Landesliga 1 
Landesliga: SC Offenburg baut auf die eigene Heimstärke
Alexandru Ghita, hier beim Ausscheiden im Pokal gegen Durbachtals Thomas Dautner (unten), ist wieder fit und am Sonntag mit dem FV Langenwinkel auf Revanche aus. Bildquelle Ulrich Marx

FV Langenwinkel ohne Druck im Spitzenspiel

FV Schutterwald - SV Stadelhofen

Bereits am Freitag Abend (19 Uhr) eröffnet der FV Schutterwald (4. Platz/19 Punkte) den elften Spieltag der Fußball-Landesliga und empfängt auf eigenem Platz unter Flutlicht den SV Stadelhofen (12./10).

Zwei Siege und 11:0 Tore konnten die Grün-Weißen an den vergangenen beiden Spieltagen einfahren und sich somit für die zuvor erlittene Niederlage gegen den SV Oberwolfach erfolgreich rehabilitieren. Mit wieder gefundener Spielfreude und einer wesentlich höheren Effektivität vor dem gegenerischen Tor ließ man den Gegnern aus Loffenau und Sinzheim keine Chance.

Gute Erinnerungen

Mit dem SV Stadelhofen wartet aber nun keine einfache Aufgabe auf Schutterwalds Trainer Helmut Kröll und seine Mannen. Gerne denkt man zwar an die Heimpartie vor einem Jahr zurück, wo man eine der besten Saisonleistungen zeigte und einen klaren 7:1-Erfolg einfahren konnte. Ein ähnliches Ergebnis ist aber sicher nicht wieder zu erwarten. Trotzdem möchten die Schutterwälder an die Leistungen der letzten beiden Partien anknüpfen, mit dem Ziel, die Punkte möglichst im Waldstadion zu behalten.

Weniger gut lief es die vergangenen Wochen beim Gegner aus Stadelhofen. Neu-Coach Heinz Braun fuhr mit seiner Mannschaft in den vergangenen vier Partien lediglich einen Punkt ein. Aktuell tritt der SV Stadelhofen also ein wenig auf der Stelle. Trotzdem verfügt die Mannschaft über eine hohe Qualität und wird dem Gastgeber alles abverlangen. Für die drei Punkte wird der FV Schutterwald wie jede Woche an seine Leistungsgrenze gehen müssen.

Drei Spieler fraglich

Personell musste Coach Helmut Kröll in dieser Woche im Training auf den ein oder anderen Spieler verzichten. Torhüter Philipp Schumann, Marcel Kiefer und Marius Nüssle fielen krankheitsbedingt aus. Deren Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

 

SC Offenburg - VfB Bühl

Nur eine Woche nach dem Gastspiel bei Spitzenreiter SC Durbachtal hat Landesliga-Aufsteiger SC Offenburg (14. Platz/6 Punkte) am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Tabellenzweiten VfB Bühl (22) zu Hause das nächste Schwergewicht vor der Brust.

Die Enttäuschung nach der bitteren 3:4-Niederlage kurz vor Schluss beim SC Durbachtal war groß. Trotz einer guten Leistung in einem Duell auf Augenhöhe konnte der SCO sich nicht belohnen. Nun braucht die Mannschaft des Trainerteams Jürgen Wippich und Sergej Herter wieder ein Erfolgserlebnis und fast noch wichtiger drei Punkte. Doch ist der morgige Gast VfB Bühl momentan in einer herausragenden Verfassung und konnte jüngst einen deutlichen 4:1-Erfolg über Aufstiegsaspirant SC Hofstetten einfahren. Wirft man einen Blick auf die Tabelle, sollte das eine klare Angelegenheit für die Bühler werden, doch dies dachten sich eine Woche zuvor auch die Durbachtäler und wurden prompt überrascht. Zunutze will sich der SCO die Heimstärke machen. Die bislang einzigen beiden Saisonsiege wurden zuletzt auf eigenem Geläuf eingefahren -und diese Serie will man gegen Bühl ausbauen. Unterdessen will Gästetrainer Alexander Hassenstein den guten Lauf in Offenburg fortsetzen und warnt sein Team davor, den Gegner zu unterschätzen. Dennoch sei man gewillt, mit weiteren drei Punkte an der Tabellenspitze dranzubleiben.

Weiterhin fehlen wird beim SCO der gesperrte Mittelfeldspieler Cengizhan Keskin.

 

FV Langenwinkel - SC Durbachtal

Mit einem guten Gefühl und wenig Druck kann Fußball-Landesligist FV Langenwinkel (5. Platz/18 Punkte) am Sonntag (15 Uhr) das Heimspiel gegen den noch unbesiegten Tabellenführer SC Durbachtal (28 Punkte) angehen.

Beide Mannschaften trafen in der laufenden Runde bereits aufeinander. Im SBFV-Pokal behielt der SC Durbachtal mit 2:0 die Oberhand. »Das war aus unserer Sicht eine reichlich unglückliche Niederlage. Vielleicht können wir es diesmal besser machen«, hofft Klaus Stefan vom Trainerteam des FV Langenwinkel.

Gegen die bisherige Topmannschaft der Liga, die zuletzt einige Male wackelte, aber dennoch stets erfolgreich blieb, haben die Gastgeber nichts zu verlieren. »Durbachtal spielt seit zwei, drei Jahren im Kern nahezu unverändert zusammen. Sie sind erfahren, geben derzeit kaum Punkte ab. An diesen Punkt wollen wir auch einmal kommen, gerade unsere jungen Spieler können aus diesem Vergleich einige nützliche Erfahrungen ziehen«, ist Stefan überzeugt.

Verstecken wollen sich die Gastgeber nicht gegen den spielstarken Gegner, die Konsequenzen dieses Fehlers haben schon einige andere Mannschaften erfahren müssen. Die Tatsache, wenig Druck auf den eigenen Schultern zu verspüren, sollte andererseits aber auch nicht zum Langenwinkeler Leichtsinn verführen. »Die Mannschaft darf locker sein, aber muss gegen diesen Kontrahenten auch darauf aus sein, ihre Chancen zu erkennen und zu nutzen, wenn sie sich bieten«, mahnt Stefan an.

In personeller Hinsicht bewegen sich die Gastgeber nahe am Optimum. Seyithan Olcan muss nochmals gesperrt aussetzen, dafür konnten Alexandru Ghita und Marc Stefan nach zwischenzeitlichen grippalen Infekten wieder vollständig trainieren und stehen zur Verfügung.

Durch den Last-Minute-Sieg gegen den SC Offenburg konnte der SC Durbachtal seine Spitzenposition einmal mehr bestätigen und den Vorsprung auf die Verfolger weiter ausbauen. Nun hat das Team von Trainer Sebastian Bruch mit dem FV Langenwinkel die nächste schwierige Auswärtshürde vor der Brust. „Der Sieg war enorm wichtig für die Moral und gibt uns weiteres Selbstvertrauen“, weiß Bruch, dass man den Schwung der letzten Wochen auch beim heimstarken Gegner benötigt. „In Langenwinkel müssen wir von Beginn an hellwach sein. Wenn wir unsere Stärken wieder auf den Platz bringen, bin ich jedoch zuversichtlich, dass wir erfolgreich sein werden“, so Bruch weiter, der nicht nur aufgrund der Langenwinkler Niederlage im Pokal einen hochmotivierten Gegner erwartet, der dem noch ungeschlagenen Ligaprimus ein Bein stellen will.

Der Kader des SC Durbachtal ist komplett.

 

SC Hofstetten – FV RW Elchesheim

Trotz guter Anfangsphase und einer frühen Führung zog der SC Hofstetten in Bühl klar den Kürzeren. Der VfB feierte damit den siebten Sieg in Folge und zog in der Tabelle aam Sportclub vorbei. „Bühl hatte in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen getankt und uns das Leben schwergemacht“, so SCH-Trainer Gotthard Schwörer, „die Niederlage war gerechtfertigt, allerdings nicht in dieser Höhe“.

Morgen ist der FV RW Elchesheim zu Gast, der am Wochenende den SV Oberachern II mit 3:0 besiegte und im Aufwind ist. Der Sportclub werde versuchen, über Lockerheit und ein konzentriertes Zweikampfverhalten wieder in den Rhythmus zu finden, so Schwörer. „Für uns zählt nur ein Heimsieg“, betont der Coach, der vor Gäste-Torjäger Hakki Nuri Tasli warnt und auf einige Spieler verzichten muss. Marco Neumaier fehlt urlaubsbedingt, Bastian Bauer berufsbedingt. Jonas Krämer ist angeschlagen, sein Einsatz ist noch unsicher. Timo Singler und Jakob Schätzle sind wieder mit dabei.

 

SV Oberwolfach – SV Sinzheim

„Eine tolle Mannschaftsleistung und ein fußballerisch gutes Spiel von uns“, sagt Oberwolfachs Trainer Joachim Kehl über den 5:0-Sieg beim TSV Loffenau. Der SVO ließ von der ersten Minute an überhaupt nichts anbrennen und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein, der noch höher hätte ausfallen können. Damit ist der SVO nun seit fünf Spielen ungeschlagen.

Morgen empfangen die Wolftäler den SV Sinzheim, der in seinem jüngsten Auswärtsspiel beim FV Langenwinkel mit einem 3:2-Erfolg überraschte. „Ich erwarte eine gefährliche Mannschaft, die versucht, defensiv gut zu stehen und über Konter ins Spiel zu kommen. Die werden uns alles abverlangen“, so Kehl. Der SVO wolle an die starken Leistungen in den vergangenen Wochen anknüpfen und auf heimischem Kunstrasen punkten. Zuhause ist der SVO in dieser Saison noch ungeschlagen. Tobias Sum und Felix Rauber sind wieder im Kader. Julian Echle und die Langzeitverletzten fallen weiter aus.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 19
2. Aliu Cisse (SC Offenburg) 16
3. Valon Salihu (SV Stadelhofen) 12
Jens Wartmann (SV Oberachern 2) 12
5. Nico Bohn (VfB Bühl) 11
Marius Hauser (SC Durbachtal) 11
Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 11
8. Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 10
Timo Petereit (SC Durbachtal) 10
10. Tobias Keller (TuS Oppenau) 9
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