichts der kompakten Spielweise geschwärmt, aber inzwischen ist das Team von Spielertrainer Ralf Kettemann, der derzeit in Trainerausbildung ist, anfällig geworden, wir müssen sie von der ersten Minuten an fordern ohne die Abwehrarbeit zu vernachlässigen«, so der Matchplan von Reiss. 


Top-Torjäger der Liga

1. Marcel Sökler (SGV Freiberg Fußball) 32
2. Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 28
3. Marc Rubio (SV Linx) 20
4. Adrian Vollmer (SV Linx) 18
Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 18
6. Santiago Fischer (Bahlinger SC) 17
Benedikt Haibt (FC 08 Villingen) 17
8. Daniel Schachtschneider (FV Ravensburg) 15
Mario Marinic (TSG Backnang) 15
10. Dominik Salz (1.CfR Pforzheim) 12
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