Landesliga 1 
Emotionaler Abschied für Martin Leukel vom SC Hofstetten
Hoch soll er leben (auch in seiner Trainerauszeit)! Martin Leukel nach seinem letzten Spiel mit dem SC Hofstetten. Bildquelle Werner Bauer

Nach dem letzten Saisonspiel in der Fußball-Landesliga gegen Meister SV Bühlertal (0:1) rückte beim SC Hofstetten der Abschied von Martin Leukel in den Mittelpunkt. Der Cheftrainer, dem der Sportclub viel zu verdanken hat, genoss am Ende das Bad in der Menge, auch gut 400 Zuschauer drückten ihm Dank und Respekt aus. 

»Eigentlich ist schon alles gesagt, doch so einfach geht es doch nicht«, begann Vorstandssprecher Edgar Mäntele das Wirken des überaus beliebten Coachs in Hof­stetten zu erläutern. »Im Januar 2014 hattest du uns als Trainer zugesagt, als wir auf dem 4. Platz der Landesliga standen. Doch nach einer unglaublichen Niederlagenserie in der Rückrunde sind wir noch abgestiegen«. Das erste, an was Mäntele damals dachte: »Kommt er trotzdem zu uns?« Der Polizist blieb seinem Wort treu, wurde gleich Vizemeister der Bezirksliga und kehrte nach einem Aufstiegskrimi durch Elfmeterschießen - zweimal 2:2 gegen Ottersdorf - direkt in die Landesliga zurück. Nach dem ersten Jahr mit souveränem Klassenerhalt folgte mit der Saison 2016/17 eine für die Geschichtsbücher: Meister der Fußball-Landesliga, zweiter Aufstieg des SC Hofstetten in die Verbandsliga Südbaden. Der größte von etlichen Erfolgen für Leukel in seiner langen Trainertätigkeit. Nach dem zu erwartenden Abstieg in die Landesliga wollte Leukel noch eine Saison dranhängen, um das Team zu stabilisieren. Auch das ist ihm mit Platz 6 und 50 Punkten gelungen. »Die fünf Jahre mit Martin Leukel bleiben unvergessen«: Darüber waren sich Mannschaft und Vorstand an diesem Abend mit schönen Abschiedsgeschenken einig. 

»Da haben sich zwei gesucht und gefunden«

Und wie stuft Leukel selbst sein halbes Jahrzehnt beim SCH ein? »Da zitiere ich einfach das Vorwort des Vorstands im Stadionheft«, schmunzelt der 55-jährige Hausacher: »Da haben sich zwei gesucht und gefunden«. Es habe »einfach alles gepasst in diesen fünf Jahren«, betont er, »die Identifikation mit dem Verein, der Umgang mit Vorstand, Trainerkollegen, Spielern und Fans - hinzu kam sportlicher Erfolg«. Nach dieser »so tollen Zeit«, wie Leukel sagt, »hat mich der Abschied emotional stark mitgenommen«. Dass ihm bei seinen offiziellen Abschiedsworten die Stimme versagte, spricht für sich. »Und die Party auch mit unseren erfolgreichen Fußballfrauen und den Bühlertalern, die lange geblieben sind, war nochmal SC Hofstetten live«, lächelt der dreifache Familienvater, dessen zwei Söhne beim FC Fischerbach spielen und dessen Tochter beim SCH kickt.

Mit Ehefrau Beate, treue Begleiterin auch auf all den Sportplätzen, kann Leukel künftig die Wochenenden freier planen. Die Auszeit nach 24 Trainerjahren in Folge - zuvor SV Hausach II (mit Aufstieg), VfR Hornberg (mit Aufstieg), SV Oberharmersbach (mit Aufstieg), SG Prechtal und FC Kirnbach (mit historischem Aufstieg in die Bezirksliga) - »gönne ich mir jetzt«, so Leukel. Wie lange sie wohl dauert? Das lässt er offen, weiß aber eines: »Ich bleibe dem SC Hofstetten emotional verbunden«.


Top-Torjäger der Liga

1. Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 28
2. Jan Philipowski (SC Durbachtal) 26
Darwin Jacinto Sabando Cedeno (VfB Bühl) 26
4. Tom Schneider (FV RW Elchesheim) 20
5. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 19
6. Florian Huber (FV RW Elchesheim) 18
7. Timo Petereit (SC Durbachtal) 17
8. Philip Keller (SV Bühlertal) 16
9. Arian Steiner (SC Hofstetten) 14
10. Hakan Ilhan (FV Langenwinkel) 13
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