SBFV-Rothaus-Pokal 
Cup-Verteidiger SV Linx erwartet SC Lahr in der 2.Runde
Nicht einfach für Trainer und Spieler: Der SV Linx befindet sich bereits in der vierten »englischen Woche« - neun Spiele in 33 Tagen. Das ist viel für Amateurfußballer, das weiß auch Coach Sascha Reiss. Bildquelle Ulrich Marx

In der 2. Hauptrunde des SBFV-Rothaus-Pokals empfängt Fußball-Oberligist und Cup-Verteidiger SV Linx am heutigen Mittwoch, 17.30 Uhr, im Hans-Weber-Stadion den Verbandsligisten SC Lahr. 

Nachdem der SV Linx in der Oberliga auswärts bisher noch kein Bein auf den Boden brachte, am Samstag in Göppingen die dritte Niederlage in der Fremde kassierte, ruhen jetzt die Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis zuhause im Rothaus-Pokal. Das am 22. August wegen des zeitgleichen Oberligaspiels in Reutlingen verlegte Pokalspiel der 2. Hauptrunde wird nun am Mittwoch im Hans-Weber-Stadion angepfiffen. 
Die Linxer gehen in die vierte »englische Woche«. Das bedeutet, neun Spiele in 33 Tagen und somit alle 3,7 Tage ein Fußballspiel. Das ist ganz schön stressig für Amateurfußballer.

Die Puste fehlte

Es ist deshalb keine Überraschung, dass zwischendurch, wie am Samstag in Göppingen (1:4) geschehen, die Puste ausgeht. Ein Erfolgserlebnis im Pokal könnte da verlorenes Selbstvertrauen zurückbringen. Der SC Lahr ist gewiss kein leichter Gegner auch wenn es in der laufenden Verbandsligasaison (13.) noch nicht rund läuft. 
Zum Verbandspokal (Rothaus-Pokal) hat der SV Linx als Pokalsieger ein gutes Verhältnis. Im Endspiel in Lahr gewann man 2:1 gegen Oberligist FC Villingen und verpasste im DFB-Pokalspiel in Kehl gegen den Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg (1:2) nur knapp eine Sensation. In der ersten Hauptrunde der laufenden Pokalsaison wurde Bezirksligist TuS Loffenau 5:0 besiegt, der SC Lahr warf Verbandsligist SV Kuppenheim mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Linx gewann gegen Lahr in der letzten Verbandsligasaison (2:1/4:0) beide Spiele. 

Schon 17 Gegentore

Während die Lahrer namhafte Abgänge wie Ilhan und Bologna kompensieren müssen, versucht der Linxer Coach Sascha Reiss, dass sein Team in der Oberliga endlich Bodenhaftung bekommt. Mit 17 Gegentoren in sechs Begegnungen wird deutlich, wo der Schuh drückt. 
Etwas beruhigend ist, dass man von den drei Oberliga-Heimspielen zwei gewann. Gelingt dem SV Linx ein Heimsieg gegen den SC Lahr, geht es in die 3. Hauptrunde, die am 3. Oktober ausgespielt wird. Es wäre das fünfte Mittwochspiel in zwei Monaten. 

Ungünstiger Zeitpunkt

Das eigentlich stets attraktive Duell zwischen Linx und Lahr kommt diesmal zu einem Zeitpunkt, der aus Gästesicht besser hätte ausfallen können. Die Konzentration des Lahrer Verbandsligisten gehört eindeutig der Liga, nachdem der Start mit einem Sieg, einem Remis, aber auch vier Niederlagen überaus stotternd ausgefallen ist.

Lahrs sportlicher Leiter Petro Müller tut sich schwer mit der Vorfreude auf den Vergleich mit dem Titelverteidiger: »Ein Duell mit Linx ist ohne Zweifel stets attraktiv. Diesmal ist die Frage, wie wir uns präsentieren werden. In Linx kann alles passieren. Wir haben dort schon richtig eine mitbekommen, aber unser Vertrauen zielt darauf, dass sich die Spieler an diesem Topgegner aufrichten und neues Selbstvertrauen aus dem Spiel mitnehmen können.« 

Gute Aspekte

Die Gesamtabstimmung läuft nach wie vor, einzelne Akteure agieren derzeit (noch) deutlich unter dem, was sie im Normalfall abrufen können. Gegen Rielasingen-Arlen waren zuletzt einige gute Aspekte zu sehen, allerdings wurde auch zweimal eine Führung aus der Hand gegeben. »Das Ziel muss jetzt sein, einen würdigen Auftritt in Linx zu bieten, um am Wochenende den nächsten Schritt im Ligaalltag zu gehen. Wir müssen schauen, so schnell wie möglich unten rauszukommen«, unterstreicht Petro Müller. 

Cem Gürsoy ist aus dem Urlaub zurück, Markus Neu erhielt in der U23 Spielpraxis. Fehlen wird Dennis Häußermann (muskuläre Probleme).


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