Marc Kienle: Bedingungen sind sehr gut
VfB-Coach Marc Kienle gefallen Hotel und Trainingsgelände in Lautenbach und Oppenau. Bildquelle Fritz Bierer

Das Regionalliga-Team des VfB Stuttgart (U21) hat am Montag im Lautenbacher Hotel »Sonnenhof« Quartier bezogen und bereitet sich im Rahmen eines einwöchigen Trainingslagers auf die kommende Saison vor. Trainiert wird hauptsächlich auf dem Oppenauer Haldenhof, aber auch drei Einheiten sind auf dem Rasen des SV Lautenbach eingeplant. Am Mittwoch, 19 Uhr, bestreiten die Stuttgarter ein Testspiel beim Verbandsliga-Neuling TuS Oppenau. VfB-Trainer Marc Kienle, der eine Interessante Vita als Spieler und Trainer hat (siehe »Zur Person), lobt im Interview sowohl das Hotel als auch das Trainingsgelände ? »das macht einen Top-Eindruck. Die Bedingungen sind sehr gut.«

Herr Kienle, Weg vom Posten des Chef-Nachwuchskoordinators beim VfB Stuttgart jetzt wieder zurück auf dem grünen Rasen als Coach der U21. Ist die Trainertätigkeit interessanter als die »Schreibtischarbeit«?
Marc Kienle: Nein, beides sind interessante Positionen. Trainer zu sein ist nichts Neues  für mich. Aber ich freue mich jetzt wieder mit den Jungs auf dem Platz zustehen. Das macht mir viel Freude.

Sie haben das Hotel »Sonnenhof« in Lautenbach  und die Sportanlage des TuS Oppenau fürs Trainingslager ausgewählt. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?
Kienle: Sehr schön! Wir sind heute angereist. Ich habe mir aber zuvor schon das Hotel angesehen. Da hat es mir schon sehr zugesagt, es macht einen Top-Eindruck. Die Bedingungen hier auf dem Platz in Oppenau sind sehr gut. Jetzt geniesen wir die Tage bis kommenden Sonntag, werden aber auch gut arbeiten, weil dies für uns ganz wichtig ist.

Sie haben zwei Trainingseinheiten pro Tag, dann am Mittwoch das Testspiel gegen den TuS Oppenau, sind weitere Spiele während des Trainingslagers geplant?
Kienle: Ja, so ist es, Wir werden am Sonntag nach unserer Abreise auf dem Heimweg Station in Sersheim machen und dort ein weiteres Testspiel gegen den FC Memmingen bestreiten.

Die U21 des VfB, also Ihre Mannschaft, spielt in der vierten Liga des DFB. Was sind die Ziele, außer das eine oder andere Talent in den Profikader zu bringen?
Kienle: Das ist natürlich das übergeordnete Ziel, Spieler hochzuführen in den Bundesliga-Kader. Wir haben jetzt eine ganz junge Truppe, haben Spieler von der A-Jugend dabei und ganz viele Spieler, die von den A-Junioren nach oben gekommen sind. Da ist unser Ziel natürlich, dass wir schnell zusammenwachsen, die Gelegenheit hier auch nutzen, die Einheiten zusammen zu verbringen. Wir wollen schnell konkurrenzfähig sein. Für uns wird es , so glaube ich, ein schwieriges Jahr. Aber bis jetzt sind die Anfänge sehr positiv und es macht viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten. 

Sie besitzen eine große Erfahrung, vor allem was junge Spieler angeht, wurden mit der U17 des VfB auch schon Deutscher Meister, haben auch im Nachwuchsbereich des FC Bayern München gearbeitet und natürlich Erfahrungen im Seniorenbereich als Trainer. Da sollte doch eigentlich alles passen, oder?
Kienle: Es ist wichtig, dass man ein gutes Team hat, und das habe ich. Im Trainerteam sind wir wirklich sehr gut aufgestellt, mit viel Erfahrungen auch in den Schnittstellenbereichen. Aber auch das Team zwischen Trainer- und Funktionsteam ist gut eingespielt. Das habe ich in den Abläufen der ersten Trainingstage gesehen und gespürt, dass da viel Erfahrung dabei ist. 

Am Mittwochabend dann noch das Testspiel gegen den Verbandsliga-Neuling TuS Oppenau ...
Kienle: Genau. Von mir Glückwunsch an Oppenau, dass es die Mannschaft geschafft hat und für uns ist es eine gute Gelegenheit, dass wir unter Wettkampfbedingungen dieses Spiel hier bestreiten dürfen. 

U21-Coach Marc Kienle

Als 19-Jähriger wechselte der heute 45-jährige Marc Kienle aus der Jugend der Stuttgarter Kickers zum Stadtrivalen VfB Stuttgart. In seiner ersten Profisaison wurde der junge Defensivspieler (zehn Einsätze) 1991/92 mit dem VfB Deutscher Meister. 1995 wechselte Kienle zum MSV Duisburg, den er 1998 verließ, um sich dem Karlsruher SC anzuschließen. Im Jahr 2000 wechselte Kienle für ein Jahr zu Alemannia Aachen, ehe er 2001 zum MSV Duisburg zurückkehrte, den er 2003 wieder verließ. Im November 2003 wechselte er zum MVV Maastricht (Holland), für den Kienle bis 2006 spielte. 
Danach war er noch bei Wormatia Worms akiv als Spieler, wo er seine Karriere nach wenigen Monaten beendete.
Von Juli 2007 bis Juni 2008 war Kienle Co-Trainer der A-Junioren des VfB Stuttgart. Zur Saison 2008/09 wurde er Cheftrainer der B-Jugend der Schwaben. Bereits nach seiner ersten Saison als Cheftrainer gewann Kienle 2009 mit dem VfB die Meisterschaft in der U17-Bundesliga. Im Januar 2010 wurde der Fußball-Lehrer Cheftrainer der U19 des VfB. In der Saison 2010/11 absolvierte er den DFB-Fußballlehrerlehrgang und kehrte wieder zur U7 der Stuttgarter zurück.
Zur Saison 2011/12 wurde Marc Kienle übergeordneter sportlicher Leiter im Jugendbereich des VfB Stuttgart, zur Saison 2012/13 wurde er Trainer der A-Junioren des FC Bayern München. 
Von Oktober 2013 bis April 2015 war Kienle Cheftrainer der Profimannschaft des SV Wehen Wiesbaden. Nach seiner Freistellung übernahm Christian Hock dieses Amt.Am 5. Juni 2016 unterschrieb Kienle beim VfB Stuttgart einen Vertrag als Manager Sportkoordination und seit Saisonbeginn 2018/19 ist Marc Kienle nun Trainer der Regionalliga-Mannschaft (U21). 

 


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