Landesliga 1 
Landesliga: SC Durbachtal in der Rolle des Favoriten
Davor Sikanja möchte vom FV Langenwinkel eine Steigerung zur vergangenen Woche sehen! Bildquelle Iris Rothe

Schutterwalds Gegner daheim ungeschlagen, Trainer Davor Sikanja möchte vom FV Langenwinkel eine Reaktion sehen

SC Durbachtal - FV Würmersheim

Am 9. Spieltag der Fußball-Landesliga empfängt der Tabellenzweite SC Durbachtal am Samstag (15.30 Uhr) den Aufsteiger FV Würmersheim im Durbacher Graf-Metternich-Stadion und hofft gegen den Tabellen-14. auf eine Fortsetzung des Höhenfluges.

Der neu gegründete Verein aus dem Rebland ist nach sechs Siegen in Folge so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Die Elf des Trainerduos Jan Haist/Thomas Brombach setzte mit dem jüngsten Auswärtserfolg bei der Oberliga-Reserve des SV Oberachern ein echtes Ausrufezeichen.

Doch nun ist der Fokus auf die Partie gegen den FV Würmersheim gerichtet, die man in der aktuellen Situation durchaus als Pflichtaufgabe bezeichnen könnte. »Die letzten Wochen waren für uns sehr erfolgreich. Vor allem weil es teilweise Siege gegen Topteams waren. Der Erfolg in Oberachern war sicherlich die Krönung dieser Serie«, resümiert Jan Haist und richtet dennoch mahnende Worte an sein Team: »Darauf dürfen wir uns jedoch keineswegs ausruhen. Diese Siege sind nur etwas wert, wenn wir diese Leistung weiterhin bestätigen.« Schließlich weiß Haist: »Wir müssen mit der gleichen Einstellung auch gegen Würmersheim in die Partie gehen. Denn wenn man nur wenige Prozente nachlässt, hat man es gegen jeden Gegner in dieser Liga schwer.« Hinzu kommt, dass der Aufsteiger aus Würmersheim ein noch unbekannter Gegner ist, der zum ersten Mal seine Visitenkarte im Durbachtal abgibt. Die Elf von Trainer Manuel Jung steht mit lediglich einem Saisonsieg schon früh im Abstiegskampf und benötigen demnach jeden Punkt.

Personell kehren Timo Petereit und Marius Gür wieder in den SCD-Kader zurück.

 

SpVgg Ottenau - FV Schutterwald 

Wenn der FV Schutterwald (5. Platz/13 Punkte) am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Landesliga bei der SpVgg. Ottenau (16./4) antritt, sind die Rollen auf dem Papier klar verteilt. Während die Grün-Weißen die letzten drei Spiele siegreich gestalten konnten, ist der Gastgeber in der laufenden Runde noch ohne Dreier.

Eine starke zweite Halbzeit brachte dem Schutterwälder Team von Trainer Frank Berger zuletzt einen verdienten 4:1-Heimerfolg gegen den FSV Altdorf ein, der die Partie in der ersten Halbzeit offen hielt, im Anschluss aber vor allem offensiv keinen Druck mehr aufbauen konnte. Für die Ottenauer lief in der ersten Hälfte beim Gastspiel in Bühl alles schief. 0:5 hieß es dort zur Pause gegen einen starken VfB, der im Anschluss etwas den Fuß vom Gas nahm. So konnte die Spielvereinigung immerhin noch den Ehrentreffer erzielen. Trotzdem war die Partie wohl ein deutlicher Fingerzeig, dass Ottenau in der dritten Saison nach dem Aufstieg ein schwieriges Jahr bevorsteht. Auf die leichte Schulter werden die Schutterwälder die Partie aber trotzdem nicht nehmen. Denn die SpVgg. Ottenau hat bislang erst drei Heimspiele absolvieren dürfen. Mit drei Unentschieden ist man auf eigenem Platz noch ungeschlagen und will dieses Serie am Sonntag ausbauen.

Personell wird Berger auf jeden Fall auf Sauer und Schneckenburger verzichten müssen. Zudem konnten Carus-Lacolade, Schillinger (beide angeschlagen) und Frädrich (beruflich bedingt) unter der Woche nur eingeschränkt trainieren.

 

Rastatter DJK/SC - FV Langenwinkel

Schon zum zweiten Mal kreuzt der FV Langenwinkel (9. Platz/11 Punkte) in dieser Saison mit dem Rastatter SC/DJK (13. Platz/5 Punkte) die Klingen. Morgen (16 Uhr) wiederholt sich die Konstellation aus der ersten SBFV-Pokalrunde, seinerzeit siegten die Ortenauer knapp mit 2:1.

Aus heutiger Sicht sei dieser erste Vergleich laut Gästecoach Davor Sikanja »ein Muster ohne Wert«. Der Gegner gelte als hart agierende Mannschaft, die sich einige Karten abzuholen bereit sei. Rastatt verfüge über einen in Breite und Dichte guten Kader, was aus Langenwinkeler Sicht eine echte Hürde bedeute.

Für den FVL komme es darauf an, auf die enttäuschende 2:4-Heimniederlage gegen den SV Stadelhofen zu reagieren. »Wir haben nach der 2:1-Führung taktische Ordnung und Disziplin vermissen lassen, daraus müssen wir lernen«, hält Sikanja knapp fest. In Rastatt gelte es, eine spürbare Reaktion auf dem Platz zu zeigen, auch weil der Kontrahent unangenehm zu spielen sei. Die eng verlaufende Pokal-Partie sollte vom Grundsatz her zumindest noch im Hinterkopf sein.

Duschkin fällt länger aus

Personell stellt sich die Lage nicht ganz so vielversprechend dar. »Mehrere Spieler waren während der Woche krank. Ich hoffe, dass sie in Rastatt wieder mitwirken können und auch bei Kräften sein werden«, schildert Langenwinkels Coach. Bei Waldislaw Duschkin besteht mittlerweile Verdacht auf Kreuzbandriss, er wird voraussichtlich auf Monate hin ausfallen. Fehlen wird ebenso Robert Hartfiel (beruflich bedingt), während Viktor Drachner nach dem Urlaub wieder zur Verfügung steht.

 

Stadelhofen - Loffenau

Nach vier Unentschieden feierte Verbandsliga-Absteiger SV Stadelhofen am achten Spieltag mit dem 4:2 beim starken Aufsteiger FV Langenwinkel den ersten Saisonsieg. Und der war nach Aussage von SVS-Trainer Thomas Heilmann »aufgrund der ersten Halbzeit« auch verdient. Vor allem, wie die Mannschaft nach dem 1:2-Rückstand wieder ins Spiel zurückgefunden hat, sei schon beeindruckend gewesen. »Wir haben gekämpft und uns gegenseitig unterstützt. Sehr oft wurde die richtige Entscheidung getroffen und damit angeknüpft an die Leistung der ersten Halbzeit beim 1:1 gegen den SC Hofstetten«, lobt Heilmann seine Schützlnge.

Auf dem Papier ist die kommende Aufgabe der Renchtäler gegen Neuling TSV Loffenau als lösbar einzuordnen, zumal die Heilmann-Elf im heimischen Mührigwald-Sportpark auftritt. Doch der Trainer warnt vor zu großer Euphorie: » Das ist brutal gefährlich, auch die Loffenauer haben in der Landesliga am vergangenen Wochenende mit 4:1 gegen den SV Freistett ihren ersten Sieg notiert. Wir müssen alles raushauen, damit wir einen Heimsieg holen.« Thomas Heilmann wird voraussichtlich der gleiche Kader wie zuletzt in Langenwinkel zur Verfügung stehen. Und erfolgreiche Teams sollte man bekanntlich nicht ohne Not ändern.

 

Freistett - Oberachern II

Nach acht Partien nur vier Zähler - in Freistett wartet man weiter auf einen Befreiungsschlag. Am achten Spieltag der momentane Tiefpunkt mit der deutlichen Niederlage beim Neuling und bis vergangenen Sonntag Schlusslicht, dem TSV Loffenau. SVF-Trainer Christian Faulhaber: »Wir haben es in Loffenau verpasst selber in Führung zu gehen und nach dem Rückstand haben wir jegliche Gegenwehr bzw. ein Aufbäumen gegen die Niederlage vermissen lassen. Mit dieser Mentalität und Körpersprache können wir gegen keinen Gegner in der Landesliga bestehen. Dies haben wir diese Woche alles angesprochen und die Niederlage aufgearbeitet«. Faulhaber erwartet jetzt eine Reaktion seiner Mannschaft und ist auch überzeugt, »dass wir bereits am Sonntag ein ganz anderes Freistetter Team auf dem Platz kämpfen sehen«. Zu was es dann gegen eine spielerisch starke Oberligareserve aus Oberachern reichen wird, werde man sehen.

Nach wie vor etwas angespannt ist die Personalsituation: Dominik Malsam ist nach seinem Nasenbeinbruch wieder ins Training eingestiegen, allerdings wird Toni Hagen aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Verletzungsbedingt Ausfallen werden weiterhin Björn Britz und Alain Nunoo und Kevin Sackmann ist noch im Urlaub.

 

FSV Altdorf - SC Hofstetten

Durch das 3:2 gegen Rastatt hielt der SC Hofstetten (4. Platz/16 Punkte) den Kontakt zur Liga-Spitze um den Top-Favoriten SV Bühlertal (1./22) und schraubte seine Heimbilanz auf optimale 12 Punkte. In den bisherigen vier Auswärtsspielen sprangen indes nur 4 Punkte heraus. Und am morgigen Samstag geht es zum durchaus heimstarken FSV Altdorf (6./13).

Trainer Martin Leukel schaute sich die Altdorfer beim 1:2 gegen den Tabellendritten VfB Bühl und zeigte sich beeindruckt, wie der FSV fast eine Stunde in Unterzahl läuferisch und kämpferisch bis zum Abpfiff alles gegeben habe. Nach zwei Niederlagen in Folge (zuletzt ein klares 1:4 in Schutterwald) dürfte diese Grundeinstellung bei den Altdorfern auch am Samstag ausgeprägt sein. »Das wird ein schweres Spiel für uns«, weiß Leukel, sagt aber auch: »Wir sollten auswärts mal wieder gewinnen.«

»Zum Glück« habe sein Team gegen einen »unangenehmen und körperlich überlegenen« Rastatter SC/DJK nach dem 1:2 noch die Kurve bekommen. Doch im spielerischen Bereich habe einiges nicht funktioniert. Durch den vierten Heimsieg habe man jedoch im ersten Drittel der Liga nun »den Anker geworfen«, so Leukel, der wie alle beim Sportclub »sehr überrascht« gewesen sei, dass Marc Hengstler kurzfristig grünes Licht für einen Einsatz gegeben habe. Der Ex-Hausacher kennt sich eben aus, was leidige Bändergeschichten im Sprunggelenk betrifft. Dort bestens mit Tape stabilisiert, zeigte er eine starke Leistung.

Dafür muss Leukel neben den Langzeitverletzten morgen auf Michael Krämer und Yannic Schulz verzichten, die im Urlaub sind, dazu auf den erkrankten Leon Busse und Timo Singler, der beruflich noch im Ausland ist.

 

 

 

 

 

 

 


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 20
Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 20
3. Tom Schneider (FV RW Elchesheim) 18
4. Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 15
5. Timo Petereit (SC Durbachtal) 12
6. Arian Steiner (SC Hofstetten) 11
Florian Kleinschmidt (FV Würmersheim) 11
8. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 10
Florian Huber (FV RW Elchesheim) 10
10. Philip Keller (SV Bühlertal) 9
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