2. Bundesliga 
Karlsruher SC macht den ersten Schritt
Die Erlösung für den Karlsruher SC: Philipp Hofmann (r.) trifft per Kopf zum 1:0. Darmstadts Torwart Marcel Schuhen hat das Nachsehen. Bildquelle dpa

Der Neustart des stark vom Abstieg bedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC ist geglückt - sowohl wirtschaftlich als aus sportlich. Denn am ersten Spieltag nach der zehnwöchigen, Corona-Zwangspause spielten die Wildparkprofis am Samstag einen verdienten 2:0-Erfolg gegen das zuvor zehnmal ungeschlagenen Team von Darmstadt 98 ein.

Auf der zuschauerfreien ,,Baustelle Wildparkstadion", auf der sich die Umrisse des Neubaus schon deutlich abzeichnen, stellten Philipp Hofmann (66.) mit seinem zwölften Saisontreffer und Marvin Wanitzek (90.+6) den in dieser Saison erst vierten Heimsieg ihrer Mannschaft sicher. 
Am Tag zuvor hatte der KSC bekannt gegeben, dass er durch neue Vereinbarungen mit seinen beiden Hauptgläubigern Michael Kölmel (Entschuldungswirkung rund 11 Millionen Euro) und Vizepräsident Günter Pilarsky (Entschuldungswirkung rund 8,7 Millionen) seinen Schuldenstand von etwa 30 auf zehn Millionen Euro senken konnte und der Spielbetrieb dank eines 6-Millionen-Engagements des neu gegründeten ,,Bündnis KSC" bis zum 30. Juni 2021 finanziell gesichert ist.

Kompakte Mannschaftsleistung

Für neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt sorgten die Schützlinge von Trainer Christian Eichner mit einer vor allem in der Arbeit gegen den Ball sehr konzentrierten und kompakten Mannschaftsleistung. ,,Unser Sieg geht in Ordnung - unsere Mannschaft wollte die drei Punkte mehr", lobte der KSC-Coach seine Schützlinge nach dem zweiten Sieg unter seiner Regie: ,,Solche Spiele muss man mit Wille und Körpersprache auf seine Seite ziehen." Bei den großen Chancen der ,,Lilien" durch Yannick Stark (36.), Marvin Mehlem (51.) und Mathias Honsak (90.+5) hatte der KSC auch das nötige Glück. 
,,Das war ein Re-Start unter speziellen Voraussetzungen. Die Jungs haben das ganz gut gemacht. Wir waren läuferisch sehr gut unterwegs", interpretierte Sportdirektor Oliver Kreuzer die entsprechenden Daten, ,,und sind vier Kilometer mehr gelaufen, als Darmstadt." Mit der Offensivleistung seiner Mannschaft war Eichner aber nicht zufrieden. ,,Wir haben nicht gut in die Tiefe gespielt und im letzten Drittel vor dem Tor zu oft die falsche Entscheidung getroffen."

Starke Standards

Dafür zahlte sich aus, dass ,,Eiche" im einwöchigen Quarantäne-Trainingslager in der Sportschule Schöneck verstärkt Standardsituationen üben ließ. Nach der fünften KSC-Ecke scheiterte Daniel Gordon mit seinem Kopfball noch am Querbalken der Gäste (63.). Die sechste aber drückte Hofmann mit dem Fuß ins Netz der Hessen. ,,Und das war so ein Spiel", meinte Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis nach dem Abpfiff, ,,das die Mannschaft gewinnt, die in Führung geht."   
Insgesamt bezeichnete der KSC-Trainer die drei Punkte lediglich als ,,ersten Schritt" Richtung Klassenerhalt und forderte für die restlichen acht Endspiele die volle Konzentration und das totale Engagement aller Beteiligten: ,,Nur dann haben wir eine Chance."


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