SC Freiburg schafft Sensation gegen Leipzig


Trainer Christian Streich hatte gehofft, dass seine Elf gegen RB Leipzig etwas Besonderes schaffen könnte - genau das ist dem SC Freiburg am Samstag mit dem 3:0 gegen den Tabellendritten gelungen. Nils Petersen erzielte dabei ein Rekordtor und Mike Frantz krönte seine beste Saisonleistung mit einem Kopfballtreffer.



Sonderlob gibt es von Christian Streich häufig, vor allem nach gewonnenen Spielen. Nach dem überraschend deutlichen Sieg gegen Leipzig wusste er allerdings gar nicht, wo er anfangen und wo er aufhören sollte, denn im Gegensatz zum Spiel in Dortmund zuvor, hatte diesmal kein Spieler schlechte Tagesform - ganz im Gegenteil. Kapitän Mike Frantz machte sein bestes Saisonspiel und traf kurz nach der Pause per Kopf (52.) zum vorentscheidenden 3:0.

Willensleistung
Die Vorlage hatte Lukas Kübler mit einer langen Flanke geliefert. Der Rechtsverteidiger kehrte für Pascal Stenzel zurück in die Startelf, weil der SC wieder mit einer Viererkette auflief und Kübler als der robustere Verteidiger gilt. Gegen Leipzig bewies er aber auch offensive Qualitäten. »Wir haben darüber gesprochen, dass er durchziehen und die Flanken mit Risiko reinhauen soll«, berichtete Streich. Für Kübler habe das gleiche gegolten wie für den Rest der Mannschaft, es seien »Willensgeschichten und Überzeugung« gewesen, die den Sport-Club gegen den Favoriten triumphieren ließen.

Mit großem Willen ist Frantz bei einer Flanke von Christian Günter in den Strafraum gegangen und hat sich zwischen die beiden bulligen Innenverteidiger geworfen, von denen ihn Dayot Upamecano ungeschickt stoppte. Auf den Elfmeter mussten die Freiburger allerdings einige Minuten warten, da sich Schiedsrichter Tobias Welz die Szene erst nach einem Hinweis aus Köln auf Video ansah. Mit großer Überzeugung schritt dann Luca Waldschmidt zum Punkt »Nils hat mich gefragt, ob ich mich gut fühle und übernehmen will, und das wollte ich«, sagte Waldschmidt, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wie schon gegen Bremen sicher verwandelte.

Petersen jagt Löw
Der etatmäßige Elferschütze Nils Petersen verzichtete gerne, hatte er doch zuvor sehenswert zur Führung getroffen. Nach einem starken Antritt von Günter bei einem Konter konnte RB-Torwart Peter Gulasci nur zur Seite abwehren, wo Petersen (12.) den Ball artistisch annahm und dem Keeper keine Chance ließ. Es war das 37. Bundesligator für den seit Donnerstag 30-Jährigen, der damit den Vereinsrekord von Papiss Demba Cissé einstellte. Insgesamt 69 Pflichtspieltreffer hat Petersen nun für Freiburg erzielt, nur Bundestrainer Joachim Löw liegt mit 83 Toren für den SC in der 2. Liga und dem DFB-Pokal vor ihm.

»Herausragend stark" war laut Streich auch die Defensive mit Robin Koch und Janik Haberer auf der Doppelsechs sowie den Innenverteidigern Manuel Gulde und Dominique Heintz. Auch Torwart Alexander Schwolow zeigte wie so oft eine tadellose Leistung, hatte allerdings deutlich weniger zu tun als erwartet. Bis zur Winterpause folgen jetzt noch drei Spiele gegen die Schlusslichter der Liga.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 21
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 17
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
4. Marco Reus (Borussia Dortmund) 16
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 16
6. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 15
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 14
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 14
10. Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) 13
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