Verbandsliga Südbaden 
SV Stadelhofen und Kehler FV vor richtungsweisenden Duellen
Trainer Martin Leukel hofft mit dem SC Hofstetten auf den ersten Saisonsieg. Bildquelle Marc Faltin
Noch einmal müssen die Fußball-Verbandsligisten ihre Kickstiefel schnüren, dann geht es in die wohlverdiente Winterpause.

Die sechs Ortenauer Vertreter hoffen am 19. Spieltag auf einen positiven Jahresabschluss. Besonders für den SV Stadelhofen steht im Heimspiel gegen Mörsch ein richtungsweisendes Duell im Kampf gegen den Abstieg auf dem Programm.

 

SV Linx - FC Neustadt

Mit 43 Punkten aus 17 Spielen liegt der SV Linx absolut im Soll. »Wir haben eine super Vorrunde gespielt, da muss man ja auch den Pokal einschließen«, freut sich Trainer Sascha Reiß. Die Ausgangsposition mit nur einem Punkt Rückstand auf den Freiburger FC und neun Punkten vor dem Tabellendritten SC Lahr ist bestens. Im letzten Spiel vor der Winterpause steht nun am Samstag die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenvorletzten FC Neustadt an.

Der Gegner erwies sich für Linx in der Vergangenheit aber bereits als unangenehm. In der vergangenen Saison gab es keinen Sieg, das Hinspiel wurde nur mühevoll durch einen Elfmeter gewonnen. »Gegen einen defensiv eingestellten Gegner ist es auf diesen Platzverhältnissen immer schwer. Da muss man erstmal ein Tor schießen, um den Knoten zu lösen«, warnt Reiß, der auf Geoffrey Feist (Flitterwochen) verzichten muss.

 

 

FC Auggen - SC Lahr

Auch der SC Lahr hat eine glänzende Vorrunde gespielt. »34 Punkte und Platz drei sind ganz große Klasse, das war nicht zu erwarten«, resümierte Trainer Oliver Dewes zufrieden. »Wir hatten einen roten Faden an Konstanz drin, keine Ausreißer nach unten.« Einen solchen soll es auch am Sonntag nicht geben, wenn der SCL beim Tabellenneunten FC Auggen gastiert. Die letzten beiden Gastspiele im Markgräflerland konnten die Lahrer erfolgreich gestalten.

»Auggen ist mir als Verein sehr sympathisch. Sie spielen einen harten, aber fairen Fußball. Da geht immer die Post ab«, freut sich Dewes auf das Duell des Jahres, bevor es in die rund siebenwöchige Winterpause geht. Dennis Häußermann (Knie) und Hakan Ilhan (Sprunggelenk) fallen ebenso aus wie Josef Kassasir (Muskelfaserriss).

 

 

 

SV Endingen - Offenburger FV

Die Zwischenbilanz von OFV-Trainer Kai Eble fiel nicht ganz so positiv aus. »Wir haben acht bis zehn Punkte zu wenig auf dem Konto«, so der Coach, der vor allem den bei den Heim-Unentschieden verlorenen Zählern gegen Endingen, Neustadt, Denzlingen und Kuppenheim nachtrauert. »Wir müssen uns jetzt neue Ziele setzen und die Jungs wieder heiß machen. Vor allem müssen wir auch den Abstand nach unten vergrößern«, warnt Eble.

In Endingen wartet er am Samstag ein schweres Auswärtsspiel. »Gerade daheim ist Endingen sehr gefährlich. Da müssen wir versuchen, lange die Null zu halten und möglichst selbst in Führung gehen.« Die personelle Situation ist aber alles andere als vielversprechend. Neben Luca Kehl (Sprunggelenk), Johannes Geyer (Schultereckgelenk), Nurdogan Gür (Rippenprellung), Eimen Kelbi (Kreuzbandriss) und Louis Beiser-Biegert (Aufbautraining) fällt auch Keven Feger (gesperrt) aus. Marco Junker (Knie) wird auf der Bank Platz nehmen, ist aber wohl nicht einsatzfähig.

 

 

 

FC Denzlingen - Kehler FV

Noch deutlich weniger rund als beim OFV lief die Vorrunde für die Kehler. »Wir liegen deutlich hinter den Erwartungen. Das kann man nicht schönreden«, gab Sportvorstand Jürgen Sax unumwunden zu. »Wir haben durch Verletzungen und Sperren einfach keine Konstanz reinbekommen. Immer wieder musste die Mannschaft umgebaut werden. Außerdem haben wir in der Chancenauswertung große Probleme. 20 Tore sind einfach zu wenig«, analysierte Sax.

In Denzlingen steht am Samstag nun nochmal eine wichtige Partie an. Denn mit einer Niederlage beim Tabellennachbarn könnten die Kehler bis auf den 13. Tabellenplatz abrutschen. »Das wollen wir unbedingt vermeiden. Ein Punkt ist das Minimalziel in Denzlingen«, stellt Sax klar, der sein Team mit dem Gegner »spielerisch auf Augenhöhe« sieht. Torjäger Yannick Imbs (Verdacht auf Muskelfaserriss) wird nicht dabei sein.

 

 

 

SV Stadelhofen - SV Mörsch

Unter der Woche gab der SV Stadelhofen bekannt, dass Trainer Daniel Bistricky seinen Vertrag am Saisonende nicht verlängern wird. »Fünf Jahre beim gleichen Verein sind für einen Trainer eine lange Zeit. Im nächsten Sommer steht beim FVS ein Umbruch an, das wären dann weitere drei bis vier Jahre gewesen«, erklärte Bistricky seine Entscheidung. Noch hat er keine Gespräche mit potenziellen neuen Arbeitgebern geführt, hofft aber auf eine neue Herausforderung: »Ich habe nicht vor eine Pause einzulegen, sondern freue mich auf ein neues Projekt, wenn sich was Passendes ergibt.«
Zunächst gilt aber seine volle Konzentration dem SV Stadelhofen, den er erneut zum Klassenerhalt führen will. Gegen den direkten Konkurrenten SV Mörsch soll deshalb am Samstag ein Heimsieg her. »Mörsch wird wie wir bis zum Ende gegen den Abstieg spielen. Das wird eine Schlacht werden, erst­recht bei den schwierigen Platzverhältnissen«, so Bistricky, für den der Weg zum Sieg über den Kopf und den Willen führt. Der Kader wird gegenüber dem 1:1 zuletzt beim Offenburger FV unverändert bleiben.

 

 

 

SC Hofstetten - FC Singen

Die Ausgangslage des abgeschlagenen Tabellenletzten SC Hofstetten vor dem Heimspiel gegen Singen ist relativ simpel. Träume vom Klassenerhalt sind längst utopisch. Es geht darum, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen und möglichst mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. »Die Mannschaft hatte sich das verdient«, findet Trainer Martin Leukel«, »und wenn wir die Räume eng machen und kompakt auftreten, ist sicherlich was drin.«

Hoffnung schöpft er aus dem Hinspiel, wo man in Singen immerhin drei Treffer erzielten konnte, aber am Ende 3:5 verlor. Mit 36 erzielten Treffern haben die Singener die viertbeste Offensive der Liga, aber bei 51 Gegentreffern auch die zweitschwächste Abwehr. »Gerade offensiv sind die Singener individuell sehr stark besetzt. Da müssen wir aufpassen«, so Leukel, der die Winterpause herbeisehnt, »damit wir auch personell mal wieder bessere Perspektiven haben.«

 


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