Landesliga 1 
Landesliga: FV Langenwinkel Favorit beim Aufsteiger
Jens May (rechts) hofft mit dem SC Offenburg im Heimspiel gegen Schutterwald auf ein Erfolgserlebnis. Bildquelle Ulrich Marx

SC Durbachtal will die weiße Weste behalten

SC Offenburg - FV Schutterwald

Noch immer wartet Aufsteiger SC Offenburg auf den ersten Sieg in der Fußball-Landesliga. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Serkan Nezirov (wir berichteten) gastiert morgen (15.30 Uhr) mit dem FV Schutterwald eine weitere Topmannschaft auf dem Gelände in Albersbösch.

Gründe gibt es momentan wenige, die für einen Erfolg der Gastgeber sprechen. In den bislang vier absolvierten Partien gelang es nur vier Mal, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Dabei war die Offensive in der letzten Saison noch die Stärke der Offenburger. Fast noch schlimmer die Bilanz in der Defensive: Ganze 19 Gegentreffer musste man bislang hinnehmen, was letztendlich den abgeschlagenen letzten Tabellenplatz bedeutet.

Doch im Derby sei »alles möglich«, meint Sportvorstand Narek Sermanoukian, der am Dienstag bekanntgab, dass der Verein mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Trainer Serkan Nezirov im Einvernehmen beider Parteien beendet. Der Anlass dazu lag klar auf der Hand. Seit fünf Pflichtspielen war der SCO ohne Sieg und verlor fast jede Partie haushoch. Da blieb Sermanoukian in Absprache mit dem Mannschaftsrat keine andere Möglichkeit mehr. Zumindest bis zum Winter wird Sermanoukian das Amt des Trainers übernehmen. Die Maßnahme soll der Mannschaft noch mal einen neuen Impuls geben, um bei den kommenden Aufgaben endlich wieder zu punkten.

Wieder zurück in die Erfolgsspur will man auch beim FV Schutterwald. Nach gutem Auftakt setzte es zuletzt eine herbe 1:4-Heimniederlage gegen den SC Hofstetten. Die Grün-Weißen erlebten einen rabenschwarzen Tag und verloren auch in der Höhe verdient gegen die starke Schwörer-Truppe. Zu allem Überfluss musste man mit Jakob Yildirim und Yannic Erhardt auch noch zwei verletzungsbedingte Wechsel durchführen. Ob die beiden am Wochenende einsatzbereit sind, steht noch in den Sternen.

Trainer Helmut Kröll war während der Partie gegen Hofstetten zwar nicht anwesend, konnte die Trainingswoche aber trotzdem dazu nutzen, zusammen mit seinem Vertreter Carsten Junker die nötigen Erkenntnisse zu ziehen und auf Fehler einzugehen. Dass es gegen den angeschlagenen SCO trotzdem eine schwere Aufgabe wird, weiß der erfahrene Coach und hat dies seiner Mannschaft deutlich gemacht.

Jens May (rechts) hofft mit dem SC Offenburg im Heimspiel gegen Schutterwald auf ein Erfolgserlebnis.

 

 

FSV Altdorf - SC Durbachtal

Am 5. Spieltag der Fußball-Landesliga gastiert Spitzenreiter SC Durbachtal (12 Punkte) am Sonntag (15 Uhr) beim noch sieglosen FSV Altdorf (15. Platz/1 Punkt).

Der SC Durbachtal ist nach den jüngsten Erfolgen so etwas wie das Team der Stunde. Nach dem 4:1-Sieg gegen den FV RW Elchesheim vergangenen Samstag steht man nun als einziges Team ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Beim FSV Altdorf dagegen herrscht aktuell das komplette Kontrastprogramm. Das Team von Trainer Christoph Oswald rangiert mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Tabellenplatz und muss dringend punkten, um nicht schon früh in der Saison im Tabellenkeller festzusitzen.

Im Lager der Durbachtäler nimmt man diese Partie jedoch keineswegs auf die leichte Schulter, denn was auf dem Papier nach einer klaren Sache aussieht, ist in Wahrheit keine leichte Aufgabe. »Wir wissen, wie schwer es ist, in Altdorf zu bestehen. Der Gegner verfügt über eine erfahrene Mannschaft, die schon öfters bewiesen hat, dass sie mit schwierigen Situationen umgehen können«, nimmt Trainer Sebastian Bruch sein Team in die Pflicht: »Nur, wenn wir mit dem selben Engagement wie zuletzt ins Spiel gehen, werden wir etwas mitnehmen. Wir sind hochmotiviert, unseren positiven Trend fortzuführen.«

Personell werden Stephan Hemmler und Mika Löbsack wieder in den Kader der Rebländer zurückkehren.

 

 

FV Ottersweier - FV Langenwinkel

Für Fußball-Landesligist FV Langenwinkel steht am Sonntag (15 Uhr) die nächste Auswärtshürde auf dem Programm. Beim FV Ottersweier wollen die Ortenauer den Aufwärtstrend des Saisonstarts weiter untermauern.

»Ottersweier ist ein Aufsteiger, über den unser Kenntnisstand nicht groß ausfällt. Dessen ungeachtet, fahren wir mit Respekt hin, wollen aber die drei Punkte mit nach Hause nehmen«, hält Klaus Stefan vom Langenwinkeler Trainerteam nicht mit einer klaren Zielsetzung hinter dem Berg. Man stelle sich auf einen vor allem in kämpferischer Hinsicht und körperlicher Robustheit starken, mit entsprechender Euphorie antretenden Kontrahenten ein. Die Gäste wollen nach der überzeugenden Vorstellung beim 5:1-Erfolg gegen den SC Offenburg gerade in spielerischer Hinsicht an hohes Niveau anknüpfen, ohne den im Tabellenkeller stehenden Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen.

Personell wird es in der Startelf wohl zum einen oder anderen Wechsel kommen, »wir wollen die Breite unseres großen Kaders zum Einsatz bringen«, lässt Stefan anklingen. Dass die Tor-Maschinerie nach zuvor zwei Pflichtspielen ohne eigenen Treffer wieder unter Dampf steht, war nicht zuletzt den Ilhan-Brüdern als Vorbereiter beziehungsweise Vollstrecker zu verdanken. »Sie genießen es ungemein, in einer Mannschaft zu stehen, das Verständnis untereinander ist spitze«, unterstreicht Stefan. Insgesamt kann das Trainerteam erneut aus dem Vollen schöpfen, bis auf kleinere Blessuren traten nach der Offenburg-Begegnung keine Verletzungen oder Ausfälle zu Tage.

 

Oppenau - Stadelhofen

Personell besser wie beim Auswärtsspiel in Sinzheim (1:1) ist die Lage beim TuS Oppenau. Spielertrainer Christian Seeger, Florian Müller und Niko Öhler, die zuletzt gefehlt haben, kehren wieder in den Kader zurück. Dafür fällt Dominik Treyer am Sonntag aus. Für den Oppenauer Sportvorstand Toni Kimmig ist es ganz wichtig, dass man im Derby fast komplett ist, denn er erwartet ein hartes Stück Arbeit für seine Schützlinge. Toni Kimmig: »Unser Ziel ist es drei Punkte zu Hause zu notieren. Aber das wird gegen eine gute Stadlehofener Mannschaft nicht einfach. Ich bin überzeugt, dass wir gegen einen hoch motivierten Gegner alles abrufen und eine Top-Leistung bringen müssen, um erfolgreich zu sein. Bei unserer Vorgabe vor der Saison, Woche für Woche eine ordentliche Leistung abzurufen, sehe ich uns übrigens auf einem guten Weg.«

Die Gäste aus Stadelhofen sind, was das Selbstvertrauen betrifft, mit ihrem jüngsten 3:0-Heimerfolg gegen den FSV Altdorf in Vorleistung gegangen und reisen mit Rückenwind ins obere Renchtal. Trainer Heinz Braun möchte aber das 3:0 gegen Altdorf nicht überbewerten, da der Gegner aus der südlichen Ortenau doch mit erheblichen personellen Problemen in den Mührigwald-Sportpark kam. Der wichtige Dreier ist aber auf der Habenseite willkommen und jetzt rückte bereits Anfang der Woche das Derby in den Fokus. Heinz Braun: »Wir freuen uns alle auf das Spiel und vor allem auf die hoffentlich tolle Kulisse. Klar ist eine Prognose schwierig zu stellen, denn obwohl man sich kennt, kann in diesem Derby alles passieren. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass sich meine Mannschaft in Oppenau gut präsentieren wird.« Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Volker Springmann. Dessen Verlust wäre laut Heinz Braun schon hart und man hofft, das der für das Team wichtige »Allrounder« noch rechtzeitig fit wird. Falls sich beim Abschlusstraining niemand mehr verletzt, reisen die Oberkircher Teilörtler mit dem kompletten Kader an.

 

Oberachern II - Loffenau

Nur zwei Punkte konnte die zweite Mannschaft des SV Oberachern aus den letzten drei Begegnungen erzielen. Mit nur fünf Zählern auf der Habenseite rangiert man nach dem vierten Spieltag in der unteren Tabellenhälfte. Mit dem TSV Loffenau gastiert ein gern gesehener Gast am Sportplatz in Oberachern. Beide Partien konnte der SVO II in der vergangenen Saison deutlich für sich entscheiden und so erhofft sich das Team vom Trainer Srecko Pleic auch nach der Partie am Sonntag die »weiße Weste« zu Hause weiter tragen zu können. Zwischen beiden Teams gibt es viele Parallelen. Wie der SV Oberachern war der TSV auch mit einem Erfolg in die neue Saison gestartet und wartet seitdem auf den nächsten »Dreier«. Während der SVO II am zweiten Spieltag in Langenwinkel den ersten Dämpfer bekam, sorgte beim TSV Loffenau am dritten Spieltag eine 1:8-Niederlage beim TuS Oppenau für den ersten negativ Höhepunkt. Auch am letzten Spieltag konnte sich keines der beiden Teams mit Ruhm durchsetzen. Während der SVO II in Oberwolfach zu einem glücklichen 1:1 kam, kassierte der TSV zu Hause gegen Würmersheim eine weitere Niederlage.

Verzichten muss SVO-Coach Pleic weiterhin auf den im Aufbautraining befindlichen Rais Awell.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 13
2. Aliu Cisse (SC Offenburg) 12
3. Hakki Nuri Tasli (FV RW Elchesheim) 9
4. Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 8
Timo Petereit (SC Durbachtal) 8
Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 8
7. Tobias Keller (TuS Oppenau) 7
Jens Wartmann (SV Oberachern 2) 7
Gürkan Balta (FV Schutterwald) 7
10. Motasem Hammad (TuS Oppenau) 6
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