Landesliga 1 
Landesliga: SC Hofstetten zeigt nach Rückschlägen tolle Moral
Der bisher so offensivstarke Aufsteiger SV Niederschopfheim zeigte im Derby beim SC Offenburg auch reichlich Qualität in der Defensive um Keeper Hannes Erhardt. Bildquelle Peter Heck

Langenwinkel diktiert das Spiel

FV Langenwinkel - SV Sinzheim 2:0

Der zweite Sieg in Folge erhöht den Kontostand des FV Langenwinkel auf sieben Punkte. Beim 2:0 (2:0) am Sonntagabend gegen den stark in die Saison gestarteten und nun punktgleichen SV Sinzheim setzte der FVL wieder auf eine konstante Besetzung der Viererkette - auch diesmal erfolgreich. In den ersten 45 Minuten agierten die Gastgeber mit viel Ruhe und schossen zu den richtigen Momenten die Tore. Zunächst besorgte Oleg Molla die Führung nach 23 Minuten, eine Viertelstunde später erzwang Langenwinkel den zweiten Treffer - ein Eigentor von Sinzheims Marco Meier. „Wir haben fast nichts zugelassen von Sinzheimer Seite, konnten so allmählich gegen einen guten Gegner die Spielkontrolle zu uns ziehen“, sagte Klaus Stefan vom FVL-Trainerteam. Mit der ersten Hälfte konnten Dan Calinescu und er überaus zufrieden sein. Dass die Gäste nach dem Seitenwechsel mehr Risiko gehen würden, war zu erwarten. Der SV Sinzheim wechselte offensiv und beschäftigte den Gastgeber in der ersten Viertelstunde des zweiten Abschnitts. „Sie haben uns klarer unter Druck gesetzt, wobei unsere Mannschaft diesmal die Ruhe bewahrt, das Tempo variiert und zwischendurch auch einmal aus der Partie genommen hat“, kennzeichnete Stefan einen Fortschritt gegenüber den Vorwochen. Die Führung wurde verwaltet, die Lahrer Vorstädter warteten auf Gelegenheiten zum Kontern, um beizeiten den alles entscheidenden dritten Treffer nachzulegen. Chancen dafür vergaben Andreas Dold und Molla. So sah man sich in der Schlussviertelstunde einem wachsenden Sinzheimer Druck ausgesetzt. „Sinzheim hat wieder gezeigt, dass mit ihnen in dieser Runde zu rechnen sein kann. Technisch und kämpferisch ist das eine sehr gute Mannschaft, das haben wir zu spüren bekommen«, betonte Klaus Stefan. Die Gastgeber wiederum bewiesen, dass der erste Saisonsieg am Wochenende zuvor kein Zufallsprodukt war. Mit nunmehr sieben Punkten aus vier Begegnungen fährt der FVL als Tabellenfünfter zum Aufsteiger SV Ulm, der gestern seinen ersten Saisonsieg feierte, und könnte die gute Basis weiter ausbauen.

 

FV Würmersheim - SC Hofstetten 1:1

Der SC Hofstetten kam am Sonntagabend beim FV Würmersheim zu einem gerechten 1:1 (0:0). Allerdings ging bei den Kinzigtälern das Verletzungspech weiter. Nachdem sich beim 3:0 gegen Oppenau mit Jonas und Timo Kinast zwei wichtige Defensivakteure wegen Brüchen im Handbereich für einige Wochen verabschieden mussten, zogen sich nun bereits in der ersten Halbzeit mit Jannik Schwörer, Jonas Krämer und Marc Hengstler drei Offensivkräfte Muskelverletzungen zu. Bis auf diese für den Sportclub bitteren personellen Ausfälle gab es vor der Pause kaum Nennenswertes. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten prägten das Spiel. Die bis dahin einzige Torchance besaß der Gast. In der 25. Minute wurde Giulio Tamburello von Arian Steiner glänzend freigespielt. Hofstettens Angreifer sah, dass Keeper Bastian Brunner zu weit vor seinem Kasten stand, verfehlte diesen aber knapp. Die zweite Halbzeit wurde deutlich ereignisreicher und begann mit einem Paukenschlag in Form eines Lattenschusses der Gastgeber von Kersten Stolz aus 16 Metern. In der 56. Minute konnte Yannick Wilke aus guter Schussposition gerade noch von der SCH-Abwehr geblockt werden. Doch der Sportclub zeigte eine positive Reaktion gegen die stärker gewordenen Gastgeber. Nach toller Kombination von Steiner und Tamburello hatte Jan Wallner Hofstettens Führung auf dem Fuß, doch Brunner hielt sein Tor gerade noch sauber. Bei der anschließenden Ecke hatte der Keeper Glück, dass der Abschluss von Michael Krämer knapp am Pfosten vorbeirauschte. Nach diesen besten 20 Minuten der weiter ausgeglichenen Partie sahen die 260 Zuschauer zunächst wieder zumeist Mittelfeldaktionen. Bis dem Sportclub in der 82. Minute in der Vorwärtsbewegung ein folgenschwerer Ballverlust unterlief. Samuel Kleber nutzte diese unverhoffte Möglichkeit und ließ aus zehn Metern SCH-Keeper Daniel Lupfer, der so gut wie nichts zu halten hatte, keine Abwehrchance. Krämer behält Nerven Nach all den personellen Rückschlägen und diesem unnötigen Gegentreffer schien die unglückliche Niederlage für das Team von Trainer Gotthard Schwörer besiegelt zu sein, doch in der 84. Minute hieß es 1:1. Steiners Schuss blieb im Strafraum in der dichten FVW-Abwehr hängen, doch Tamburello schaltete am schnellsten und konnte dann nur noch gefoult werden. Michael Krämer behielt aus abgemessenen elf Metern die Nerven und verwandelte sicher.

 

FSV Altdorf - SV Ulm 3:4

Der FSV Altdorf kassierte gestern gegen einen starken SV Ulm ein bitteres 3:4 (1:1). Nach einem offenen Schlagabtausch in der zweiten Halbzeit fiel in der Nachspielzeit die Entscheidung, als der FSV bedingungslos auf Sieg spielte und die Gäste in der letzten Spielaktion von einem Fehler von Florian Karl im Spielaufbau profitierten. Steven Müller hatte sich den Ball geschnappt, scheiterte an FSV-Keeper Dennis Fietzeck, den Abpraller aber verwertete Tom Eisele zum ersten Landesliga-Sieg des Aufsteigers. Für den ersten Treffer musste ein Standard herhalten. Eine von Müller scharf getretene Ecke verwandelte Patric Ernst (18.) im Nachsetzen, nachdem er die Latte traf. In der 30. Minute boxte Keeper Erwin Janzer nach Ecke von Karl den Ball an den Pfosten des eigenen Tores. Verdient fiel der Ausgleich in der 41. Minute, eine Flanke von David Elli köpfte Jonas Mösch ein. Der FSV ging nach der Pause nach einer klasse Kombination durch Elli (50.) in Führung. Kurz danach scheiterte Bastian Utz freistehend am Keeper. Dann drehte der Gast das Spiel. Alexander Janzen (70.) traf per Schuss in den Winkel, Müller (73.) per Foulelfmeter. Danach war der FSV wieder am Zuge. Utz (78.) verwertete einen Elli-Querpass zum 3:3. Der FSV bestimmte zwar die Schlussphase, hatte aber erst kein Glück und dann noch großes Pech.

 

SV Stadelhofen - SV Oberwolfach 2:0

Der SV Stadelhofen eroberte am Samstag mit dem verdienten 2:0 (1:0) gegen keineswegs enttäuschende Gäste des SV Oberwolfach und nunmehr optimale zwölf Punkte die alleinige Tabellenführung vor dem SV Niederschopfheim, dem bisherigen Spitzenreiter und nächsten Gegner. Vor 300 Zuschauern im Mührigwald-Sportpark zeigten die Renchtäler eine reife und couragierte Leistung, das Team von Jan Kahle wirkte überaus konzentriert und ließ die Wolftäler nie zu richtig guten Chancen kommen. Die ersten 20 Minuten verliefen ausgeglichen, Oberwolfach versuchte mit langen Bällen ihre Stürmer Frederic Burger und Jonas Wolf in Szene zu setzen. Der SVS war auf Ballsicherung bedacht, ließ den Gegner bis zur Mittellinie gewähren und ging dann energisch in die Zweikämpfe. Nach einem Torschuss in der 23. Minute durch Lukas Hauer, den SVS-Keeper Joachim Schnurr problemlos hielt, kam der Gastgeber besser in die Partie. Nach Ecke von Daniel Kirn ließ SVO-Torhüter Tobias Armbruster den Ball abprallen, SVS-Kapitän Patrick Ringwald köpfte erneut Richtung Tor, doch im Nachfassen bereinigte Armbruster die Situation. Und Jannik Huber (30.) verfehlte per Fallrückzieher nur knapp das Gästetor. Die Kinzigtäler hatten nach 35 Minuten eine gute Gelegenheit, als Wolf einen Diagonalpass auf den freien Burger schlug, doch dessen Abschluss war zu schwach. Die Renchtäler setzten sich mehr und mehr in der gegnerischen Hälfte fest, Daniel Kirn erlief einen Fehlpass und schob den Ball weiter zu Nico Schwab, der jedoch in Armbruster seinen Meister fand. Die verdiente Führung fiel nach dem achten Eckball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach zwei Abwehrversuchen der Gäste und dem Nachschuss von Innenverteidiger Rico Schmider prallte der Ball zurück auf den aufgerückten Ringwald, der aus kurzer Entfernung einköpfte. Auch in der zweiten Hälfte ließ die stabile SVS-Defensive wenig zu. Und in einer fairen Begegnung kam es nach einigen Fouls auf beiden Seiten dann zu einer roten Karte für den SVO. Schiedsrichter Christian Schnurr schickte nach sehr hartem Einsteigen Tobias Sum in der 67. Minute vom Feld. Prompt fiel eine Minute später die Vorentscheidung. Nach Unstimmigkeiten in der Abwehr landete der Ball über den herauseilenden Armbruster hinweg beim eingewechselten Anton Roth, der ins leere Tor einschob. Der SVO gab sich sich trotz Unterzahl und Rückstand nicht auf, die Spielanlage passte, das Bemühen war unverkennbar, nur Ideen am Strafraum fehlten fast gänzlich. Stadelhofen hatte daher nur wenig Mühe, nach 83 Minuten wäre Kirn fast noch ein drittes Tor gelungen, ein Abwehrbein verhinderte nach Pass des eingewechselten Paul Wörner das 3:0.

 

SC Offenburg - SV Niederschopfheim 1:1

Das Derby und Spitzenspiel am Samstag zwischen dem Tabellendritten SC Offenburg und Aufsteiger SV Niederschopfheim blieb ohne Sieger. Durch das leistungsgerechte 1:1 (1:1) bleiben beide Teams ungeschlagen, wobei der SVN die Tabellenführung an Stadelhofen abgab. Die Anfangsphase war verhalten, keiner wollte dem anderen ins offene Messer laufen. Es gab je eine gute Torchance. Marvin Schillinger zog nach zu kurzem Klärungsversuch der Gastgeber aus der zweiten Reihe ab, der Ball segelte knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite war es Tim Steurer, der eine Flanke herunternahm und frei am stark reagierenden Gästekeeper Hannes Erhardt scheiterte. Kurze Zeit später ließ Mohamed Houha zwei Gegenspieler aussteigen und markierte mit einem Schuss ins kurze untere Eck das 1:0 in der 19. Minute für die Hausherren. Der SVN wollte nun den Druck erhöhen, rannte sich aber immer wieder an der gut stehenden Defensive des SCO fest. Als alle 450 Zuschauer auf den Halbzeitpfiff warteten, kamen die Gäste nochmal über die rechte Angriffsseite. Joel Münchenbach setzte sich durch und bediente mit einem flachen Ball in den Rücken der Abwehr seinen Sturmpartner Lionel Labad. Dieser drehte sich um seine eigene Achse und schloss eiskalt in der Nachspielzeit zum 1:1 ab. Zum Schluss in Überzahl Nach der Pause hatten die Niederschopfheimer etwas mehr Spielanteile und in der 57. Minute eine Großchance. Eine Flanke in den Strafraum wurde von der SCO-Abwehr falsch eingeschätzt, so stand am langen Pfosten Felix Weingart völlig frei vor Keeper Alexander Grimm. Doch der Abschluss von Weingart war zu unplatziert, Grimm parierte. Doch auch die Offenburger kamen nun gefährlich vors Tor. Steurer wurde im letzten Moment vor dem Schuss entscheidend gestört und verfehlte daher das Tor. In der 79. Minute bekam dann Schillinger Gelbrot und schwächte sein Team in der Schlussphase. Die Offenburger ergriffen in Überzahl die Initiative, spielten mit den eingewechselten Tonio Bayer und Ersin Osmanov auf Sieg. Doch mehr als einen Kopfball, der zu zentral aufs Tor kam, und eine elfmeterwürdige Szene kurz vor Schluss brachte der SCO nicht mehr zustande. Denn der SVN stand defensiv sehr gut.

 

TuS Oppenau - SV Mörsch 2:3

Ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten sahen die Zuschauer gestern am Haldenhof. In der ersten Hälfte dominierte der TuS Oppenau und lag absolut verdient durch zwei Treffer von Tobias Keller mit 2:0 vorne. In der zweiten Hälfte war der 1.SV Mörsch wie ausgewechselt und Derr gelang in der Nachspielzeit noch der 3:2-Siegtreffer für die Gäste. Wodurch der TuS Oppenau nach vier Spieltagen mit nur einem Punkt auf einem Abstiegsplatz steht. Der TuS ging von Beginn an sehr engagiert zur Sache. In der 5. Minute landete der Ball nach einer leichtfertigen Mörscher Aktion bei Tobias Keller, der alleine auf Torwart Manz zulief und zum 1:0 abschloss. Wiederum Keller war in der 19. Minute zur Stelle, nach Zuspiel von Ali Abdallah setzte er sich durch und platzierte seinen Flachschuss ins rechte untere Eck. Gleich danach hätte Kimmig sogar auf 3:0 erhöhen können. Nach sehenswertem Zuspiel von Laifer lief dann Hammad frei auf den Torhüter zu, scheiterte aber an Manz. Und nach einem schnell vorgetragenen Angriff konnte Laifers Schlenzer im letzten Moment abgeblockt werden. Der TuS wechselte am Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit dreimal aus. Mörsch brachte zwei frische Kräfte ins Spiel. Mit zunehmender Dauer hatte Mörsch mehr Spielanteile. Nachdem ein Laifer-Schuss aus 20 Metern knapp über Mörscher Tor rauschte, hätte der eingewechselte Juchacz den Anschlusstreffer erzielen können. Und in der 63. Minute ging eine Direktabnahme von Knappe nur knapp übers Oppenauer Tor. In der 69. Minute fiel aber das 2:1. Würz traf mit einem direkten Freistoß aus 22 Metern in die lange Ecke. Mörsch erhöhte nun den Druck, blieb aber meist in der TuS-Defensive hängen. In der 81. Minute wurde eine Hereingabe von Kimmig in letzter Sekunde noch vor dem einschussbereiten Hammad zur Ecke geklärt. Statt 3:1 hieß es vier Minuten später 2:2. Mohr glich mit einem satten Flachschuss aus 16 Metern aus. Das Spiel war nun komplett offen, in der 87. Minute verpasste Schindler nach Flanke von Müller per Kopf den möglichen TuS-Siegtreffer. Und so jubelten ganz am Ende die Gäste. In der Nachspielzeit verwertete Derr eine scharfe Hereingabe per Kopf zum 2:3.


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Schillinger (SV Niederschopfheim) 8
Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 8
3. Oleg Molla (FV Langenwinkel) 7
4. Lukas Frisch (FV RW Elchesheim) 6
David Göser (FV Schutterwald) 6
Gürkan Balta (FV Schutterwald) 6
7. Lionel Labad (SV Niederschopfheim) 5
Jannik Huber (SV Stadelhofen) 5
Kevin Kopf (FV Schutterwald) 5
Steven Müller (SV Ulm) 5
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