2. Bundesliga 
Karlsruher SC tritt auf der Stelle
KSC-Trainer Christian Eichner Bildquelle dpa

Erstes Tor und erster Punkt im Jahr 2020: Doch das 1:1 des Karlsruher SC im Aufsteigerduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfL Osnabrück war kein Befreiungsschlag, sondern eher ein Schritt Richtung Abstieg.

Die schlechte Nachricht aus dem Karlsruher Wildpark lautete am Sonntag: Das Team von Trainer Christian Eichner verschoss einen Elfmeter und brachte die 1:0-Pausenführung trotz 60-minütiger Überzahl nicht über die Zeit. ,,Zum Schluss war das 1:1 für den VfL verdient", räumte Eichner enttäuscht ein. ,,Das tut uns jetzt 48 Stunden lang weh. Aber in dieser Liga ist auch ein Punkt etwas wert."

Carlson verletzt
In der ersten halben Stunde tat sich nicht viel. Der KSC bemühte sich zwar, eine Linie zu finden, ein bisschen besser im Spiel war aber der VfL. Nach der ersten Ecke für die Wildparkprofis überstürzten sich dann die Ereignisse. Osnabrücks bei Standards hinten aushelfende Spitze Assan Ceesay traf den Karlsruher Dirk Carlson mit dem Fuß voll am Kopf. Der musste ausgewechselt werden, Ceesay sah die Rote Karte (30.) - und mit dem fälligen Elfmeter scheiterte Marvin Wanitzek an VfL-Keeper Philipp Kühn (33.). 

Mit einem Mann mehr tat sich der KSC zunächst schwer, Osnabrück in Verlegenheit zu bringen. Das Spiel lief - allerdings mehr oder weniger unkoordiniert - nur noch Richtung VfL-Kasten. Und mit der letzten Chance vor der Pause glückte den Blau-Weißen dann doch noch der ersehnte Führungstreffer. Die vierminütige Nachspielzeit neigte sich dem Ende zu, als der KSC noch eine Ecke erzwang. Die war schon fast abgewehrt, als Philipp Hofmann energisch nachsetzte und mit dem 1:0 großen Jubel auf der Baustelle Wildparkstadion auslöste.
Nach dem Seitenwechsel war die Überzahl der Karlsruher nicht mehr zu erkennen. ,,Wir sind von Minute zu Minute weiter nach hinten gerückt", bedauerte Eichner. Zum Glück für den KSC stand VfL-Kapitän Marc Heider vor seinem vermeintlichen Ausgleichstor im Abseits (60.). Knapp zehn Minuten später war Fortuna erneut auf Seiten der Badener: Nach einer Flanke kam Niklas Uwe Schmidt nur mit den Haarspitzen an den Ball, sonst hätte KSC-Keeper Benjamin Uphoff wohl das Nachsehen gehabt (69.). 

Fink scheitert
Osnabrück war in Unterzahl die bessere Mannschaft und dem 1:1 deutlich näher, als der KSC dem 2:0. In den Schlussminuten setzten die Niedersachsen noch mal alle Kräfte frei.
Als die Nachspielzeit angebrochen war, hätte KSC-Stürmer Anton Fink für endgültige Klarheit sorgen können, scheiterte aber an Kühn (90.+2). Und das wurde bestraft. In der vorletzten Szene der Partie ließ Schiedsrichter Florian Badstübner das Spiel nach einem Foul von Benjamin Girth am Karlsruher Daniel Gordon laufen, statt Freistoß für den KSC zu pfeifen, und Marcos Alvarez stellte im Anschluss prompt den allerdings verdienten Ausgleich zum 1:1 her (90.+3).


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