Landesliga 1 
Landesliga: SC Offenburg geht kurz vor Schluss in die Knie
Vor allem bei Standardsituationen wurde es vor den Toren gefährlich bei der intensiven Partie zwischen dem SV Stadelhofen und SC Hofstetten - hier vor dem Gehäuse der Gäste. Bildquelle Ulrich Marx

Beim FV Langenwinkel ist der Wurm drin

FSV Altdorf - FV Ottersweier 1:1

Der FSV Altdorf wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Gegen Aufsteiger FV Ottersweier reichte es gestern trotz klarem Chancenplus nur zu einem 1:1, der FSV bleibt damit Schlusslicht in der Fußball-Landesliga. Mit hohem läuferischen und kämpferischen Einsatz zeigte der FSV aber, dass er den Abstiegskampf voll annimmt. Die Partie begann mit einer Großchance für den Gast, frei stehend köpfte Mark Tokarchuk das Leder aus kurzer Distanz deutlich neben das Tor. Nicht minderer Qualität war die erste FSV-Chance von Florian Karl in der 4. Minute. Nach Zuspiel von Dominik Schmider traf er freistehend den Ball nicht richtig. Der FSV bekam zunächst Taktgeber Gökan Bilici nicht in den Griff, in die gefährliche Zone kam der Gast in Folge jedoch nicht. Mit hohem läuferischen und kämpferischen Aufwand bekamen die Platzherren Vorteile. Pech hatte Schmider (42.) mit einem Kopfball, den er nach KarlFlanke auf die Querlatte setzte. Auch nach der Pause war das Spiel nichts für Fußballästheten. Der FSV drückte aufs Tempo, beim Torabschluss blieben die Altdorfer per Fuß und Kopf zu zaghaft. Mitten die die Drangperiode fiel das 0:1. Die Altdorfer passten bei einem Freistoß nicht auf, ein Querpass landete bei Philipp Jörger, der in der 67. Minute per Kopf traf. Die Altdorfer stemmten sich gegen die Niederlage und wurden in der 75. Minute belohnt. Schmider stocherte den Ball nach einer Ecke über die Torlinie. Der FSV blieb dran - war aber im Abschluss ohne Glück. Dafür ließen die eingewechselten Ayberk Adermogullari und Spielertrainer Christian Coratella nach Kontern zwei Riesenchancen für die Gäste in der 87. und 90. Minute liegen.

 

SV Oberwolfach - FV Schutterwald 3:1

In einer packenden Partie bezwang der SV Oberwolfach den FV Schutterwald mit 3:1 und liegt nun auf Rang 7. Der Heimsieg war nicht unverdient, wäre der spielstarke FVS jedoch nicht so großzügig mit seinen Chancen umgegangen, hätte es aber durchaus auch ein Remis geben können. Der Beginn war temporeich, aber taktisch geprägt mit wenigen Torszenen. Nach ausgeglichener Anfangsphase mit je einer Halbchance auf beiden Seiten hatte Schutterwald etwas mehr Ballbesitz, in Führung gingen in der 27. Minute aber die Hausherren. Nach Nils Springmanns tollem Diagonalball bereitete Marc Heizmann mustergültig über rechts vor und Jonas Wolf köpfte in der Mitte zum 1:0 ein. Aber nur drei Minuten später fiel das 1:1. Abwehrspieler Nils Springman verlängerte das Leder nach einem Abstimmungsproblem mit Keeper Tobias Armbruster unglücklich ins eigene Tor. Direkt nach Wiederbeginn gingen die Wolftäler erneut in Front. Eine Hereingabe von Heizmann ging an Freund und Feind vorbei, am langen Pfosten staubte Felix Rauber zum 2:1 ab. Mit zunehmender Spieldauer schwanden beim SVO angesichts des Pokalfights zwei Tage zuvor gegen Weil etwas die Kräfte. Die Schlussviertelstunde hatte es in sich. Zunächst lenkte SVO-Keeper Armbruster einen Schuss von Maxime Daeffler nach toller Schutterwälder Kombination grandios an den Pfosten. Auch einen Fernschuss von FVS-Kapitän Thomas Dold parierte Armbruster. Der SVO war bei seinen Gegenstößen aber immer wieder gefährlich. Roman Boser vergab nach Zuspiel von Freddy Burger (78.) die Vorentscheidung ebenso wie eine Minute später Felix Rauber frei vor Gäste-Torhüter Philipp Schuhmann. Im Gegenzug traf der FVS durch Gürkan Balta die Latte, den Nachschuss verhinderte Jesco Armbruster spektakulär. Dann versiebte Daeffler eine Hundertprozentige aus kurzer Distanz. Es ging nun wild hin und her. Für die Hausherren vergaben Heizmann per Kopf und Burger nach einem Konter aus zu spitzem Winkel. Der eingewechselte Nico Wegbecher machte dann aber nach schöner Vorarbeit von Tobias Dreher in der 90. Minute mit dem 3:1 den Sack für den SVO zu.

 

FV Elchesheim - TuS Oppenau 0:0

Einen Punkt erkämpfte der TuS Oppenau beim FV RW Elchesheim. Beim 0:0 waren Höhepunkte dünn gesät. Insgesamt neutralisierten sich beide Teams in einer schwachen Partie. Bis zur 20. Minute gab es keine einzige Torchance. Das lag weniger an den Renchtälern, sondern vor allem an den Hausherren. Deren Defensivtaktik war für neutrale Besucher kaum zu ertragen. Die erste Chance in der ersten Halbzeit hatten die agileren Oppenauer. Nach einem Konter drang Nicolas Lietz in den Strafraum ein, der Referee wollte jedoch ein Stürmerfoul im Zentrum gesehen haben. Die beste Chance hatte anschließend Christian Seger (31.) auf dem Fuß. Einen geschickt durchgesteckten Pass in Höhe des Fünfmeter-Raums nahm der Spielertrainer auf, schoss direkt, aber der Ball ging knapp am Tor vorbei. Und Niko Oehler war nach einem klugen Pass nur einen Schritt zu spät. Die Hausherren kamen durch Sven Huber wie aus dem Nichts zur ersten Chance. Aus kurzer Distanz scheiterte er an TuS-Keeper Torrente Poveda. Auch ein Kopfball von Huber fand sein Ziel nicht. Ein Freistoß von Liebsch wurde zudem vom TuS-Torwart geklärt. Ein ums andere Mal enteilten die Oppenauer bei Kontern den statisch wirkenden Elchesheimern, trafen aber nicht.

 

TSV Loffenau - FV Langenwinkel 2:2

Über ein 2:2 (1:0) beim TSV Loffenau kam der FV Langenwinkel gestern nicht hinaus. Die Gäste bestimmten die erste Hälfte, ließen keine einzige klare TSV-Chance zu. „Wir hatten die Begegnung klar im Griff, versäumen bei Chancen von Yasin Ilhan und Alexandru Ghita jedoch, vorzeitig das zweite Tor nachzulegen“, merkte Klaus Stefan vom FVL-Trainerteam kritisch an. So blieb die von Waldemar Schwabauer früh erzielte Führung der einzige Treffer des ersten Abschnitts. Nach der Pause brachte sich der FVL um den Lohn seiner Arbeit. In der 55. Minute leistete sich der verwarnte Rechtsverteidiger Daniel Kaufmann ein unnötiges Foul und wurde vom Feld geschickt. „Daraufhin haben wir für zehn Minuten Ruhe und Ordnung verloren - was sich gerächt hat“, so Stefan. Eine Standardsituation und einen individuellen Fehler nach langem Diagonalpass nutzten Robin Seeger (57.) und Tobias Skubatz (58.), um per Doppelschlag für ein 2:1 zu sorgen. Ghita glich aber nur vier Minuten später zum 2:2 aus. In der Schlussphase erspielten sich die Gäste mehrere klare Möglichkeiten, unter anderem traf Yasin Ilhan (76.) nur die Latte. Langenwinkel stellte taktisch auf Dreierkette um, wollte nochmals zusätzlichen Druck erzeugen. Mit Glück überstand Loffenau diese Drangphase. „Momentan ist bei uns ein wenig der Wurm drin“, so Stefan.

 

SV Sinzheim - SC Offenburg 2:1

Nach dem ersten Saisonsieg wollte der SC Offenburg beim SV Sinzheim die nächsten drei Punkte einfahren. Dies misslang, der Aufsteiger verlor 1:2 (1:0). Der SCO setzte zunächst aus guter Defensive Nadelstiche nach vorne. Die erste gute Gelegenheit hatte Ersin Osmanov per Kopf. Sinzheim tauchte nach 15 Minuten gefährlich vor Keeper Omar Bounatouf auf, doch ein Schuss ging Zentimeter neben das Tor. In der 21. Minute bediente Aliu Cisse mit schönem Heber Assad Traikia, der Torhüter Simon Bartmann tunnelte und zum 0:1 einschob. Dann bediente nach kurzer Freistoßvariante Waldemar Kraus den im Rückraum eingelaufenen Tonio Bayer, dessen Schuss Bartmann mit Glanzparade und Hilfe der Latte parierte. Nach der Pause wurde Sinzheim von Minute zu Minute gefährlicher. Dominic Trapp tauchte frei vor Bounatouf auf, der dieses Duell gewann. In der 75. Minute war er geschlagen, doch Mijo Vujevic rettete auf der Torlinie. Der Ausgleich lag in der Luft, auch weil vom SCO nur noch wenig in der Offensive kam. In der 82. Minute verlängerte Nicolas Göttler einen Eckball, der zum 1:1 im langen Eck einschlug. Doch dann gab es Freistoß für den Gast, der abgefälscht bei Kraus landete, der völlig frei vor dem Tor stand, aber zu überrascht war, um zu vollenden. Stattdessen führte ungestümes Einsteigen von Mario Bergmann an der Strafraumkante zu einem Elfmeter in der 93. Minute. Yannick Dreher setzte den Ball in die Mitte und erzielte den Siegtreffer.

 

SV Stadelhofen - SC Hofstetten 0:0

Torlos endete am Samstag die Partie zwischen dem ungeschlagenen Tabellenzweiten SC Hofstetten und dem SV Stadelhofen, der zuhause in dieser Saison noch ohne Niederlage bleibt. Dennoch hätten beide Teams das Spiel für sich entscheiden können.

Der SV Stadelhofen hatte über die gesamte Spielzeit gesehen die um einen Tick besseren Tormöglichkeiten, aber in den entscheidenden Szenen fehlte das Glück. Die Renchtäler -gehandicapt durch mehrere personelle Ausfälle - erreichten nach einer Viertelstunde ein spielerisches Übergewicht und kamen zu ersten Torchancen. Filip Kovacs, der den privat verhinderten Valon Salihu in der Sturmspitze vertrat, kam nach 17 Minuten zu einer ersten Chance, doch Keeper Daniel Lupfer konnte klären. Zwei Minuten später flankte Sascha Raz auf Fabian Seeber, dessen Abschluss die Latte touchierte. Die Gäste meldeten sich in der 22. Minute zu Wort, nach Eckball von Jannik Schwörer war ein Kopfball von Sebastian Bauer nicht ungefährlich. Eine Führung zur Halbzeit für den SVS wäre verdient gewesen. Das sah auch Gästecoach Gotthard Schwörer bei der Pressekonferenz so. Er bemängelte das zögerliche Zweikampfverhalten seiner Elf bis dahin. Gastgeber mit Chancenplus Der SVS hatte auch zu Beginn der zweiten Hälfte eine dicke Chance. Kovacs verpasste vor dem Tor einen scharf geschlagenen Pass von Nico Schwab um Zentimeter. Doch nun zogen die Kinzigtäler das Tempo an, drängten und hatten in der 54. Minute eine große Chance. Nico Obert bediente per Freistoß Arian Steiner, dessen präzisen Kopfball SVS-Keeper Leon Pagonis gerade noch entschärfte. Der Gast kam nun zu einer Serie von Eckbällen und hatte mit den groß gewachsenen Jonas Krämer und Obert gefährlichen Waffen. Der SVS konnte sich aber wieder befreien und kam nach einer Stunde zu seiner besten Chance. Raz bediente von der Grundlinie Kovacs, der aus kurzer Entfernung das kurze Eck anvisierte, doch die Gäste klärten im letzten Moment. Beim nächsten Angriff verhinderte Lupfer mit Glanzparade den Führungstreffer nach einem Seeber-Schuss aus 18 Metern. Hofstetten blieb bei Standardsituationen gefährlich, aber auch Freistoßspezialist Obert war kurz vor Schluss aus vielversprechender Entfernung nicht erfolgreich.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 16
2. Aliu Cisse (SC Offenburg) 13
3. Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 9
Hakki Nuri Tasli (FV RW Elchesheim) 9
Tobias Keller (TuS Oppenau) 9
Timo Petereit (SC Durbachtal) 9
Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 9
8. Nico Bohn (VfB Bühl) 8
Frederic Burger (SV Oberwolfach) 8
Valon Salihu (SV Stadelhofen) 8
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