2. Bundesliga 
Nächster Sargnagel für den Karlsruher SC
KSC-Torhüter Benjamin Uphoff Bildquelle dpa

Der Karlsruher SC konnte den Aufwärtstrend aus dem siegreichen Derby in Sandhausen nicht nutzen und kassierte gegen den 1. FC Nürnberg eine ganz bittere 0:1-Niederlage

Enttäuschend schwach, beängstigend schlecht - Fußball-Zweitligist Karlsruher SC brachte am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg keinen Fuß vor den anderen und kassierte im Kellerduell des 24. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga eine verdiente 0:1-Niederlage. Statt ihren Auswärtssieg zuletzt im nordbadischen Derby in Sandhausen vor dem eigenen Publikum mit drei Punkten vergolden oder mit einem Unentschieden wenigstens versilbern zu können, kickten die Wildparkprofis nur Blech zusammen.

Nürnberg störte früh
KSC-Coach Christian Eichner schickte zunächst die Mannschaft auf den Platz, die fünf Tage zuvor den Grundstein zum 2:0-Erfolg in Sandhausen gelegt hatte. Besser aus den Startblöcken aber kamen die Franken. Nürnberg ging früh ,,drauf" und unterband mit diesen nervenden Störversuchen lange Zeit ein geordnetes Aufbauspiel der Badener.

Der KSC musste oft hinten herum spielen - auch über Torhüter Benjamin Uphoff. Und dessen Spieleröffnung war natürlich nicht die allerbeste. Auch bei ein, zwei Angriffen des FCN machte der KSC-Keeper keine gute Figur, weil er auf der Linie klebte. So kam Nürnbergs Georg Margreitter zu einer guten Kopfballchance, setzte die Kugel aber links am Karlsruher Kasten vorbei (16.). Die Wildparkprofis ihrerseits kamen erst in der 26. Minute zur ersten Ecke, die aber ebenso wirkungslos verpuffte, wie die folgenden drei in der ersten Halbzeit.
Immerhin: nach etwa einer halben Stunde hatten die Badener das leichte Übergewicht der Franken ausgeglichen und ließen eine gewisse Torgefahr erahnen. Die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen, ließen die Karlsruher jedoch kurz vor der Pause ungenutzt. Nach einer flachen Hereingabe von Manuel Stiefler von rechts fasste sich Philipp Hofmann kein Herz, und nach seiner Weiterleitung brauchte Burak Camoglu zu lange für seinen Abschluss, und wurde schließlich geblockt. 

Viele Ballverluste
Insgesamt waren beide Mannschaften in den ersten 45 Minuten offensiv zu schwach und im Abschluss nicht konsequent genug, um in Führung gehen zu können. Etwas näher am 1:0 dran warfen aber die Nürnberger, bei denen schon in der 37. Minute der frühere KSC-Spieler Enrico Valentini für den in den Augen von FCN-Trainer Jens Keller wohl indisponierten Oliver Sorg ins Spiel kam.    

  
Auch in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit war der 1. FC Nürnberg das bessere Team. Die Karlsruher gaben praktisch jeden gewonnenen Ball sofort wieder her - durch Fehlpässe, technische Unzulänglichkeiten und amateurhaftes Zweikampfverhalten. Deshalb kam der KSC fast nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus, geschweige denn in die Offensive.

KSC bettelte um Gegentor
Allerdings spielte Nürnberg im letzten Drittel auch nicht wie ein letztjähriger Bundesligist, sondern eher wie ein Abstiegskandidat.
Aber: der KSC bettelte nach wie vor um ein Gegentor - und wurde dementsprechend bedient. Nach einer Nürnberger Ecke ließ Torhüter Uphoff den Ball durch seine fangbereiten Hände gleiten und der Patrick Erras bedankte sich mit seinem Kopfball zum 0:1. In der 74. Minute bedeutete das den verdienten Führungstreffer für den 1. FC Nürnberg, der seinen Vorsprung in der Schlussviertelstunde mehr oder weniger problemlos über die Zeit brachte.


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