Bezirksliga Herren 
Bezirksliga: Zeller FV peilt nächsten Schritt aus dem Keller an
Jonathan Riehle (links) will mit dem SV Oberschopfheim nach dem Sieg in der Vorwoche am Sonntag beim Gastspiel in Elgersweier nachlegen. Bildquelle Peter Heck

Gelingt am Samstag in Oberkirch der dritte Sieg in Folge? / Ichenheim bereits heute Abend in Lahr / Saison-Aus für Niederschopfheims Unrau

Am 11. Spieltag der Fußball-Bezirksliga müssen sich die Sportfreunde Ichenheim schon am Freitag Abend bei der Verbandsliga-Reserve des SC Lahr beweisen, während Kellerkind Zeller FV am Samstag beim SV Oberkirch den dritten Sieg in Folge anstrebt. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der SV Oberharmersbach im Verfolgerduell beim Tabellendritten FSV Seelbach. Der FV Sulz ist nach der jüngsten Niederlage beim FV Unterharmersbach auf Wiedergutmachungskurs, um den Anschluss zur Spitzengruppe zu halten.

Lahr II - Ichenheim (Freitag, 19.15 Uhr)

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die Verbandsliga-Reserve des SC Lahr beim Aufsteiger SV Renchen. Gegen die zweitbeste Offensive der Liga unterlag die Elf von Trainer Andrej Zerr mit 0:6. Tabellarisch hat dies ein Abrutschen auf Rang neun zur Folge. Um nicht näher an die Abstiegszone heranzukommen, muss der Sportclub auf heimischem Rasen etwas Zählbares gegen Ichenheim einfahren.

Im Großen und Ganzen war Ichenheim-Trainer Christian Thau mit der Leistung seiner Jungs im Derby gegen Liga-primus SV Niederschopfheim zufrieden. „Wir haben gut dagegengehalten, gegen Ende ist uns aber leider etwas die Puste ausgegangen“, resümierte er die 3:5-Niederlage kurz. In Lahr wollen die Sportfreunde nun endlich wieder punkten, im besten Fall dreifach. Aufgrund der technisch gut ausgebildeten Spieler des Gastgebers rechnet Thau jedoch mit einem harten Brocken. „Auf dem Kunstrasen dürfen wir defensiv nichts zulassen. Dann haben wir die Chancen, dort als Sieger vom Platz zu gehen.“ Während Jonathan Reichenbach nicht zur Verfügung steht, sind Moritz Lieb und Enzo Rennwald wieder dabei.

 

Oberkirch - Zell a. H. (Samstag, 15.30 Uhr)

Vor heimischem Publikum konnte der Zeller FV zuletzt gegen den VfR Elgersweier den zweiten Sieg in Folge landen. Dementsprechend zufrieden äußerte sich Co-Trainer Jochen Armbruster nach dem 3:2: „Obwohl wir es wieder verpasst haben, den Deckel drauf zu machen, freuen wir uns, den Vorsprung ins Ziel gebracht zu haben.“ Zwar rangiert die Truppe von Trainer Patrick Hummel immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, mit einem Auswärtssieg beim SV Oberkirch wäre der Anschluss ans Mittelfeld jedoch endgültig hergestellt. „Wir wollen auf dem großen Platz schnell in die Offensive spielen und die Kontergelegenheiten nutzen“, strebt Armbruster die volle Punkteausbeute an.

 

Seelbach - O’harmersbach

Eine taktisch disziplinierte Leistung zeigte der SV Oberharmersbach im Heimspiel gegen den SV Freistett und schlug den Landesliga-Absteiger am Ende deutlich mit 4:0. Dementsprechend zufrieden war Spielertrainer Normen Armbruster nach dem zweiten Sieg in Folge: „Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen und waren über Konter immer sehr gefährlich.“ Beim Tabellendritten in Seelbach rechnet der Coach mit einer harten Nuss. „Wir wissen um die Stärken des Gastgebers, da kriegen wir nichts geschenkt“, so Armbruster, der trotzdem mindestens einen Punkt holen und den positiven Trend fortführen möchte. Mit der vollen Punkteausbeute könnte der SVO sogar mit dem direkten Konkurrenten gleichziehen und an die Spitzengruppe andocken.

 

Elgersweier - O’schopfheim

Mario Roth, Trainer des VfR Elgersweier, sprach nach dem knappen 2:3 bei Kellerkind Zeller FV von einer schmerzhaften Niederlage, da man den Sprung ins Tabellenmittelfeld verpasst hat. „Wir haben uns von der Heimstärke des Gegners überraschen lassen und waren vor dem Tor einfach nicht konsequent genug.“ Vor heimischem Publikum erwartet Roth gegen den nur einen Punkt besseren SV Oberschopfheim einen heißen Tanz. „Die Gäste verfügen über eine spielstarke Offensive, da müssen wir konzentriert agieren“, so der Coach, der alles in die Waagschale werfen will, um mindestens einen Punkt zu Hause zu behalten.

„Bis zum 3:1 haben wir gut gespielt, im Anschluss konnten wir aber nichts mehr draufpacken. Zum Glück haben wir den Sieg über die Zeit gebracht“, zog Oberschopfheims Trainer Alexander Zehnle ein kurzes Resümee nach dem knappen 3:2-Erfolg gegen Schlusslicht Haslach. In Elgersweier rechnet er mit einer Partie auf Augenhöhe. „Das wird keine einfache Aufgabe für uns. Nichtsdestotrotz möchten wir nach dem jüngsten Erfolg nachlegen“, so Zehnle.

 

Unterharmersbach - Sulz

Von einem verdienten Punktgewinn sprach Unterharmersbachs Co-Trainer Manuel Jilg nach dem 1:1 beim VfR Willstätt: „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und waren in Durchgang zwei die bessere Mannschaft. Da wäre vielleicht sogar ein Sieg möglich gewesen.“ Nun erwartet der Tabellensechste den nur zwei Punkte besseren FV Sulz, der vergangene Woche keine Punkte einheimsen konnte. „Obwohl die Gäste noch zu keiner Konstanz in dieser Saison gefunden haben, müssen wir aufgrund der technisch starken Einzelspieler mit einer ganz schwierigen Aufgabe rechnen“, weiß Jilg und fügt an: „Nach zwei Unentschieden in Folge streben wir vor heimischem Publikum wieder die volle Punkteausbeute an.“ Jedoch sind die Einsätze von Stefan Schwarz, Philipp Geppert und Matthias Lehmann noch fraglich.

Die 0:1-Niederlage zu Hause gegen den SV Oberkirch war für den FV Sulz und Trainer Jan Herdrich mehr als enttäuschend. „Wir hätten zur Pause deutlich führen müssen, waren in der Chancenverwertung aber einfach nicht konsequent genug.“ In Unterharmersbach rechnet er mit einem schwierigen und kampfbetonten Spiel, in dem viele hohe Bälle verteidigt werden müssen. „Wir sind dazu verdammt, dort die Punkte zu holen, welche wir vergangene Woche leichtfertig haben liegen lassen. Deshalb wollen wir mindestens ein Remis erreichen“, sagt Herdrich, der sich endgültig in der Spitzengruppe festsetzen möchte.

 

N’schopfheim - Willstätt

Alles in allem sprach Niederschopfheims Trainer Dominic Künstle von einem verdienten 5:3-Derbysieg gegen Ichenheim. „Im ersten Durchgang haben wir zu viele Fehler gemacht. Diese konnten wir jedoch nach der Pause abstellen und spielerisch nachlegen.“ Damit hat der SVN seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte ausgebaut. Auch im Heimspiel gegen den VfR Willstätt möchte der Ligaprimus dreifach punkten, obgleich dies keine einfache Aufgabe wird. „Die Gäste haben starke Einzelspieler und sind vor allem in der Defensive gut organisiert. Deshalb müssen wir klar und zielstrebig nach vorne spielen“, gibt Künstle die Marschrichtung vor. Torwart Robert Unrau wird mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfallen. Auch

Joel Münchenbach, Özgür Kaya (beide verletzt) und Benedikt Oschwald (krank) werden nicht im Kader stehen.

 

Rust - Haslach

Nach zwei bitteren 2:3-Niederlagen gegen den damaligen Tabellenletzten Zeller FV und nun beim SV Oberschopfheim ist die Negativserie des SV Haslach auf acht pluspunktlose Spiele angewachsen. Am Sonntag (15 Uhr) geht es für das Schlusslicht gegen den SV Rust nicht nur um das dringende Ende dieser Horrorserie, sondern um den Anschluss generell. Schließlich reist der Aufsteiger aus dem Europa-Park-Dorf auf Rang 13 stehend mit elf Punkten an, während der SVH auf Platz 16 weiterhin nur vier Zähler aus den ersten beiden Saisonspielen hat.

„Phasenweise war die Leistung in Oberschopfheim richtig gut, wo eine 2:0-Führung möglich und auch verdient gewesen wäre“, erklärt Trainer Michael Rauer, „und in der Schlussphase hat die Mannschaft viel Druck aufgebaut und hätte das 1:3 noch ausgleichen können.“ Auf jeden Fall mache dieses Auftreten Mut, was auch für das Comeback von Marco Baier sowie die Debüts der A-Jugendspieler Rocco Antoniak und Simon Lehmann gelte. Am Sonntag ist wieder Urlauber David Favara im Kader und das Ziel klar: „Wir müssen gewinnen, um dran bleiben zu können“, betont Rauer.

Psychologisch im Vorteil ist aber auf jeden Fall der Gast, der zuletzt den ambitionierten FSV Seelbach mit 4:2 bezwang. Der SVH wiederum sollte sich an sein souveränes 3:1 im Bezirkspokal im Hochsommer gegen den SV Rust erinnern.


Top-Torjäger der Liga

1. Lionel Labad (SV Niederschopfheim) 18
2. Stefan Schwarz (FV Unterharmersbach) 17
3. Sascha Roth (FSV Seelbach) 12
Fabian Schoch (SV Renchen) 12
Mohamed Houha (SV Freistett) 12
6. Ivelin Momchilov (SV Rust) 11
7. Gibbi Bah (Zeller FV) 10
Fabian Kloos (FSV Seelbach) 10
9. Dimitri Holm (SV Oberschopfheim) 9
Georg Boser (SV Oberharmersbach) 9
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