2. Bundesliga 
Karlsruher SC: Geheime Vorbereitung auf Nürnberg
KSC-Trainer Christian Eichner Bildquelle dpa

Das Abschlusstraining des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC vor dem Süd-Klassiker am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Nürnberg fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Schließlich wollten die Wildparkprofis unbeobachtet ihren Matchplan für das Kellerduell einspielen. Und auf das, was sich Interimscoach Christian Eichner und sein Co-Trainer Zlatan Bajramovic taktisch und personell ausgedacht haben, sollten sich die Franken nicht einfach mit einem Trainingsbesuch einstellen können.

Eichner schwankte nach dem 2:0-Erfolg in Sandhausen wohl zwischen der alten, vom englischen 66er-WM-Trainer Sir Alfred Ramsey formulierten, Fußballweisheit „never change a winning team“ - ändere nie eine siegreiche Mannschaft - und der Idee, dem „Club“ mit der Doppelspitze Philipp Hofmann/Babacar Gueye zuzusetzen.

Pisot auf der Bank?
Es ist eher damit zu rechnen, dass der KSC-Coach auf die am Sonntag im nordbadischen Derby siegreichen Start­elf und Taktik setzt. Wie wäre Eichners Aussage sonst zu verstehen, als er sagte: „Wir wollen gegen Nürnberg so weitermachen, wie wir in Sandhausen in der ersten halben Stunde gespielt haben.“

KSC-Kapitän David Pisot wird aller Voraussicht nach zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen - vielleicht auch, weil seine quasi öffentlich vorgetragene Beschwerde über die Degradierung vom Stamm- zum Einwechselspieler bei Eichner gar nicht gut ankam. „Tennis ist eine Individualsportart - da kann ein Spieler sagen, tun und lassen, was er will“, stellte der KSC-Coach fest: „Fußball aber ist eine Mannschaftssportart. Da steht das Einzelinteresse hinter dem der Mannschaft. Wir tun gut daran, wirklich alles dem Klassenerhalt unterzuordnen.“

Erster Heimsieg 2020?
Das nächste Etappenziel auf dem steinigen Weg dahin sind drei Punkte gegen Nürnberg. Denn damit wäre der KSC (16./24 Punkte) in der Tabelle zumindest an Nürnberg (15./26 Punkte) vorbei. „Es ist Zeit für den ersten Heimsieg 2020“, spricht Eichner den KSC-Fans aus der Seele. Denn ihre Mannschaft hat zuletzt am 29. November vergangenen Jahres zuhause gewonnen - 4:1 gegen Regensburg. Seither gab es auf der Baustelle Wildparkstadion drei Niederlagen und ein Unentschieden.

 
Der „Club“ sei eine erfahrene Mannschaft, warnte Eichner. In der Tat: Nürnberg verfügt nicht nur über gestandene Bundesligaspieler, sondern auch über junge, talentierte Leute wie U 21-Nationalspieler Robin Hack, der schon sieben Tore erzielt hat. Außerdem spielen bei den Franken zwei Ex-Karlsruher: Fabian Schleusener (2017/18) und Enrico Valentini (2014-2017).

Geis zurück
„Club“-Trainer Jens Keller muss auf die gesperrten Asger Sörensen und Fabian Nürnberger verzichten. Konstantinos Mavropanos und Georg Margreitter fallen aller Voraussicht nach verletzungsbedingt aus. Dafür ist Johannes Geis nach seiner Gelb-Sperre wieder spielberechtigt.


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