Oberliga Baden-Württemberg 
SV Oberachern muss in Gmünd gewinnen
Für den SV Oberachern geht es am »Vatertag« im Gastspiel beim feststehenden Absteiger Normannia Gmünd um den Klassenerhalt. Nur ein Zähler trennt den SVO vom ersten Abstiegsplatz. Bildquelle Ulrich Marx
Letzter Spieltag in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Der SV Linx hat das Saisonziel »Klassenerhalt« geschafft und kann am »Vatertag« ganz entspannt die Partie auf dem Winterrasenspielfeld des Hans-Weber-Stadions gegen den frischgebackenen Südbaden-Pokalsieger FC Villingen 08 angehen. Einen Sieg braucht der SV Oberachern im Gastspiel beim bereits feststehenden Absteiger Normannia Gmünd um weiter in der fünften Liga spielen zu können. Bei einer Niederlage oder einem Remis sind die Hornisgrindestädter auf fremde Hilfe angwiesen.

Norm. Gmünd - Oberachern
Donnerstag, 15 Uhr

Am letzten Spieltag der Oberliga-Saison muss der SV Oberachern zum entscheidenden Spiel nach Schwäbisch Gmünd reisen. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen sind die Hornisgrindestädter auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht, mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Dennoch hat es das Team von Trainer Mark Lerandy immer noch selbs in der Hand den Klassenerhalt zu sichern. Doch wer die Saison der Achertäler verfolgt hat, kennt eines der Probleme der Saison - die Auswärtsschwäche. Zwar wurden die letzten beiden Auswärtsspiele nicht verloren, dennoch stehen nur fünf magere Punkte auf der Habenseite bei nur einem Auswärtssieg (5:0 in Ilshofen). Am Donnerstag jedoch muss man gewinnen, will man ohne Schützenhilfe auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen.
Seit 13 Spielen wartet Gmünd auf einen Sieg in der Oberliga. Acht Punkte sind die magere Ausbeute in der gesamten Rückrunde. Zudem stellt man mit nur 27 erzielten Treffern die schwächste Offensive der Liga und steht mit nur 19 Zählern aus 33 Spielen bereits seit einigen Spieltagen als Absteiger fest. Das einzige Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften bisher konnte der SV Oberachern am heimischen Waldsee Ende November mit 4:3 für sich entscheiden. 
 Der SV Oberachern scheint auf dem Papier die klar favorisierte Mannschaft für dieses Spiel zu sein. Doch bei der akuten Auswärtsschwäche mag auch Trainer Lerandy diese Rolle nicht direkt annehmen, hat man sich in dieser Saison doch gegen vermeidlich schlechtere Mannschaften nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.
»Wir haben uns durch den Punktgewinn in Göppingen vor zwei Wochen in die Lage gebracht, dass wir den Klassenerhalt selbst entscheiden können. Wir sind auf Niemanden angewiesen, wissen jedoch, dass wir ein ganz schweres Spiel vor der Brust haben. Die letzten Leistungen gegen Bahlingen und Göppingen stimmen mich positiv für das letzte Spiel in Gmünd. Wir werden erneut Alles reinhauen, um in der kommenden Oberligarunde die Möglichkeit zu bekommen ein paar Sachen zu korrigieren«, so Lerandy.
Verzichten muss der SVO-Coach bei diesem wichtigen Spiel auf seinen Kapitän Timo Schwenk, der seine Prioritäten lieber fern der Mannschaft auf einer Urlaubsreise sieht. Dafür kehren die verletzten Keven Feger, Cemal Durmus und der zuletzt Gelb-Rot-Gesperrte Demarveay Sheron in den Kader zurück. Auf seine lautstarken Fans, die inzwischen auf fast allen Plätzen der Liga bestens bekannt sind, muss der SV Oberachern auch in Schwäbisch Gmünd nicht verzichten. Der vom Verein eingesetzte Fan-Bus war bereits am Wochenende ausgebucht. Deshalb will der SVO einen zweiten Bus einsetzen. Dieser wird nur eingesetzt, wenn bis Mittwochnachmittag die Mindestzahl von 30 Mitfahrern erreicht wird, so die Pressemitteilung des SV Oberachern. Anmeldungen sind unter o 07841/6655919 möglich. Fahrpreis inklusive Eintritt: 10 Euro.

Linx - Villingen
Donnerstag, 15 Uhr

Besser hätte der Spieleinteiler den letzten Spieltag der Oberliga nicht planen können. Meister SC Bahlingen kann zuhause gegen Göppingen Schaulaufen spielen, die vor der Saison zum selbsternannten Meister erkorenen Stuttgarter Kickers müssen im direkten Duell gegen Bissingen um den Relegationsplatz kämpfen. Ilshofen (13.), Oberachern (14.) und Backnang (15.) wollen den Abstieg verhindern.  Aufsteiger SV Linx (12.) ist aus all diesen Gedankenspielchen raus, hat den Klassenerhalt vorzeitig geschafft und hat, abgesehen von den Spielrunden 1993 bis 1997 als man vier Jahre ununterbrochen Oberliga spielte, die zweite Oberligarunde in Folge erreicht. Dazwischen lagen vier einjährige Gastspiele und fünf erfolglose Versuche über die Relegation in Baden Württembergs höchst Spielklasse aufzusteigen. Für Sascha Reiss, der im Dezember seinen Rückzug von der SVL-Trainerbank verkündet hatte, wird es ein emotionaler Abschied werden. Er hat mit Meisterschaft, Verbandspokalsieg und DFB-Pokalspiel in drei Jahren SVL-Coach alles erreicht. »Natürlich wird es emotional, aber ich bin ja nicht ganz weg vom SV Linx«, so Reiss der sich künftig um Kaderauffrischung kümmern soll. Einen großen Wunsch hat Reiss für das Saisonfinale: »Ich wünsche mir, dass die Mannschaft das letzte Spiel für mich spielt und gewinnt.« 
Dass es gerade der FC Villingen ist, der dazu antritt, ist höchst interessant. Gegen die Schwarzwälder ist man in der letzten Saison als Verbandsligist Pokalsieger (2:1) geworden. Die Villingener haben Revanche genommen und den SV Linx im Halbfinale der jetzigen Pokalsaison nach Verlängerung mit 2:1 aus dem Pokal geworfen, dabei wäre ein Endspiel mit Linxer Beteiligung am Geburtstag von Sascha Reiss die Krönung gewesen. Nimmt man beide Pokalspiele und die beiden Oberligaspiele zusammen, stehen sich beide  Teams innerhalb eines Jahres viermal gegenüber. Gewinnt Linx am Vatertag, ist die Bilanz ausgeglichen. Die Chancen dazu stehen gut. Nachdem Villingen den Pokalsieg gegen Reilasingen (3:1) geschafft hat, reiste der Großteil der Mannschaft von Trainer Jago Maric am Sonntag zum »Auslaufen« nach Mallorca und kommt erst heute zurück. Das könnte ein Vorteil für die Linxer sein,  den zwölften Tabellenplatz zu festigen, bester Aufsteiger zu sein und »Nummer eins« in der Ortenau zu werden. Zwar ist der neue Rollrasen im Stadion verlegt und strahlt in prächtigem Grün, aber bespielbar ist er erst zum 70. Geburtstag, den der SV Linx vom 5. bis 7. Juli feiert. 
 


Top-Torjäger der Liga

1. Marcel Sökler (SGV Freiberg Fußball) 32
2. Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 28
3. Marc Rubio (SV Linx) 20
4. Adrian Vollmer (SV Linx) 18
Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 18
6. Santiago Fischer (Bahlinger SC) 17
Benedikt Haibt (FC 08 Villingen) 17
8. Daniel Schachtschneider (FV Ravensburg) 15
Mario Marinic (TSG Backnang) 15
10. Dominik Salz (1.CfR Pforzheim) 12
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