SC Freiburg: Ohne Petersen die Bayern ärgern


Wie im Hinspiel in München wird Nils Petersen dem SC Freiburg auch im Rückspiel gegen die Bayern im seit langem ausverkauften Schwarzwald-Stadion (Samstag, 15.30 Uhr) fehlen. Der Stürmer hat sich im Training verletzt. Mit leidenschaftlicher Arbeit gegen den Ball wollen die Freiburger diesen Ausfall kompensieren.



Ein langer Schritt sei die Ursache gewesen, dann habe Nils Petersen das Training wegen eines schmerzenden Oberschenkels abbrechen müssen. Das berichtete Trainer Christian Streich in der Pressekonferenz, während sich der Freiburger Toptorjäger auf den Weg in die Uniklinik machte, um die Verletzung genauer untersuchen zu lassen. »Er ist zu 99,9 Prozent keine Option«, sagte Streich, der sich darüber ärgerte. »Das tut uns brutal weh, weil er der Anführer im Pressing ist«, erklärte Streich. Jetzt müssten andere »leidenschaftlich und intelligent« gegen den Ball arbeiten - »das ist unser großes Ziel am Samstag«.
In München war eine der beiden Offensivpositionen mit Lucas Höler besetzt, der beim 1:1 den späten Ausgleichstreffer erzielte und nun ein möglicher Ersatzmann für Petersen ist. »Ich erinnere mich sehr gerne an das Hinspiel«, sagte der 24-Jährige, »wir wollen die Bayern wieder ärgern und stressen und nicht zu tief hinten drin stehen.« Während Streich sich in München trotz des Ausfalls von Petersen für das bevorzugte 4-4-2 entschied, gebe es diesmal die Überlegung, auf eine Dreierkette in der Defensive umzustellen und auch auf eine Dreier-Offensive mit nur einem zentralen Stürmer. Klar ist, dass Petersen nicht nur beim Anlaufen fehlen wird, sondern auch als Kopfballspieler für lange Bälle oder bei Standardsituationen. In München wurde er durch den ebenfalls großgewachsenen Tim Kleindienst ersetzt, der jedoch zu den Langzeitverletzten gehört.
Nach den vergangenen drei Spielen, in denen die Bayern jeweils mindestens fünf Tore geschossen und den BVB als Tabellenführer abgelöst haben, erwartet Streich einen angriffslustigen Gegner: »Sie werden hochfokussiert hier her kommen und versuchen, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen.« Und die Bayern würden die Freiburger auch nicht unterschätzen. »Sie werden uns genau analysieren, weil sie wissen, dass wir zuhause nicht ganz schlecht sind«, so der SC-Coach. Das hat der Rekordmeister im Schwarzwald-Stadion schon mehrfach zu spüren bekommen. Bis auf die 0:4-Niederlage vor einem Jahr waren die Spiele mit Streich als Cheftrainer immer sehr ausgeglichen. Zweimal gab es ein Unentschieden, im Mai 2015 sogar den einzigen Sieg, nach dem der Sport-Club allerdings eine Woche später abgestiegen ist.
Den umjubelten Siegtreffer in der 89. Minute schoss damals Nils Petersen, der sich gegen seinen Ex-Klub diesmal aufs Anfeuern beschränken muss. Das wird auch Innenverteidiger Philipp Lienhart so gehen, der noch immer unter den Nachwirkungen seiner Gehirnerschütterung aus dem Hertha-Spiel leidet. Deshalb könnte Keven Schlotterbeck nach seinem Startelf-Debüt in Mönchengladbach auch gegen die Bayern wieder von Beginn an dabei sein. Mittelfeldspieler Nicolas Höfler, der sein erstes Bundesligator im August 2013 gegen die Bayern erzielte, wird erstmals nach seinem Innenbandriss im Knie wieder im Kader stehen, aber wahrscheinlich zunächst auf der Bank Platz nehmen. »Die Bayern mit ihrem Sautempo - ob das ein richtiger Einstieg für ihn ist, weiß ich nicht«, erklärte Streich. 


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 22
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 18
3. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
Marco Reus (Borussia Dortmund) 17
Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen) 17
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) 17
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 17
8. Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 16
Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 16
10. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
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