Landesliga 1 
Landesliga: SC Durbachtal muss über das Kollektiv kommen
Viel Arbeit wartet morgen auf die Abwehr des FV Langenwinkel um Robert Hartfiel (r.) Bildquelle Ulrich Marx

chutterwald-Coach Berger erwartet Reaktion / Langenwinkel hat Bock auf drei Punkte 

FV Langenwinkel - SV Bühlertal

Landesliga-Aufsteiger FV Langenwinkel (7. Platz/25 Punkte) punktet weiterhin konstant seinen Weg. Aus den Auswärtspartien in Schutterwald und Hofstetten wurde jeweils ein Zähler mitgebracht, im Idealfall hätten es sogar noch mehr sein können. Doch die Lahrer Teilstädter präsentieren gesundes Selbstbewusstsein und wollen morgen (14.30 Uhr) auf eigenem Platz den Tabellenführer SV Bühlertal (38 Punkte) ärgern.

Gegner ist verwundbar

Das Hinspiel ging verloren, wobei die Partie in einen Zeitraum fiel, in dem die Gäste schier unverwundbar durch die Liga marschierten. Dieser Eindruck hat sich seither relativiert. »Keine Frage, Bühlertal ist ein sehr starker Gegner, aber wir sind überzeugt davon, dass sie auch verwundbar sind. Und wir haben Bock drauf, im Heimspiel am Samstag drei Punkte einzufahren«, verdeutlicht FVL-Trainer Davor Sikanja. Im Hinspiel profitierte Bühlertal nicht zuletzt auch von seiner qualitativ hochwertig besetzten Reservebank.

Dass gegen eine Topmannschaft das eigene Fehlverhalten auf dem Platz möglichst gering ausfallen muss, um die gesteckten Ziel zu erreichen, verstehe sich laut Trainer von selbst. »Wir haben es mit einem konterstarken Gegner zu tun, dessen Klasse auch ausmacht, dass er sich im gesamten Spiel und völlig unabhängig vom Spielstand nicht aus der Ruhe bringen lässt. Davor muss man Respekt haben«, unterstreicht Sikanja. Doch auch Langenwinkel konnte im Saisonverlauf einiges an Selbstvertrauen tanken, die Konstellation sei eine andere als noch im Hinspiel, so Sikanja.

Scheibel fehlt gesperrt

Neben den Langzeitausfällen fehlt ihm Artjom Scheibel (Gelb-Rot-Sperre), Felix Reichmann ist wieder im Training. Ob er zumindest eine Kaderoption sein könnte, ist offen.

 

SC Durbachtal - SV Sinzheim

Am 17. Spieltag der Fußball-Landesliga empfängt der Tabellenzweite SC Durbachtal (37 Punkte) den SV Sinzheim (10./19). Gespielt wird morgen (14.30 Uhr) in der Bruno-Kern-Arena in Ebersweier.

Die jüngste 2:3-Niederlage in Elchesheim wiegt doppelt schwer für den SC Durbachtal. Denn neben den verlorenen Punkten kehrte man mit drei Platzverweisen aus Elchesheim zurück. Die angespannte Personalsituation will das Trainerduo Haist/Brombach »wie bisher immer im Kollektiv kompensieren«. Jan Haist blickt mit Vorfreude auf das letzte Heimspiel: »Wir wollen eine sportlich sehr erfolgreiche Hinrunde mit einem Heimsieg krönen.« Mit dem SV Sinzheim trifft man auf den Gegner, der den Rebdörflern zu Beginn der Saison die erste Niederlage zugefügt hatte und derzeit im Niemandsland der Tabelle rangiert.

Die dünne SCD-Personaldecke wird neben den Sperren von Jannik Klausmann, Marius Hauser und Timo Petereit durch das Fehlen von Niklas und Marc Decker abgerundet. Danny Sandhaas und Thomas Dautner kehren jedoch in den Kader zurück.

 

SV Oberachern II - FV Schutterwald

Im vorletzten Spiel vor der Winterpause gastiert der FV Schutterwald (5. Platz/29 Punkte) am Sonntag (14.30 Uhr) bei der Oberliga-Reserve des SV Oberachern (6./27). Trainer Frank Berger erwartet dort von seiner Mannschaft eine Reaktion auf die jüngste Heimniederlage.

Nach fünf Partien in Folge ohne Niederlage hat es den FV Schutterwald mal wieder erwischt. Gegen Aufsteiger Loffenau zeigte man seine wohl schwächste Darbietung in dieser Saison und verlor am Ende deutlich mit 0:3 gegen effektiv spielende Gäste.

Trotzdem will Schutterwalds Coach nicht den Teufel an die Wand malen. Somit verbrachte er die Woche mit einer sachlichen Analyse der Fehler, die man nun in Ober-achern vermeiden will. Das von Stefan Geppert trainierte Team musste sich zuletzt beim 0:1 gegen den VfB Bühl ebenfalls geschlagen geben.

Personell betrachtet sehnen die Grün-Weißen die Winterpause herbei, denn der Kader wird auch in Oberachern nicht größer sein als in den vergangenen Partien. Die Verletzten werden erst zur Vorbereitung auf die Rückrunde wieder dabei sein.

 

Freistett - Elchesheim

Der SV Freistett ist auch im vierten Spiel in Serie ungeschlagen, sammelte zuletzt zehn Zähler. Vom Weg Richtung Tabellenmittelfeld ist man nicht mehr weit entfernt. So sieht es auch Trainer Christian Faulhaber: »Mit der Erfolgsserie konnten wir uns etwas aus dem Tabellenkeller herausarbeiten und in Schlagdistanz zum Mittelfeld bringen. Nun sollten wir nicht nachlassen und weiter Gas geben. Im Auswärtsspiel in Ottenau konnten wir zwar einen Punkt retten, doch unsere Leistung war ein großer Rückschritt. Gegen Elchesheim wollen wir zeigen, dass dieser Leistungsabfall eine Ausnahme war.« Christian Faulhaber will unbedingt das letzte Heimspiel des Jahres gewinnen. Allerdings warnt er vor der starken Offensive der Gäste, die man im Kollektiv ausschalten will. Im Spiel nach vorne sollen seine Schützlinge mutig ihre Chancen suchen. Schließlich stehe mit der Rückkehr von Bastian Kropp in der Offensive eine weitere Alternative zur Verfügung, erklärt Faulhaber. Allerdings setzt er hinter den Einsatz des angeschlagenen Adrian Wettach noch ein dickes Fragezeichen. »Ansonsten steht mir der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung.«

 

Stadelhofen - Ottenau

Große Freude am ersten Spieltag der Rückrunde beim SV Stadelhofen. Das Team von Interimstrainer Markus »Käpps« Armbruster feierte in Altdorf den zweiten Saisonsieg und hat die »Rote Laterne«, die im Mührigwald-Sportpark hing, an den Rastatter SC weitergereicht. Für »Käpps« Armbruster war es der erste Sieg mit seinen Schützlingen, seit er das Kommando von Thomas Heilmann übernommen hat. »Die Freude war natürlich groß. Aber alle wissen, dass wir nachlegen müssen, wenn wir aus dem Tabellenkeller rauskommen wollen«, kennt sich der Coach im (Fußball-)Geschäft aus. »Bei uns hat in Altdorf alles gepasst - Einsatz und Laufbereitschaft sowie Zweikampfverhalten. Nur so kann man gewinnen. Wenn wir das jetzt gegen Ottenau wieder auf den Rasen bringen, ist der nächste Dreier möglich. Wenn Du aber 20 Prozent weniger bringst, dann reicht es nicht«, ist Armbruster überzeugt. Er hofft jedoch, dass dies die meisten Spieler inzwischen kapiert haben. Mit einem Heimsieg würde der SV Stadelhofen an den Ottenauern in der Tabelle vorbeiziehen und dann auch mit gestärktem Selbstvertrauen ins letzte Spiel des Jahres beim FV RW Elchesheim gehen. Es sind also noch sechs Punkte möglich.

Die Personalsituation hat sich allerdings nicht verbessert, auch wenn Ex-Oberligaspieler Aaron Zimmerer seine Rot-Sperre abgesessen hat und am Samstag wieder eingesetzt werden kann. Aber mit Marius Matt hat der SVS schon wieder einen »Rot-Sünder«, der gesperrt ist. »Jannick Harter und Moritz Dörflinger haben einen guten Job gemacht. Alle Spieler, die aus dem Kreisliga A-Kader hochgekommen sind haben wieder richtig Gas gegeben. Und Markus Kopf und Daniel Kirn haben gut gespielt. Das stimmt zuversichtlich, trotz der vielen Ausfälle, die wir haben«, blickt Markus Armbruster zuversichtlich dem letzten Heimspiel des Jahres entgegen.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 20
Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 20
3. Tom Schneider (FV RW Elchesheim) 18
4. Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 15
5. Timo Petereit (SC Durbachtal) 12
6. Arian Steiner (SC Hofstetten) 11
Florian Kleinschmidt (FV Würmersheim) 11
8. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 10
Florian Huber (FV RW Elchesheim) 10
10. Philip Keller (SV Bühlertal) 9
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