SC Sand trotzt bei 2:1-Erfolg im DFB-Pokal allen Umständen
Beim SC Sand herrschte kollektive Freude über den erneuten Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Bildquelle foto2press
Die Bundesliga-Fußballerinnen des SC Sand haben das Achtelfinale im DFB-Pokal beim Ligakonkurrenten 1. FC Köln mit 2:1 (0:0) gewonnen.

Der Spielbeginn im mit Rasenheizung ausgerüsteten Franz-Kremer-Stadion verzögerte sich um eine Stunde, da die Profimannschaft des FC noch ein Training abhielt.

Die Sander Frauen bekamen den Wirbel um die Entlassung von FC-Coach Peter Stöger unmittelbar zu spüren. Da das Training der Männer von 10 auf 13 Uhr verlegt worden war und die Pressekonferenz im Geißbock-Heim dieses noch um eine weitere halbe Stunde verzögerte, wurde der ursprünglich auf 14 Uhr geplante Anpfiff des Pokalspiels der Frauen um eine Stunde nach hinten verschoben. »Aufgrund dieser Umstände und den Aktionen rund um das Spiel sind wir froh, dass wir eine Runde weiter sind«, sagte SC-Geschäftsstellenleiterin Claudia von Lanken unmittelbar nach der Begegnung am Sonntagnachmittag. 

Deutlich mehr Ballbesitz

Sand hatte in der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht beim Ballbesitz, kam aber nur zu wenigen Straf-raumaktionen. Der erste und lange einzige konsequent geführte Spielzug über die rechte Seite endete mit einer Flanke auf die frei stehende Isabelle Meyer, die im Rutschen nicht kontrolliert zum Abschluss kam (20.). Nach einem Kölner Freistoß klärte Jana Vojtekova für die schon geschlagene Torfrau Carina Schlüter auf der Linie (40.). 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Sand noch überlegener, doch es fehlten weiterhin die Torraumszenen. Köln hingegen wartete bei leichtem Schneetreiben auf gefährliche Kontermöglichkeiten. Der Sander Führung ging ein Freistoß von Jana Vojtekova voraus, den Köln zu kurz klärte. Verena Aschauer nahm den Abpraller an der Strafraumgrenze an und traf zum 1:0 per Volleyschuss unter die Latte (72.). Danach ließ sich Sand ein wenig nach hinten fallen und verlor etwas den Zugriff aufs Spiel. 

Postwendende Antwort

Sechs Minuten vor Spielende wurde Nina Burger im Strafraum zu Fall gebracht. Anne van Bonn verwandelte den Strafstoß sicher flach unten rechts zum 2:0 (84.), Doch Köln gab postwendend eine Antwort. Sand konnte einen Ball nicht richtig aus der Gefahrzone klären und Karoline Kohr erzielte mit einer Direkt-abnahme in den Winkel den 1:2-Anschlusstreffer. 

Amber Hearn hatte kurz vor Spielende noch die Möglichkeit zum Ausgleich und Milena Nikolic wurde beim Kontern geblockt. Es blieb beim 2:1-Erfolg des SC Sand, der sich somit die Chance auf die dritte Finalteilnahme in Folge erhielt und am Sonntag in der Bundesliga beim Aufsteiger MSV Duisburg antritt.

1. FC Köln - SC Sand 1:2 (0:0)
Köln:
Kremer - Kirschbaum, Hearn, Dej (67. Pyko), Kohr, Hopfengärtner, Nietgen, Frommont (70. Meßmer), Gosch, Hild, J. Arnold.
Sand: Schlüter - Santos, Caldwell, Vetterlein, Aschauer, Feiersinger (86. Savin), van Bonn, Meyer (46. Nikolic), Tietge (90. Wagner), Vojtekova, Burger. 
Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg) - Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Aschauer (72.), 0:2 van Bonn (84./Foulelfmeter), 1:2 Kohr (85.).

 


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