Landesliga 1 
VfR Willstätt: Der Knoten hielt zu lange
Willstätt-Coach Asbet Asa: Eine Zigarette zur Beruhigung der Nerven. Bildquelle Peter Heck

Der 2:0-Heimsieg  des  VfR Willstätt am Sonntag gegen den SV Oberachern II war ein Befreiungsschlag. Denn der Neuling der Fußball-Landesliga hatte bis dahin aus acht Spielen nur fünf  Punkte notiert und erst vier Tore erzielt. 

»Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist«, freute sich VfR-Vorstandschef Stefan Hochwald nach dem Schlusspfiff im Stadion am Rosengarten. »Die Mannschaft hat gut gespielt und hatte in dieser Partie auch das Quäntchen Glück, was uns in den Spielen zuvor fehlte. Oberachern hatte fünf Minuten vor unserer Führung einen Lattentreffer, und bei unserem 1:0 stand Hugo Virapa knapp im Abseits«, so die faire Analyse  des  früheren Verbands- und Landesliga-Linienrichters. 

Der 35-Jährige VfR-Boss verschweigt aber auch nicht, dass man sich mehr erhofft hatte. »Denn die Spiele gegen Oberharmersbach (0:1) und SV  Freistett (0:1) dürfen wir nie verlieren.« Die Willstätter  tun  sich nach dem dritten Aufstieg innerhalb von vier Jahren um einiges schwerer als erwartet. »Zum einen liegt es daran, dass wir mit Elyes Bounatouf, Antoine Schmitt, Sebastian Braun und Loic Caspar vier Stammspieler und Leistungsträger verloren haben. Alle sind zu Verbandsligisten gewechselt und bis auf Braun (SV Linx) dort Stammspieler. Außerdem fehlten in den ersten Wochen mit Yannick Assenmacher und Tim Steurer zwei weitere Führungsspieler, die jetzt wieder zurück sind. So war die Integration der Neuzugänge umso schwieriger und hat Zeit gebraucht«, nennt Hochwald Gründe. 

Ärger wegen Urlaub
Auch sei der VfR, wie andere Clubs, durch Urlauber gebeutelt gewesen. »Das ist leider zu einer Unsitte geworden. Verbieten kann man es ihnen nicht. Wir haben in bisher neun Landesligapartien bereits 25 Spieler eingesetzt, das ist keine Konstanz, so kann man sich auch nicht finden und einspielen«, ärgert sich der VfR-Boss wie viele andere Kollegen auch.  

Inzwischen ist der Kader komplett und müsste stark genug sein, das vorgegebene Saisonziel zu erreichen. »Wir wollen die Mannschaft fußballerisch weiterentwickeln und attraktiven Fußball bieten. Denn es ist nicht unsere Philosophie, Fußball zu verhindern, nur um Punkte zu holen«, erklärt Stefan Hochwald.  


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