An diesem Tag passte nichts für den SC Freiburg


Der SC Freiburg kann in Mainz einfach nicht gewinnen. Im zehnten Versuch, die Negativserie zu beenden, kassierte der Sport-Club eine 0:5-Niederlage. Trotz bester Chancen war das Tor wie vernagelt.



Wer sich nur die Statistik zum Freitagabendspiel anschaut, kann angesichts des Ergebnisses nur staunen. 70 Prozent Ballbesitz hatten die Freiburger in Mainz, gewannen mehr Zweikämpfe (58 Prozent) und sie lagen auch bei der Anzahl der Torschüsse (17:9) klar vorn. FSV-Trainer Sandro Schwarz sprach von einem »sehr komischen Spiel«, in dem man seinem Team zu Beginn das mangelnde Selbstbewusstsein nach sieben Niederlagen in acht Spielen angemerkt habe. 

Schwolow patzte
Eine »gute Struktur und Raumaufteilung« hatte hingegen SC-Trainer Christian Streich bei seiner Mannschaft gesehen, die er zwar mit dem gleichen Personal wie gegen Bayern, aber diesmal mit einer Dreierkette auf den Platz schickte. »Mainz hat gewartet, weil sie wissen, dass sie im Umschaltspiel herausragend sind«, erklärte Streich. Und darauf konnte sich der FSV nach einem folgenschweren Patzer von Torwart Alexander Schwolow auch voll konzentrieren. In der 20. Minute spielte Schwolow einen Rückpass von Dominique Heintz unbedrängt in die Füße von Jean-Paul Boetius, der aus großer Distanz ins leere Tor traf. »Damit haben wir Mainz perfekt ins Boot geholt«, ärgerte sich der SC-Keeper, der noch am vergangenen Wochenende mit mehreren Glanzparaden das Remis gegen die Bayern gesichert hatte.

An den vier noch folgenden Toren von Jean Philippe Mateta (26./33./77.) und Karim Onisiwo (73.) traf Schwolow zwar keine Schuld, doch auch er fand: »Die Niederlage darf uns nicht in der Höhe passieren.« Die Mainzer spielten ihre Konter gut zu Ende und nutzten fast jeden Fehler aus.

"Ergebnis furchtbar"
Streich brachte zu Beginn der zweiten Hälfte Luca Waldschmidt und Florian Niederlechner und stellte auf Viererkette um. Es blieb aber dabei, dass der SC seine Chancen nicht nutzte. »Ich finde es nicht furchtbar, wie der SC Freiburg gekickt hat, aber das Ergebnis ist furchtbar«, sagte der Trainer. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz (elf Punkte) und den ersten Abstiegsplatz (15) ist komfortabel, andererseits folgen ein weiteres Auswärtsspiel in Bremen, danach kommt Dortmund und in der Woche darauf geht's nach Leipzig. »Ich würde nervös werden, wenn wir keine Mentalität und Struktur hätten«, kommentierte Streich das Programm.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 22
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 18
3. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
Marco Reus (Borussia Dortmund) 17
Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen) 17
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) 17
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 17
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 16
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 16
10. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
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