Stotterstart für den SC Freiburg


Der SC Freiburg ist am Samstag mit einer unnötigen 1:3-Niederlage in Frankfurt in die Rückrunde gestartet. Dass Nils Petersen dabei sein 38. Bundesligator für den SC erzielte und neuer Rekordtorschütze des Vereins ist, war nur eine Randnotiz.



Innerhalb von nur neun Minuten vor der Pause zerstörte sich der Sport-Club in Frankfurt ein Spiel, das er gut begonnen und in der zweiten Hälfte besser fortgesetzt hatte. Trotz einer Bilanz von 21:9 Torschüssen mussten sich die Freiburger zum zweiten Mal in dieser Saison der Eintracht geschlagen geben, weil alle drei hochgelobten Offensivspieler trafen. Ein Kopfballtor von Sebastien Haller (36.) nach einer abgefälschten Flanke machte für den SC den unglücklichen Anfang. Es folgten ein sehenswerter Distanztreffer von Ante Rebic (40.) und ein Bock von Abwehrspieler Robin Koch im Spielaufbau, den Luka Jovic (45.) zum 3:0 nutzte.

Streich frustriert
SC-Trainer Christian Streich war »sehr enttäuscht, weil viel mehr drin gewesen wäre«, weil die Frankfurter nicht auf ihrem Toplevel gespielt haben, was auch deren Coach Adi Hütter so sah, der seinen Spielern vorwarf, »zu langsam und zu behäbig« gewesen zu sein. »Jeder hat nach 30 Minuten gedacht, jetzt fehlt eigentlich nur noch das Tor für Freiburg und eine Viertelstunde später gehst du mit 0:3 in die Halbzeit«, sagte der frustrierte Streich. Die Taktik mit einem 5-4-1-System, in dem Mike Frantz den verletzten Christian Günter als Linksverteidiger vertrat, sei zunächst aufgegangen. Die Freiburger arbeiteten gut gegen den Ball, hätten aber eine der Umschaltsituationen nutzen müssen.

»Wir werden nicht mehr in so vielen Spielen so viele Räume kriegen, Frankfurt geht viel Risiko in der Offensive«, erklärte Streich. Bei einer aussichtsreichen Kontersituation war Florian Niederlechner (8. Minute) im Abseits, ein Weitschuss von Luca Waldschmidt (12.) landete deutlich über dem Tor und nach einem tollen Querpass von Vincenzo Grifo kam Rechtsverteidiger Lukas Kübler (14.) nicht an Torwart Trapp vorbei. Niederlechner konnte seine guten Eindrücke aus der Vorbereitung nicht bestätigen, auch für Waldschmidt war es ein eher unglücklicher Auftritt.

Gute zweite Halbzeit
Beide wurden nach der Pause ausgewechselt und durch Lucas Höler und Nils Petersen ersetzt. »Wir haben dann alles oder nichts und eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt«, fand Verteidiger Manuel Gulde. Allerdings ließen vor allem Höler und Mittelfeldspieler Jerome Gondorf beste Chancen liegen, und bei einigen Angriffen fehlte der letzte Pass. Nur Nils Petersen (69.) traf aus kurzer Distanz und baute damit nicht nur seine Bilanz als bester Bundesliga-Joker (21 Tore) aus, sondern überholte auch Papiss Demba Cissé als Rekordtorschützen des SC, worüber er sich angesichts der Niederlage nur bedingt freute.

Zur Steigerung in der zweiten Hälfte trug auch Vincenzo Grifo bei. Der Rückkehrer hatte die meisten Ballkontakte und gewann die meisten Zweikämpfe, wird dem SC im nächsten Spiel aber schon wieder fehlen. »Dass ich spielen will, ist klar, aber ihr wisst ja, wie es manchmal im Fußball ist«, sagte Grifo. Sportvorstand Jochen Saier bestätigte, dass es für Hoffenheim Teil der Leihbedingungen war, dass Grifo nicht gegen die TSG aufläuft.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 21
2. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 17
4. Marco Reus (Borussia Dortmund) 16
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 16
6. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 15
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 14
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 14
10. Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) 13
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