Oberliga Baden-Württemberg 
Filkovic und Durmus wenden das Blatt für den SV Oberachern
Oberacherns Spielmacher Gabriel Gallus (3. v. r.) steckt den Ball zu Emanuele Giardini (2. v. l.) durch. Bildquelle Ulrich Marx

Auch im fünften Heimspiel der Oberliga-Saison blieben die Fußballer des SV Ober­achern ungeschlagen und zeigten erneut großen Kampf. Beim 4:3 (1:2)-Sieg drehte der SVO die Partie in der zweiten Hälfte binnen weniger Minuten. Oberacherns Trainer Marc Lerandy hatte dabei ein glückliches Händchen bei den Einwechslungen.

Beim 4:3-Heimerfolg gegen den SV Spielberg geriet Fußball-Oberligist SV Oberachern allerdings bereits in der siebten Spielminute in Rückstand. Spielbergs früherer KSC-Profi Edmund Kapllani wurde kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß verwandelte der Gefoulte selbst, hatte dabei aber Glück, dass der Ball von einem Ober­acherner Abwehrspieler unhaltbar für SVO-Keeper Xaver Pendinger abgefälscht wurde. 
Auf den Ausgleichstreffer mussten die 350 Zuschauer in Oberachern jedoch nicht lange warten. In der 12. Spielminute drang Gabriel Gallus mit dem Ball in den Strafraum ein, suchte den Kontakt und fand ihn auch. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut der Gefoulte selbst zum verdienten 1:1.

Spielbergs Kapllani stark
In der Folgezeit blieb Ober­achern die spielbestimmende Mannschaft und hatte durch Eray Gür in der 37. Minute die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Gür wurde jedoch von einem gegnerischen Abwehrspieler leicht gestört und verzog den Ball knapp am Kasten der Gäste vorbei. 
In der 45. jubelte erneut der SV Spielberg. Nach einem Kapllani Freistoß landete der Ball im Tor des SV Oberachern, der Treffer wurde jedoch aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs dann doch noch die erneute Führung für die Nordbadener. Wieder war es Kapllani, der per Seitfallzieher SVO-Schlussmann Pendinger zum 1:2 überwinden konnte.

SVO-Wechsel sorgen für Schwung
In der Halbzeit reagierte SVO-Coach Marc Lerandy, brachte Daniel Filkovic für den schwachen Adel Daouri und sorgte damit in den ersten Minuten für mehr Schwung in der Oberacherner Offensive. Die erste große Chance hatte jedoch der SV Spielberg in Person von Kapllani, der dieses Mal jedoch an Pendinger scheiterte. 
Die erste Riesenchance für die Gastgeber hatte der eingewechselte Filkovic (68.), der freistehend vor dem Tor über den Ball grätschte. Vier Minuten später tauchte Filkovic nach einem Pass von Gür erneut frei vor dem Spielberger Tor auf, umspielte den Schlussmann und schob zum verdienten 2:2-Ausgleich (72.) ein. 

Drei Joker-Tore
Nur vier Minuten später erneuter Jubel bei den Fans des SV Oberachern. Der ebenfalls eingewechselte Cemal Durmus kam nach einer hervorragenden Vorarbeit von Gallus an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss und verwandelte flach ins rechte untere Tor­seck zum 3:2 ein. Die Gastgeber nutzten ihre starke Phase noch zu einem weiteren Trefffer. Filkovic (79.) traf noch zum 4:2.
In den Schlussminuten verwaltete der SV Oberachern das Ergebnis gekonnt. Dennoch gelang dem SV Spielberg erneut durch Kapllani noch das 3:4. Der Anschlusstreffer mit dem Schlusspfiff kam aber zu spät.

Samstag in Reutlingen
Während Tobias Winter, der Trainer des SV Spielberg, ein wenig mit den Schiedsrichtern und den individuellen Fehlern seiner Spieler haderte, zeigte sich Oberacherns Co-Trainer Srecko Pleic sehr zufrieden mit der Begegnung: »Wir haben erneut großen Kampf gesehen, auch wenn am Ende noch das 4:3 fällt, sind wir zufrieden mit dem Gesehenen«, sagte Pleic, der für Cheftrainer Lerandy in der Pressekonferenz einspringen musste, da Lerandy aus persönlichen Gründen bereits mit dem Schlusspfiff den Platz verlassen hatte. Durch den erneuten Heimerfolg konnte sich der SV Oberachern ein wenig von den unteren Rängen der Tabelle absetzen. Wichtig wäre nun auch mal ein Auswärtserfolg, auch wenn dies am Samstag in Reutlingen kein leichtes Unterfangen wird. 

SV Oberachern - SV Spielberg 4:3 (1:2)
Oberachern:
Pendinger - Sheron, Zwick, Armbruster, Gür (92. Recica), Gallus, Giardini, Muto (86. Decherf), Schwenk, Erius (69. Durmus), Daouri (46. Filkovic).
Spielberg: Heß - Fixel (78. Abbruzzese), Müller, Müller, Bauer (82. Fetzner), Schoch, Tomizawa (46. Malsam), Roumeliotis, Veith (62. Huller), Leimenstoll, Kapllani.
Schiedsrichter: Philipp Schlegel (Ehingen) -Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Kapllani (7.), 1:1 Gallus (12./Foul­elfmeter), 1:2 Kapllani (45.+2), 2:2 Filkovic (72.), 3:2 Durmus (76.), 4:2 Filkovic (79.), 4:3 Kapllani (90.+3).


Top-Torjäger der Liga

1. Marcel Sökler (SGV Freiberg Fußball) 12
Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 12
3. Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 11
4. Adrian Vollmer (SV Linx) 10
5. Simon Lukas Lindner (FSV 08 Bissingen) 8
Cristian Giles Sanchez (SSV Reutlingen) 8
Tobias Klein (Bahlinger SC) 8
Benedikt Haibt (FC 08 Villingen) 8
9. Marc Rubio (SV Linx) 7
10. Michael Schürg (FC Nöttingen) 6
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