Bezirksliga Herren 
Bezirksliga: Zell im Aufsteiger-Duell gegen Oberschopfheim
Jens May und Aliu Cisse (l.) hoffen mit dem SC Offenburg auf einen Erfolg in Willstätt Bildquelle Ulrich Marx

SC Durbachtal II strebt bei Schlusslicht Ettenheim den ersten Sieg an / Rammersweier will sich in Lahr rehabilitieren

Im Kellerduell am 6. Spieltag der Fußball-Bezirksliga steht der SC Durbachtal II morgen bei Schlusslicht Ettenheim mächtig unter Zugzwang und möchte endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Auch Unterharmersbach ist nach der 4:5-Niederlage gegen Sulz beim Landesliga-Absteiger in Oberkirch auf Wiedergutmachungskurs, während Ligaprimus Oberschopfheim im Aufsteigerduell zum Zeller FV muss und der SC Offenburg nach dem 8:0-Kantersieg beim VfR Willstätt gastiert. Spiele ohne Terminangaben sind am Sonntag um 15 Uhr.

Ettenheim - SC Durbachtal II (Sa. 15 Uhr)

Für den SC Durbachtal II läuft es in der neuen Spielzeit noch nicht rund. Auch gegen Seelbach unterlag das Team von Trainer Simon Lehmann vor heimischem Publikum mit 0:2. Noch ohne Saisonsieg und mit nur einem Zähler aus fünf Spielen, rangiert das Perspektivteam auf dem vorletzten Platz. Beim Schlusslicht in Ettenheim, das ebenfalls noch ohne einen Dreier dasteht, kommt es morgen zum brisanten Kellerduell. Wer dieses für sich entscheidet, hat die Chance, den Anschluss an die NichtAbstiegsränge zu wahren.

 

Oberkirch - Unterharmersbach (Sa. 17 Uhr)

Unterharmersbachs Co-Trainer Manuel Jilg ärgerte sich auch Tage nach dem 4:5 noch über die Niederlage zu Hause gegen den FV Sulz. »Das war ein ganz verrücktes Spiel. Unser großes Problem ist momentan, dass wir zu viele Gegentore kassieren, in der Defensive müssen wir wesentlich stabiler werden«, blickt Jilg schon auf die anstehende Begegnung beim Landesliga-Absteiger Oberkirch. Gegen den spielstarken Gegner möchte die Elf von Coach Markus Eichhorn unbedingt drei Punkte einfahren, um in der Tabelle im oberen Drittel zu bleiben. »Wir werden unser Abwehrverhalten steigern und dann voll auf Sieg spielen«, so Jilg. Während Bühler und Thomas Sobieranski ausfallen, kommt Leisinger zurück in den Kader.

 

Niederschopfheim - Oberwolfach (Sa. 18 Uhr)

Nach dem 1:1-Remis beim Landesliga-Absteiger in Oberkirch steht der SV Niederschopfheim auf einem soliden achten Tabellenplatz mit guten Chancen, schnell noch weiter nach oben zu rücken. Morgen muss sich das Künstle-Team aber ausgerechnet gegen den derzeit zweitplatzierten SV Oberwolfach beweisen.

Zell - Oberschopfheim

Chancenlos war der Zeller FV im Derby beim SV Oberwolfach, weshalb die 0:2-Pleite auch völlig in Ordnung ging. Im Aufsteiger-Duell zu Hause möchte sich die Hummel-Truppe wieder steigern und mindestens einen Punkt einheimsen. »Wir wissen um die Spielstärke der Gäste und können gut einschätzen, was da auf uns zukommt«, blickt Co-Trainer Jochen Armbruster positiv auf die Begegnung, da es personell wieder bergauf geht. Mit Nico und Fabio Hoferer sowie Brandt und Halter stehen gleich vier Spieler wieder zur Verfügung. »Es ist schön, wieder mehr Optionen zu haben, und deshalb rechnen wir uns gegen den Tabellenführer auch etwas aus«, so Armbruster.

Einen perfekten Tag erwischte der neue Spitzenreiter SV Oberschopfheim beim 6:0-Kantersieg vor heimischem Publikum gegen Rammersweier. Dementsprechend zufrieden war Trainer Sebastian Bruch. »Wir haben den Gegner über die gesamte Spielzeit dominiert und kaum Chancen zugelassen, deshalb ging der Sieg auch in der Höhe so in Ordnung.« Seine Truppe könne sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn in Zell erwartet die Bruch-Elf ein junges und kompaktes Team, das unangenehm zu bespielen sei. »Auch der Gastgeber ist gut in der Liga angekommen, deshalb wird das auswärts ein harter Brocken. Nichtsdestotrotz müssen wir hochkonzentriert an die Sache herangehen, dann sind Punkte wieder im Bereich des Möglichen«, so Bruch.

 

Oberharmersbach - Sulz

Moral bewies der FV Sulz nach dem 0:2-Rückstand in Unterharmersbach und drehte das kuriose Spiel am Ende noch. »Im ersten Durchgang haben wir sehr guten Fußball gespielt. Alles in allem war der Sieg zwar glücklich, aber nicht ganz unverdient«, war Trainer Jan Herdrich zufrieden mit dem 5:4-Ergebnis. Beim Nachbarn in Unterharmersbach rechnet er mit einem ganz ähnlichen Spiel. »Auch der Gastgeber ist gut in die Spielzeit gestartet, deshalb wird das sicherlich eine Partie auf Augenhöhe«, so Herdrich, der an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen will, um die nächsten Punkte einzufahren. Bühler (Wadenbeinbruch) und Lauber (Zerrung) fallen aus, dafür ist der Einsatz von Schrempp noch fraglich.

»Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, nur versäumt, unsere Torchancen zu nutzen. Das war am Ende ärgerlich«, bedauerte Oberharmersbachs Trainer Manfred Hellmig die knappe 0:1-Niederlage beim Aufsteiger in Elgersweier. Im kommenden Heimspiel gegen den FV Sulz streben die personell wieder besser besetzten Kinzigtäler einen Dreier an, obgleich das eine ganz schwierige Aufgabe wird. »Die Gäste zählen für mich zu den Topteams der Liga, deshalb müssen wir von Beginn an dagegenhalten, um wieder ein Erfolgserlebnis erzielen zu können«, so Hellmig.

 

Seelbach - Elgersweier

Hoch zufrieden war VfR-Coach Jörg Ziebold nach dem 1:0-Sieg seines Teams im Heimspiel gegen Oberharmersbach. »Wir haben einem starken Gegner Paroli geboten und zu null gespielt. Trotzdem geben wir uns mit dem Erfolg nicht zufrieden und wollen im nächsten Auswärtsspiel gleich nachlegen«, richtet sich sein Blick schon auf die Aufgabe beim FSV Seelbach. Ein besonderes Augenmerk müsse der Aufsteiger in der Fremde auf Stürmer Fabian Kloos legen. »Der Gegner hat in der Offensive enorme Qualität. Wenn wir diese schnell in den Griff kriegen und unsere eigenen Angriffe sauber ausspielen, dann können wir dort auch wieder gewinnen«, so der Coach.

 

Willstätt - SC Offenburg

Auf das klare 8:0 vergangene Woche gegen Schlusslicht Ettenheim folgte unter der Woche im Bezirkspokal wieder die Ernüchterung. 2:5 verlor der SC Offenburg nach Verlängerung und Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten FSV Seelbach. Für das anstehende Auswärtsmatch beim

Absteiger in Willstätt muss der Sportclub die Köpfe schnell wieder frei kriegen, denn dort wartet ein gut trainierter und kompakter Gegner. »Wenn wir den Kontakt zur Tabellenspitze halten wollen, sind wir quasi zum Siegen verdammt«, weiß Trainer Serkan Nezirov, der auf den gesperrten Kraus, Rus und Waselikowski verzichten muss. Dafür wird Routinier Maier zurück ins Tor kommen.

 

Lahr II - Rammersweier

Vor allem das Spiel gegen den Ball musste Andrej Zerr, Trainer der U23 des SC Lahr, seiner jungen Truppe beim 2:4 gegen Haslach ankreiden. »In der Defensive haben wir noch die größten Schwächen«, so der Coach. Auch in Sachen Chancenverwertung sieht Zerr Steigerungspotenzial. »Wir kommen immer zu guten Möglichkeiten, manchmal fehlt dann die letzte Konsequenz.« Der nächste Gegner im Heimspiel ist für das Nachwuchsteam eher zweitrangig. »Wir schauen auf uns und wollen mit einer ansprechenden Leistung wieder Punkte einfahren«, sagt der Trainer.

»Der Gegner war uns an diesem Tag in allen Belangen überlegen, und deshalb war die Niederlage auch in der Höhe, aufgrund unserer desolaten Leistung verdient«, zog Umberto Vulcano, Trainer des FV Rammersweier, ein kurzes Resümee nach dem katastrophalen 0:6 bei Aufsteiger in Oberschopfheim. Nach einer intensiven Trainingswoche möchte der FVR in Lahr die hohe Niederlage vergessen machen. »Für uns geht es wieder bei null los. Auch wenn man sich bei einem Reserveteam nie sicher sein kann, wer auf dem Feld steht, müssen wir damit rechnen, dass wir einer spielstarken, jungen und hungrigen Truppe gegenüberstehen«, weiß der Coach, der die U23 auf keinen Fall unterschätzen wird. Alles in die Waagschale werfen heißt die Devise, um dann drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können.

 

SV Haslach - SV Hausach

Anno 1992 trafen der SV Haslach und SV Hausach nach langer Zeit mal wieder aufeinander, das hochklassige 2:2 in der Landesliga vor fast 1000 Zuschauern bleibt unvergessen für den Autor dieser Zeilen und für Michael Rauer, damals Teamkamerad und heute Trainer der Hansjakobstädter. 1995 spielten bedingt durch Haslachs Abstieg die beiden SVH des Kinzigtals letztmals gegeneinander um Punkte. »Das ist ein ganz besonderes Derby«, sagt Rauer, der früher auch die SG-Jugend beider Vereine trainierte und seit Jahrzehnten in Hausach arbeitet, »und dieses Derby wollen wir natürlich auch gewinnen«. Doch dafür sei eine ähnlich starke Leistung wie beim 4:2 bei der Lahrer Verbandsliga-Reserve nötig, beim zweiten Saisonsieg. »Wir mussten dort reagieren und umstellen, um wieder mehr Durchschlagskraft zu haben«, erklärt Rauer den taktischen Wechsel mit Kapitän Ralf Kammerer - vom Abwehrchef zur Angriffsspitze. »Und wir hatten das glückliche Momentum, aus zwei Aktionen zwei Tore zu machen«, so Rauer. Dieser Doppelschlag führte zum Befreiungsschlag, der am Dienstagabend im Training spürbar gewesen sei. Bis auf Urlauber Giulio Negrini stehen am Sonntag alle Spieler zur Verfügung.

Für Dirk Rudhart, der erst seit der Winterpause als Trainer des SV Hausach mit dem Kinzigtal zu tun hat, ist dieses Spiel eher eines wie viele andere. »Doch man merkt schon, dass es für die Hausacher ein besonderes Spiel ist«, so der Ettenheimer mit Wohnsitz Neuried, »alle sind heiß auf dieses Derby«. Zumal die jüngste Leistung gegen den Mitabsteiger aus der Landesliga, den VfR Willstätt, die beste in dieser Saison war - und die erfolgreichste. Nach verdienter 2:0-Führung zur Pause habe die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nur eine echte Torchance zugelassen, die Keeper Carlo Welle glänzend entschärfte. »Die Einstellung war top«, lobt Rudhart, genau das erwartet er auch im Derby. »Wir wollen natürlich nicht verlieren in Haslach«, sagt Rudhart, der grundsätzlich mit einem Punkt durchaus zufrieden wäre. Abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Mikail Süme und Raimond Strachinariu ist im Grunde genommen der komplette Kader einsatzbereit, da auch Janik Lang aus dem Urlaub zurückgekehrt ist.


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