2. Bundesliga 
Karlsruher SC beim HSV krasser Außenseiter
KSC-Trainer Christian Eichner Bildquelle dpa

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC tritt am Samstag (13) als krasser Außenseiter beim Hamburger SV an.

Drei Tage nachdem der Karlsruher SC als Favorit beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist (3:5 n.E.), steht dem Fußball-Zweitligisten ein Rollentausch bevor. Denn am Samstag (13 Uhr) beim Tabellenzweiten Hamburger S, sind die auf den vorletzten Platz abgerutschten Wildparkprofis krasser Außenseiter.

 

Was aus dieser Rolle heraus aber möglich ist, hat Saarbrücken den Karlsruhern am Mittwochabend gezeigt. ,,Wir wollen in Hamburg für eine Überraschung sorgen", sagt deshalb David Pisot fast ein wenig trotzig. Der KSC-Kapitän steht heute jedoch im Zentrum einer Abwehr, in der Daniel Gordon Gelb- und Damian Roßbach Rot-gesperrt fehlen. Christoph Kobald und Dirk Carlson sind die Vertreter. ,,Ich muss erst einmal schauen, wer nach den zwei Stunden im Pokal wieder 90 Minuten Gas geben kann - und wer mental den Anforderungen beim HSV gewachsen ist", sagt der neue Trainer Christian Eichner. Das, was die KSC-Spieler ihm und seinem Co-Trainer Zlatan Bajramovic in den fünf Tagen ihrer Amtszeit gezeigt hätten, ,,lässt uns aber guter Dinge nach Hamburg fahren."

,,Wir sind uns natürlich der Schwere der Aufgabe bewusst", zeigte Eichner Respekt vor dem HSV, der sich in der Winterpause mit ,,zwei Top-Spielern" verstärkt und die Nationalspieler Louis Schaub (Österreich)und Joel Pohjanpalo (Finnland) vom 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ausgeliehen haben.

,,Nur hinten reinstellen und verstecken - das ginge sicher nicht gut", meint Eichner. ,,Wir wollen Aktivität zeigen und Nadelstiche setzen. Vielleicht können wir ja mal in Führung gehen."

Das wäre tatsächlich eine Überraschung, denn der KSC hat - jahres- und wettbewerbsübergreifend - 454 Minuten oder über siebeneinhalb Stunden kein Tor mehr erzielt. ,,Ja, es ist eine harte Zeit", gibt Daniel Gordon zu. ,,Wir müssen aber einfach weiter an uns glauben, an den Weg, und müssen den Erfolg irgendwie erzwingen. Ein bisschen Glück brauchen wir dazu allerdings auch." 14 Spiele stehen noch auf dem Programm, ,,das sind 42 Punkte, die zu vergeben sind", rechnet Sportdirektor Oliver Kreuzer vor. In Hamburg wäre wohl schon der Gewinn eines Zählers als Erfolg zu werten.

 


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