Oberliga Baden-Württemberg 
Erfolgsserie des SV Oberachern gestoppt
Oberacherns Trainer Marc Lerandy war am Samstag nicht zufrieden mit seiner Mannschaft. Bildquelle Christoph Breithaupt
Nach elf Spielen ohne Niederlage und zuletzt fünf Siegen in Serie musste Fußball-Oberligist SV Oberachern am Samstag erstmals wieder eine Niederlage einstecken.

Das 0:3 beim Viertletzten SV Spielberg hatte sich der Tabellenfünfte aus der Ortenau allerdings selbst zuzuschreiben.

»Zehn Minuten lang sah alles gut aus, dann haben wir den Gegner ins Spiel gebracht. Spielberg hat am Ende auch verdient gewonnen«, bilanzierte Trainer Mark Lerandy, der hinterher von »einem gebrauchten Tag« seines SVO sprach. Bis auf Defensivakteur Anthony Decherf und Schlussmann Julien Guthleber, der hielt, was zu halten war, fand kaum einer der Oberacherner Akteure beim 0:3 in Spielberg zur gewohnten Form.

Dass der Sieg des zuletzt arg gebeutelten SV Spielberg, der am Dienstag mit Tobias Winter noch kurzfristig einen neuen Trainer verpflichtet hatte, am Ende auch in dieser Höhe verdient war, darüber waren sich alle der 230 Zuschauer einig, die trotz widriger Witterungsverhältnisse den Weg ins Spielberger Bechtle-Stadion gefunden hatten. 

Viele unnötige Ballverluste
Gegen die zu Beginn allerdings übernervös agierenden Gastgeber hatte der heranstürmende Nico Huber schon nach fünf Minuten das 0:1 auf dem Fuß, als SVS-Keeper Mathias Moritz den Ball leichtfertig vertändelte, aber in letzter Sekunde doch noch klären konnte. Oberachern hatte zwar viel Ballbesitz, leistete sich aber mit zunehmender Spieldauer viele unnötige Ballverluste. Dies eröffnete Spielberg einige gute Möglichkeiten. Immer wieder war es Jonas Daum, der die Oberacherner Defensive vor Probleme stellte. Mit einem Schlenzer (23.) verfehlte er das SVO-Gehäuse aber ebenso knapp wie kurz darauf per Kopf nach schöner Hereingabe von Philipp Leimenstoll. Besser machte es dann in Minute 34 Phil Weimer, der im Anschluss an einen Freistoß mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck zum verdienten 1:0 traf. 

Keine Besserung nach der Pause
Nur einmal lag den mitgereisten SVO-Fans der Torjubel auf den Lippen, als Schlussmann Moritz den Schuss des aufgerückten Anthony Decherf mit seiner besten Tat gerade noch so entschärfte (39.).
Mark Lerandy versuchte zwar zur Pause seine Mannschaft wachzurütteln, doch die machte genau da weiter, wo sie nach 45 Minuten aufgehört hatte, und ließ den SV Spielberg immer besser ins Spiel kommen. Riccardo Di Piazza, der zu Beginn der letzten Saison auch schon zweimal das Trikot des SV Oberachern trug,  brachte nach knapp einer Stunde einen Freistoß nach innen und der freistehende Stefan Müller donnerte das Leder zum 2:0 in die Maschen. 

Jonas Daum bester Spieler auf dem Platz
Fast im Gegenzug vergab Emanuele Giardini mit der einzig guten Möglichkeit des SVO in Durchgang zwei den möglichen Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite setzte Jonas Daum das Leder nur an den Oberacherner Pfosten (64.), und nur eine Minute später vergab der kurz zuvor eingewechselte Robin Müller nach einem Konter die endgültige Entscheidung. 

Die fiel dann aber in der 72. Minute durch den besten Spieler auf dem Platz, Jonas Daum, der mit einem gefühlvollen Heber zum 3:0 Schlussmann SVO-Guthleber keine Abwehrmöglichkeit ließ.
»Abhaken, analysieren und die richtige Schlüsse daraus ziehen«, so das Fazit von Oberacherns Trainer Mark Lerandy nach dem 0:3.

SV Spielberg - SV Oberachern 3:0 (1:0)
Spielberg: Moritz - Fixel, S. Müller, Daum (87. Bückle), Schoch (86. Knorn), Benz, Di Piazza (79. Jäckh), Riedel (61. R. Müller), Weimer, Leimenstoll, Frank.
Oberachern: Guthleber - Noé, Fritz, Armbruster, Keller (61. Sert), Huber, Giardini (70. Petric), Gallus, Decherf (82. Gülsoy), Schwenk, Daouri.
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Waiblingen) - Zuschauer: 230.
Tore: 1:0 Weimer (34.), 2:0 S. Müller (59.), 3:0 Daum (72.).

 


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