SC Freiburg bangt um Nils Petersen


Nach der Auswärtsniederlage in Augsburg will der SC Freiburg im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Sonntag, 13.30 Uhr) wieder ein anderes Gesicht zeigen. Noch bangen die Freiburger allerdings um den Einsatz von Nils Petersen, der diesmal nicht von Joachim Löw für den Nationalmannschaftskader nominiert wurde.



Beim Heimsieg gegen Schalke haben sich gleich zwei Freiburger Spieler die gleiche Verletzung zugezogen. Pascal Stenzel und Nils Petersen leiden seitdem an einer Schultereckgelenkprellung, die bei beiden noch nicht richtig abgeklungen ist, sodass am Freitag noch nicht klar war, ob sie a, Sonntag wieder auflaufen können. Stenzel könnte gegen Leverkusen wieder durch Lukas Kübler ersetzt werden, der in Augsburg wegen einer leichten Gehirnerschütterung fehlte, für Petersen scheint es derzeit aber keinen adäquaten Ersatz zu geben. 

» Die Lampen brennen«

»Wir können es nicht wegstecken, wenn Nils gar nicht auf den Platz kommt«, sagte Trainer Christian Streich, der die Einsatzchancen für den Stürmer nur auf etwa 25 Prozent schätzte. »Wenn es geht, wollen wir ihn unbedingt auf dem Platz haben«, sagte Streich, »die Lampen brennen, wenn Nils auf dem Platz ist, das gibt auch anderen Möglichkeiten.« Ohne Petersen fehlt dem SC außerdem ein kopfballstarker Spieler als Anspielstation in der Spitze, denn auch Tim Kleindienst wird erneut keine Alternative sein. Nach seinem Kurzeinsatz in Augsburg hat er wieder Rückenprobleme. »Das nervt wahnsinnig, dass er schon wieder ausfällt«, sagte der SC-Coach. Dafür kehrt Janik Haberer nach überstandener Gehirnerschütterung wieder zurück. »Janik kann von seiner Haltung her Energie reinbringen«, glaubt Streich.

Dosiertes Training

Daran hatte es den Freiburgern in Augsburg offenbar am meisten gefehlt. Nach zwei »enorm intensiven Spielen« waren sie »kräftemäßig nicht in der Lage, zu verhindern, dass Augsburg viele Torchancen hatte«. Nach der englischen Woche haben die Freiburger das Training deswegen dosiert und mehr Wert auf die Regeneration gelegt. Sie erhoffen sich so zumindest einen kleinen Vorteil gegenüber den Leverkusenern, die noch am Donnerstagabend in der Europa League im Einsatz waren und 4:2 gegen AEK Larnaca gewonnen haben.  »Sie haben das Spiel nach Rückstand gedreht, das gibt ihnen Energie«, sagte Streich, der allerdings noch mehr beeindruckt war von dem Spiel zuvor gegen Dortmund, auch wenn die Leverkusener nach Führung noch verloren haben, »da waren sie sehr stark«.

Gefährliche Offensive

Vor allem in der Offensive hält er Bayer für »außergewöhnlich gut besetzt«. Trotzdem sind die Leverkusener nicht gut in die Saison gestartet, liegen als 14. in der Tabelle einen Platz hinter dem Sport-Club und haben auch schon 13 Gegentore kassiert, wie die Freiburger und Schlusslicht Hannover. 

Trainer Heiko Herrlich, der in Waldkirch-Kollnau aufgewachsen ist und in der Jugend unter anderem beim SC gespielt hat, gilt deshalb bereits als angezählt. »Der Heiko kommt von hier, er weiß, wie wir sind und wie wir auftreten werden, und wir werden genauso auftreten wollen, wie er es weiß«, sagte Streich, »wir haben Vertrauen in unsere Spieler und unser Können.«

Akkus aufladen

Nach dem Heimspiel haben die Freiburger dann wieder Zeit, ihre Akkus aufzuladen und an taktischen Feinheiten zu arbeiten, was sie am liebsten mit einem Erfolgserlebnis im Rücken tun würden. In der Länderspielpause wird der SC auch ein Freundschaftsspiel bestreiten, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, »damit wir in Ruhe ausprobieren können«, erklärte Streich.


Top-Torjäger der Liga

1. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 10
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 10
3. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 9
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 9
Marco Reus (Borussia Dortmund) 9
6. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 8
Alassane Plea (Borussia Mönchengladbach) 8
Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) 8
9. Alfred Finnbogason (FC Augsburg) 7
10. Reiss Nelson (TSG 1899 Hoffenheim) 6
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