Kreisliga A Süd 
Heißes Derby zwischen Steinach und Hausach
Der SC Lahr II um Mick Keita (Mitte) will auch Sonntag im Heimspiel gegen den FV Biberach jubeln können. Bildquelle Marc Faltin

Der zweitplatzierte SV Steinach empfängt zum Derby den SV Hausach, während Spitzenreiter SC Lahr II sich gegen Biberach schadlos halten möchte. Der VfR Hornberg und die SpVgg Schiltach stehen zuhause gehörig unter Druck.

SC Lahr II - FV Biberach (Sonntag, 15 Uhr)

Tabellenführer SC Lahr (62 Punkte), der punktgleich mit dem SV Steinach ist, will sich auf eigenem Platz gegen den FV Biberach (6. Platz/42 Punkte) schadlos halten, doch SC-Trainer Christoph Gallus warnt: „Biberach ist ein richtiges Kaliber. Zwar geht es für sie um nicht mehr viel, allerdings können sie an einem guten Tag jeden in der Liga schlagen.“ Sein Team wird natürlich voll auf Sieg spielen. „Wenn wir in der Defensive 90 Minuten hoch konzentriert arbeiten und in der Offensive unsere Chancenverwertung verbessern, werden wir die drei Punkte bei uns behalten“, ist Gallus überzeugt.

Beeindruckt vom Gegner zeigt sich Biberach-Coach Nico Schlieter. „Lahr II hat eine sehr junge, dynamische und spielstarke Mannschaft, bei der man sieht, dass alle eine gute Ausbildung haben. Wir wollen trotzdem wie im Hinspiel wieder ein unangenehmer Gegner sein und ihnen die Stirn bieten.“ Spielerisch, da macht sich der langjährige Oberligaspieler nichts vor, sei die Aufgabe „nicht machbar“. Schlieter: „Wir werden viel ohne Ball laufen, aber das müssen wir annehmen.“

DJK Prinzbach - FV Dinglingen (Sonntag, 15 Uhr)

Die DJK Prinzbach (11. Platz/34 Punkte) könnte sich mit einem Heimsieg gegen den FV Dinglingen (4./43.) frei von allen Abstiegssorgen machen. Die Gäste, für die es um nichts mehr geht, kassierten zuletzt gegen Kuhbach/Reichenbach (0:2) und am Dienstag gegen die SG Dörlinbach-Schweighausen (1:4) zwei Niederlagen.

SC Kuhbach/Reichenbach - SV Oberwolfach II (Sonntag, 15 Uhr)

Für die Tabelle keine große Bedeutung mehr hat die Partie des SC Kuhbach/Reichenbach (5. Platz/43 Punkte) gegen den SV Oberwolfach II (3./50.). Doch für SC-Coach Stephan Schmid ist klar: „Im letzten Heimspiel wollen wir natürlich punkten, auch wenn Oberwolfach sehr spielstarke Jungs hat, die läuferisch immer 100 Prozent geben.“ Das macht es schwer gegen die nach Lahr zweitbeste Rückrundenmannschaft. Fehlen werden Lukas Himmelsbach (Urlaub) und Adrian Singler (verletzt).

SV Steinach - SV Hausach (Sonntag, 15 Uhr)

Drei Punkte und 3:0 Tore gab es für den SV Steinach (2. Platz/62 Punkte) am Grünen Tisch, weil Gegner FV Ettenheim im Nachholspiel nicht antrat. Gegen den SV Grafenhausen schoss die Weis-Truppe „reguläre“ fünf Tore bei keinem Gegentreffer und rückte dem SC Lahr II gehörig auf die Pelle, auch was das Torverhältnis anbelangt. Der SVS liegt nur noch vier Tore hinter dem Spitzenreiter, der in Orschweier in der Schlussminute noch 3:2 siegte. Nun will der SV Steinach im letzten Heimspiel erneut ein paar Treffer landen, doch da will der SV Hausach (8./41) auch noch ein Wörtchen mitreden.

Der SVH sicherte sich mit dem 3:1 gegen die DJK Prinzbach die Klasse. „Endlich eine Reaktion“, freut sich SVH-Trainer Armin Badke. „Jetzt spielen meine Jungs gegen ihren künftigen Trainer“, erinnert er daran, dass der Steinacher Trainer Patrick Weis ab der kommenden Saison die Hausacher Spieler coacht. „Das ist eine großartige Chance, sich ins Schaufenster zu stellen“, lächelt Badke. Seine Jungs hätten weder etwas zu verlieren noch zu verschenken und wollen Steinach das Maximum abverlangen. Mikail Süme verletzte sich am Knie und fällt für längere Zeit aus. Patrik Schmider hat seine Gelbrot-Sperre abgesessen und ist zurück im Team.

SC Kuhbach-Reichenbach - SV Oberwolfach II (Sonntag, 15 Uhr)

Die Partie gegen den SC Kappel fiel aus, da das Schlusslicht nicht antrat, so gab es drei Zähler und 3:0 Tore aufs Konto des SV Oberwolfach II (3. Platz/53 Punkte). „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Trainer Thomas Springmann. Die Wolftäler sind „hervorragender Dritter“, am „undankbaren“ Tabellenstand gibt es nichts mehr zu rütteln. Trotzdem wolle die SVO-Reserve in den beiden verbleibenden Partien noch ein paar Zähler einfahren - auch beim SC Kuhbach-Reichenbach (5./43) trotz nach wie vor angespannter Personalsituation. „Das wird schwer, die Truppe meines geschätzten Kollegen Stephan Schmid ist derzeit nur schwer zu bezwingen“, so Springmann. Doch alle würden sich auf dieses letzte Auswärtsspiel freuen.

SV Mühlenbach - SC Orschweier (Sonntag, 15 Uhr)

„Endlich der sichere Klassenerhalt!“, freut sich Marcel Volk, Spielausschussvorsitzender des SV Mühlenbach (7. Platz/41 Punkte), über das 6:1 gegen die SG Dörlinbach/Schweighausen. In der Höhe sei der Sieg verdient gewesen, da vom Gegner kein Aufbäumen mehr gekommen sei. „Was unsere Mannschaft in den letzten Wochen zeigte, ist echt stark. Da gehört auch unsere Zweite dazu“, lobt Volk die „super Mannschaftsleistung“. Natürlich soll das letzte Heimspiel gegen den SC ­Orschweier (14./30) auch gewonnen und dann sogar der 4. Platz angegriffen werden.

VfR Hornberg - SV Grafenhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Schon die Vorzeichen seien für den VfR Hornberg (12. Platz/32 Punkte) nicht optimal gewesen, als die Innenverteidiger Daniel­ Urso und José Quesada in Ettenheim ausfielen. „Trotzdem ging es gut los, mit drei zwar ungenutzten, aber sehr guten Torchancen und dem verdienten 1:0 durch Mario Schwendemann“, so VfR-Trainer Thomas Stuber. Durch zwei Abstimmungsfehler in der neu formierten Abwehr gerieten seine Jungs dann in Rückstand. „In Hälfte zwei ging nicht mehr viel, der FV Ettenheim war nicht viel besser, aber effektiver“, sagt Stuber über das 1:3. Nun muss er erst einmal schauen, wer gegen den Tabellenvorletzten SV Grafenhausen (15./22) auflaufen könne, da einige Spieler angeschlagen seien. „Aber egal, wer auf dem Platz steht, es müssen drei Punkte her.“

SpVgg Schiltach - FV Ettenheim (Sonntag, 15 Uhr)

Die SpVgg Schiltach (13. Platz/30 Punkte) muss gegen den FV Ettenheim (9./40) dringend drei Zähler einfahren, um nicht vollends in den Abstiegsstrudel zu geraten. Zuletzt gab es ein 1:2 beim FV Biberach - wieder fehlte den Jungs von Trainer Mathias Stehle bei einem guten Auftritt das nötige Glück.


Top-Torjäger der Liga

1. Ümit Sen (SC Orschweier) 23
2. Marvin Weber (FV Ettenheim) 21
3. Mick Keita (SC Lahr 2) 19
4. Frederic Burger (SV Oberwolfach II) 18
5. Flavius-Nicolae Oprea (SpVgg Schiltach) 16
6. Robin Schmidt (SV Steinach) 15
7. Jonas Hiller (SV Grafenhausen) 14
Nando Schoner (SC Lahr 2) 14
Bastian Bodnik (SC Kappel) 14
Nico Schlieter (FV Biberach) 14
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