SC Freiburg: Klassenerhalt auf dem Sofa


Nachdem der SC Freiburg schon am Samstagnachmittag den Klassenerhalt auf dem Sofa feiern konnte, hatte das Heimspiel am Sonntag gegen die ebenfalls gesicherten Düsseldorfer keine große Bedeutung. Es gab ein 1:1, womit der Sport-Club zufrieden war, weil er nach einem zweifelhaften Platzverweis fast eine Halbzeit lang in Unterzahl spielte.



Einige Freiburger Spieler hatten sich am Samstag zum gemeinsamen Fernsehgucken verabredet, andere zogen es vor, alleine zu schauen. Nach der Niederlage des VfB Stuttgart und dem damit feststehenden Freiburger Klassenerhalt habe es Glückwünsche in der mannschaftsinternen Whatsapp-Gruppe gegeben, »und dann war es so wie immer, da hat jeder seine eigenen Rituale vor dem Spiel«, erzählte Torwart Alexander Schwolow. Auch wenn das Saisonziel bereits vor der Partie gegen Düsseldorf erreicht war, haben die Freiburger den Ehrgeiz, noch möglichst viele Punkte zu sammeln, und nach sechs sieglosen Spielen wollten sie endlich wieder gewinnen.

Grifos Chance
Die Anfangsphase war durchaus vielversprechend. Während die Fans die »Nie mehr zweite Liga«-Gesänge anstimmten, hatte zwar zunächst die Fortuna zwei Chancen durch Kevin Stöger (4. Minute) per Freistoß und Benito Raman (5.) nach einem Konter, in Führung gingen aber die Freiburger. Schiedsrichter Tobias Welz entschied nach einem Foul von Raman an Vincenzo Grifo auf Elfmeter, den der Gefoulte in der 9. Minute sicher verwandelte. Nur eine Minute später hatte Grifo nach einer Balleroberung von Nicolas Höfler eine große Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte jedoch an der Fortuna-Abwehr.

Lucas Höler, der mit ihm zusammen in der Spitze spielte, beschwerte sich danach zu Recht, da er die bessere Schussposition gehabt hätte. Eine weitere Konterchance von Grifo (27.) - mehr war nicht in der ersten Hälfte aus Freiburger Sicht. »Da hätte ich ein Tor machen müssen oder quer spielen«, gab sich Grifo selbstkritisch, »wir hätten in der ersten Hälfte den Sack zumachen können.« Es passierte jedoch das Gegenteil. Die neu formierte Dreierkette mit Rückkehrer Robin Koch wirkte teilweise unsicher und ließ in der 31. Minute Dawid Kownacki frei zum Schuss kommen - das 1:1.

Strittiger Platzverweis
Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte SC-Trainer Christian Streich mit dem gleichen Personal auf eine Viererkette um und wollte »wieder Druck drauf kriegen«. Dieser Plan wurde nach nur zwei Minuten über den Haufen geworfen, weil der Schiedsrichter Janik Haberer mit Gelb-Rot vom Platz stellte, als er über den Ball und Adam Bodzek rutschte. »Ein völlig unnötiger Feldverweis«, wie selbst Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel fand, der das Spiel veränderte. Der SC wurde tief in die eigene Hälfte gedrängt, verteidigte aber so gut, dass er nur eine Großchance durch Rouwen Hennings (66.) zuließ, die Schwolow parierte.

Streich konnte angesichts des langen Unterzahlspiels mit dem Unentschieden leben, war aber »nicht zufrieden, weil wir zum siebten Mal nicht gewonnen haben«. Froh war er hingegen darüber, dass er Roland Sallai nach monatelanger Verletzungspause wieder einwechseln konnte und der Ungar andeutete, wie wichtig er sein kann. Streich hofft da bereits auf die neue Saison, möchte aber zunächst noch in den letzten beiden Spielen Siege feiern.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 22
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 18
3. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
Marco Reus (Borussia Dortmund) 17
Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen) 17
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) 17
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 17
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 16
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 16
10. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
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