Verbandsliga Südbaden 
Schwaches Derby zwischen OFV und SV Stadelhofen ohne Sieger
Louis Beiser-Biegert (2. v. r.) stand erstmals nach seiner Verletzungspause wieder für den Offenburger FV auf dem Feld, kam mit seiner Elf aber nicht über ein 1:1 gegen den SV Stadelhofen um Schlussmann Jochen Ziegler (2. v. l.) hinaus. Bildquelle Peter Heck

Mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden trennten sich die Fußball-Verbandsligisten Offenburger FV und SV Stadelhofen im umkämpften Ortenau-Derby vor 254 Zuschauern, wobei beide Mannschaften aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse spielerisch Vieles schuldig blieben.

Das Derby stand aus Sicht der Gastgeber unter keinem guten Stern, denn Artur Baitenger signalisierte bereits beim Aufwärmen, dass er verletzungsbedingt ausfällt. Zudem musste Marco Junker musste bereits nach 13 Minuten ausgewechselt werden. »Damit wurden unsere abgesprochenen Automatismen über den Haufen geworfen«, meinte OFV-Trainer Kai Eble nach dem Abpfiff. Der OFV war zwar optisch die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz, lud die Gäste aber aufgrund zahlreicher Fehlpässe immer wieder zu gefährlichen Spielzügen ein. 

Quäntchen Glück fehlt

Die beste Chance in der ersten Halbzeit bot sich Marco Petereit, der in der 21. Minute halblinks in den Gästestrafraum eindrang, frei vor Tormann Ziegler aus spitzem Winkel jedoch ganz knapp das Tor verfehlte. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, denn der agilste und gefährlichste Gästeangreifer, Volker Springmann, zog nach einem gelungenen Dribbling an der Strafraumgrenze ab und zwang Schlussmann Sinan Süme zu einer Glanzparade. Nur vier Minuten später stand Jonas Frammelsberger nach einer Flanke von Valon Salihu im Strafraum völlig frei, scheiterte jedoch mit seinem schwachen Torschuss an Süme. Aber auch der OFV kam in der 29. und 32. Minute durch Marco Petereit und Dimitrios Tsolakis zu guten Chancen, doch fehlte im Abschluss das notwendige Quäntchen Glück. 

In der zweiten Halbzeit war der Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft, nutzte dies aber wiederum nicht konsequent. Zwischen der 50. und 57. Minute vergaben Marco Petereit und Aliu Cisse drei gute Einschussmöglichkeiten. 
Tore in Schlussphase

Späte Tore

Die Gäste kämpften verbissen und blieben durch ihre Konter stets gefährlich. Mit einem langen Pass wurde in der 77. Minute auf der Gegenseite OFV-Stürmer Keven Feger bedient, der halbrechts die Abwehr überlief und Schlussmann Ziegler beim 1:0 keine Abwehrchance ließ. Das Spiel schien entschieden zu sein, doch setzte sich Volker Springmann nur drei Minuten später überraschend am OFV-Strafraum durch und markierte mit seinem Aufsetzer auf dem rutschigen Rasen den 1:1-Ausgleich. In der 84. und 86. Minute vergaben sowohl Jonas Frammelsberger als auch Aliu Cisse die Chance zum Sieg.

»Es war kein schönes Spiel, obwohl beide Mannschaften an ihr Limit gegangen sind. Wir standen bewusst etwas tiefer, um dem OFV möglichst wenig Räume zu überlassen. Die  Reaktion meiner Mannschaft nach dem 0:1-Rückstand war überragend«, freute sich Gästecoach Daniel Bistricky über den einen Zähler. Sein Gegenüber war hingegen enttäuscht: »Der Gegner hat buchstäblich  gebrannt. Die kämpferische Einstellung beider Teams hat gestimmt. Das Gegentor kurz vor Schluss war bitter.«

Offenburger FV - SV Stadelhofen 1:1 (0:0)
Offenburg:
Süme - Ruf, Schlieter, Feißt, Junker (13. Cisse), Beiser-Biegert (62. Ernst), Anzaldi, Geiler, Petereit, Tsolakis, Feger.
Stadelhofen: Ziegler - Dörflinger (71. Schwab), Felka, Frammelsberger, Wörner, Springmann, Lamm (87. Caspar), Savane, Schindler, Ringwald, Salihu.
Schiedsrichter: Andreas Klopfer (Emmendingen) - Zuschauer: 254.
Tore: 1:0 Feger (77.), 1:1 Springmann (80.).
Gelb-Rote Karte: Feger (87./Offenburg).

 


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