2. Bundesliga 
SC Freiburg: Dritter Versuch gegen Union Berlin
Nils Petersen Bildquelle dpa

Nach den Niederlagen in Dortmund und gegen Düsseldorf empfängt der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) im Schwarzwald-Stadion den 1. FC Union Berlin, der nicht zu seinen Lieblingsgegnern zählt, denn die Breisgauer haben in dieser Saison schon zweimal gegen den Aufsteiger verloren. Freiburg kann aber wieder mit Luca Waldschmidt und Robin Koch planen.

„Keiner will zum dritten Mal gegen eine Mannschaft verlieren“, sagte SC-Trainer Christian Streich, „aber wir sollten da jetzt positiv dran gehen und nicht zu viel Druck aufbauen.“ Die Freiburger sind kurz nach dem Hinspiel, das sie 0:2 verloren, in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Union ausgeschieden. „Sie sind sehr aggressiv ausgerichtet, wie wir es schon erlebt haben, sie verteidigen nach vorne und versuchen, jeden Angriff und jedes Umschaltspiel zu unterbinden“, erklärte Streich.

Effizienz verbessern
Deswegen seien seine Spieler „individuell im Eins-gegen-eins gefragt“, er wünscht sich aber auch, dass sie sich „durch taktisch gutes Spiel Freiräume schaffen“. Dass die Freiburger erst auf vier Tore in den sieben Rückrundenspielen kommen, nachdem sie in der Hinrunde 27 erzielten, liegt vor allem an der fehlenden Effizienz. Die Anzahl an Torschüssen und -chancen hat sich nicht verringert. „Wir hatten für ein Auswärtsspiel in Dortmund eine angemessene Chancenzahl, und im Heimspiel gegen Düsseldorf in der zweiten Halbzeit genügend“, sagte der SC-Coach, „so lange wir Torchancen haben, ist das positiv.“ Jetzt gehe es darum, dass die vorletzten und letzten Pässe noch etwas besser kommen, dass die erste oder zweite Chance auch mal genutzt werde, die Spieler aber auch „nicht verkrampfen“ - „wir müssen den Strafraum gut besetzen und mit letzter Überzeugung in der Box arbeiten.“

Vielleicht kann gegen Union auch Waldschmidt dazu beitragen, die Torflaute zu beenden. Der Stürmer hat seine Adduktorenprobleme überwundenen, genau wie Innenverteidiger Koch einen Magen-Darm-Infekt. Nachdem beide in Dortmund ausgefallen waren, dürften sie am Samstag wieder zum Kader gehören, Koch wahrscheinlich auch zur Startelf, da Janik Haberers Einsatz fraglich ist. Der Mittelfeldspieler musste letztes Wochenende wegen einer Zerrung ausgewechselt werden.

„Leichtigkeit fehlt“
Nils Petersen, der in Dortmund die beste Chance vergab, könnte mit einem Tor gegen Union nicht nur seinem Team helfen, sondern auch eine persönliche Bilanz aufbessern. Der Aufsteiger ist der einzige aktuelle Bundesligist, gegen den der 31-Jährige noch nicht getroffen hat. „Egal welcher Gegner jetzt kommt, wenn man als Stürmer ein paar Spiele nicht getroffen hat, will man unbedingt wieder treffen“, sagte Petersen. Für das Team wäre es wichtig, „mal wieder einen reinzustolpern, erklärte er, „wir waren verwöhnt in der Hinrunde, die Leichtigkeit vermissen wir“. Der SC-Rekordtorjäger betonte, dass auch er keinesfalls ein drittes Mal gegen den Aufsteiger verlieren will. „Union hat sich zweimal gut präsentiert, das muss man neidlos anerkennen, aber das ist Motivation für uns.“

Für das bis auf 62 Gästekarten ausverkaufte Heimspiel gibt es übrigens keine Einschränkungen wegen des Coronavirus. Im Schwarzwald-Stadion wurden zusätzliche Spender mit Desinfektionsmitteln installiert, ansonsten verweist der Sport-Club auf die Hygiene-Empfehlungen der Institute und Behörden, und das gelte „auch beim Umgang zwischen Fans und Spielern“. Die Freiburger Profis haben nach Angaben von SC-Pressesprecher Sascha Glunk darum gebeten, dass die Fans nach dem Spiel auf Umarmungen und Selfies verzichten. Ein offizielles Verbot von Autogrammen und Fotos wie bei anderen Bundesligisten wie dem FC Bayern und Dortmund gibt es aber nicht.


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