SC Freiburg: Viel Aufwand, zu wenig Ertrag




In den ersten drei Saisonspielen hat der SC Freiburg viel Aufwand betrieben, dem zu wenig Ertrag gegenüber steht. Im Derby gegen den VfB Stuttgart holten die Freiburger zwar ihren ersten Punkt, hatten beim 3:3 aber ähnliche Probleme wie in den ersten beiden Spielen – sie kassierten zu einfache Gegentreffer.

Während es für Mario Gomez kein unbekanntes Gefühl ist, gleich zweimal im Spiel einen eigenen Treffer zu bejubeln, war es für Jerôme Gondorf etwas Besonderes, denn es war sein erster Doppelpack in der Bundesliga. »Aber noch mehr habe ich mich dann über das Tor von Luca gefreut, weil es uns den Punkt gebracht hat, der mehr als verdient war«, sagte der Mittelfeldspieler. Der eingewechselte Luca Waldschmidt schoss in der 81. Minute das 3:3 und hätte danach noch an eine Siegchance geglaubt, wenn nicht Pascal Stenzel kurz darauf mit Gelb-Rot vom Platz geflogen wäre. »Sonst hätten wir vielleicht noch mal Druck machen können«, sagte Waldschmidt.

Lob für Waldschmidt
Der 22-Jährige bekam für seinen gut 20-minütigen Einsatz nicht nur wegen des Treffers Lob von Trainer Christian Streich: »Er hat es gut gemacht auf der zehn, sich zwischen den Linien angeboten.« Auf der zentralen Position in der Offensive fühlt sich Waldschmidt wohl, das hat er auch wieder nach seinem Einsatz in der U 21-Nationalmannschaft betont. Beim SC war er jedoch zu Saisonbeginn auf der Außenposition eingeplant, wo er nicht so ganz überzeugen konnte. Dort rückte gegen Stuttgart Gondorf hin, der sich eigentlich auch eher in der Mitte des Spiels sieht. »Aber bin mir für keine Position zu schade, ich stelle meine Ansprüche immer hinter die des Teams«, erklärte der 30-Jährige, »dass es so gut geklappt hat, ist umso schöner, aber das heißt es nicht, dass es jede Woche so läuft.«

Gondorf hatte den SC bereits in der 1. Minute mit einem Kopfballtor in Führung gebracht und zwischenzeitlich durch einen direkt verwandelten Freistoß zum 2:2 ausgeglichen. Die Freude über diese beiden Treffer wurde bei ihm getrübt durch das »billige Tor« von Emiliano Insua nach einer Ecke und den Doppelpack von Mario Gomez, den die Freiburger mal wieder nicht in den Griff bekamen. Der VfB-Stürmer erzielte in zwölf Spielen gegen den SC zwölf Tore. »Manchmal denkt man, dass er am Spiel nicht so richtig teilnimmt, aber sobald er im Sechzehner ist, ist er gefährlich und macht die Dinger meistens eiskalt rein«, sagte Waldschmidt anerkennend.

Zu einfache Gegentore
Obwohl Streich ausgiebig vor Gomez gewarnt hatte, behielt ihn vor dem 1:2 keiner im Blick. Den Kopfball zum 2:3 verwandelte der Ex-Nationalspieler perfekt. »Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten und wir haben uns nicht gut verhalten«, kritisierte der SC-Coach. Wie in den ersten beiden Spielen habe sein Team »zu einfache Tore zugelassen«, das müsse sich bald verbessern, »denn wir gewinnen in der Bundesliga nicht 4:3«. Acht Tore haben die Freiburger in den ersten drei Spielen schon kassiert, und an keinem war Torwart Alexander Schwolow schuld, der mit guten Paraden weitere Gegentreffer verhinderte


Die drei VfB-Tore bezeichnete Gondorf als »extrem bitter, weil wir nochmal intensiv am Defensivverhalten gearbeitet haben und unbedingt zu Null spielen wollten«.


Top-Torjäger der Liga

1. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 10
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 10
3. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 9
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 9
Marco Reus (Borussia Dortmund) 9
6. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 8
Alassane Plea (Borussia Mönchengladbach) 8
Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) 8
9. Alfred Finnbogason (FC Augsburg) 7
10. Reiss Nelson (TSG 1899 Hoffenheim) 6
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