Landesliga 1 
Landesliga: Schutterwald will den ersten Auswärtssieg
Angreifer Jan Philipowski kehrt wieder in den TuS-Kader zurück. Bildquelle Ulrich Marx
TuS Durbach: Gute Bilanz in Sinzheim

VfR Willstätt - FV Schutterwald

Mit dem FV Schutterwald (10. Tabellenplatz) und dem VfR Willstätt (12.) treffen am Sonntag um 15 Uhr am 10. Spieltag der Fußball-Landesliga zwei Teams aufeinander, die zuletzt siegreich waren und beide den Schwung mit ins direkte Duell nehmen wollen. Etwas überraschend, aber nicht unverdient, konnte Willstätt die bislang stark aufspielende Oberliga-Reserve des SV Oberachern am vergangenen Spieltag besiegen und somit den zweiten Saisonsieg feiern. Entsprechend erleichtert war man beim VfR, nachdem man zuletzt sieben Spiele sieglos geblieben war. Schutterwalds Trainer Frank Berger machte sich vor Ort ein Bild vom kommenden Gegner und fand im Anschluss lobende Worte für die Elf von Asbet Asa. »Willstätt hat durch mehrere Neuzugänge einiges an Qualität dazu gewonnen. Gegen Oberachern zu gewinnen ist nicht einfach, diese schmerzliche Erfahrung mussten wir zuletzt selbst machen«, gibt Berger einen Ausblick auf die Schwierigkeit der kommenden Aufgabe. In Schutterwald war man nach dem Sieg über Durbach ebenfalls zufrieden, da dies in einer intensiven Partie ein hartes Stück Arbeit war. Am Ende entschieden zwei Standardsituationen die Partie zugunsten der Grün-Weißen. Somit bleibt der FV auf eigenem Platz weiter ungeschlagen. Elf der zwölf Schutterwälder Punkte wurden auf eigenem Platz erarbeitet. Auswärts gab es dagegen lediglich in Hausach einen Punktgewinn. Damit dies in Willstätt anders wird, erwartet Berger von seiner Mannschaft eine ähnlich couragierte Leistung wie gegen Durbach. Der Mannschaft helfen kann am Wochenende auch wieder Kapitän Dold, der nach Urlaub in den Kader zurückkehrt und bereits gegen Durbach einen Kurzeinsatz hatte. Fehlen werden dagegen weiterhin Kopf (Urlaub) sowie die Verletzten Sauer und Schillinger. Letzterer fehlt dem FVS wegen einer Schambeinentzündung voraussichtich die komplette Vorrunde.

 

 

SV Sinzheim - TuS Durbach

Fußball-Landesligist TuS Durbach hat morgen (17.30 Uhr) mit dem SV Sinzheim erneut eine schwere Auswärtshürde vor der Brust.

Nach der bitteren 0:2-Pleite im Derby beim FV Schutterwald vergangenen Freitag stehen die Rebdörfler nun da, wo sie nie hin wollten, nämlich im Niemandsland der Tabelle. Wieder hat man es verpasst, im richtigen Moment zu punkten und in obere Tabellenregionen aufzuschließen. »Mund abwischen und den Blick nach vorne richten« ist jetzt angesagt. Das weiß auch Trainer Jan Haist, der in Sinzheim einen unangenehmen Gegner sieht: »Spiele in Sinzheim sind immer eine große Hürde. Wir treffen auf einen körperlich sehr robusten Gegner, gegen den wir alles in die Waagschale werfen müssen, um die Punkte mit nach Durbach zu nehmen.«

Dabei lässt sich die Bilanz durchaus vorzeigen. So konnte der TuS die letzten drei Spiele in Sinzheim für sich entscheiden. Dies ist somit auch dieses mal wieder die klare Zielsetzung in einer Partie, in der beide Mannschaften gewillt sein werden, das so triste Tabellenmittelfeld zu verlassen.
Die beiden Angreifer Jan Philipowski und Dany Paris kehren wieder in den Kader zurück, fehlen werden weiterhin die langzeitverletzten Saglam und Decker.

 

 

SV Oberharmersbach - SV Oberkirch

Eine schwierige Phase durchlebt derzeit Fußball-Landesligist SV Oberharmersbach. Nach zuletzt vier erfolglosen Spielen ist der Aufsteiger ans Tabellenende abgerutscht. Erst magere fünf Punkte stehen nach fast einem Drittel der Saison auf dem Konto, wozu vor allem die schlechte Heimbilanz beiträgt, denn alle Spiele auf eigenem Platz gingen bisher verloren.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass im zahlenmäßig kleinen Kader gleichwertige Alternativen für Stammkräfte fehlen, die durch Verletzung oder Urlaub ausfallen. Zudem fehlt es bei einigen an der nötigen Fitness. Trotz der gegebenen Umstände ist für Trainer Manfred Hellmig klar: »Um nicht noch weiter den Anschluss zu verlieren, brauchen wir aus den nächsten zwei Spielen wenigstens vier Zähler.« Gegen den SV Oberkirch steht der Gastgeber im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) also mächtig unter Druck.
Bis auf Moritz Geiger fällt aber mit den verletzten Georg Boser, Marco Schößler und Rainer Schwarz sowie urlaubsbedingt Matthias B. Lehmann der komplette Sturmaus.ZudemistRoman Boser noch bis Ende Oktober gesperrt. Keine günstigen Voraussetzungen also, doch vielleicht zeigt die Mannschaft eine Trotzreaktion.

 


Freistett - Bühl Sonntag, 15 Uhr

Der SV Freistett tritt weiter auf der Stelle. Im Gastspiel beim TuS Oppenau kassierte die Elf von Trainer Steve Schröter eine 1:4-Niederlage und zwei Gelb-Rote Karten. Keine guten Voraussetzungen für das Duell am Sonntag gegen den Tabellendritten VfB Bühl. »Wir bekommen zurzeit deutlich zu spüren, wie die Spiele laufen können, wenn man unten im Tabellenkeller steht. In am Ende doppelter personeller Unterzahl verlieren wir in Oppenau zwar etwas zu hoch, trotzdem muss man feststellen, dass wir es bisher nicht schaffen, konstant unsere Leistung abzurufen und Punkte einzufahren«, analysiert SVF-Fußball-Abteilungsleiter Sebastian Schmidt. Und durch die beiden Platzverweise werde der bereits bestehende personelle Engpass zusätzlich verschärft, weiß Schmidt, was sich derzeit natürlich auch negativ auf die zweite Mannschaft auswirkt. »Doch Jammern bringt uns in dieser Situation aber nicht weiter und wir müssen alles daran setzen, auch gegen die bisher starken Bühler Punkte einzufahren. Gegen den VfB haben wir letzte Saison beide Spiele gewonnen, was uns zusätzlichen Mut machen sollte«, hofft der Fußball-Abteilungsleiter auf einen Heimsieg, mit dem sich das Team etwas Luft verschaffen würde.

 


Oberachern II - Oppenau Sonntag, 15 Uhr

Nach einem völlig verschlafenen ersten Durchgang kassierte die zweite Mannschaft des Oberligisten SV Oberachern beim 0:2 im Aufsteigerduell in Willstätt ihre zweite Saisonniederlage. Aufmerksamer Beobachter war dabei Oberliga-Chefcoach Mark Lerandy, der mit dem bisherigen Abschneiden des »Unterbaus« aber dennoch zufrieden ist: »Wir haben sehr talentierte Jungs, die auch vom Kopf her in Ordnung sind. Das war jetzt mal ein schlechteres Spiel von der jungen Truppe, aber ansonsten spielen sie eine sehr gute und überzeugende Runde. Es sind sehr viele interessante Spieler im Landesliga-Kader, die genau auf unsere Spielphilosophie abgestimmt sind. Leonardo Hocak hat ja schon den Sprung in den Oberliga-Kader gepackt und es wird noch der ein oder andere in dieser Runde folgen«. Jetzt gastiert mit dem TuS Oppenau (18. Punkte/Rang 2) das bislang auswärtsstärkste Team im Oberacherner Waldseestadion. Daheim ist der SVO (4./17) noch ungeschlagen und diese Serie will man auch am Sonntag fortsetzen. Ganz so einfach wird das aber nicht werden, denn nach der 0:4-Klatsche daheim gegen Vorjahresvize TuS Durbach blieb die Elf von Spielertrainer Christian Seger sechsmal ohne Niederlage und ist zwischenzeitlich bis auf Rang zwei geklettert.

»Wir haben ein paar Minuten gebraucht um uns auf das Spiel einzustellen. In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch mit einem hervorragend herausgespielten Treffer. Das 1:1 per Freistoß fiel nach einer unglücklichen Foul-Entscheidung. Die Moral der Mannschaft zeigte sich allerdings erneut in den folgenden Minuten. Nach zwei GelbRoten Karten gegen Freistett hat meine Mannschaft nichts anbrennen lassen und das Spiel clever dominiert«, freute sich Christian Seger über die drei Zähler seines TuS Oppenau. Respekt hat der Spielertrainer vor dem SV Oberachern II. »Das ist ein technisch hervorragend ausgebildetes Team. Aber jeder Spieler von uns wird sich mit seinem Gegenspieler messen und versuchen als Sieger aus der Partie herauszugehen. Wir freuen uns auf die Herausforderung.«
Volker Gieringer und Nicola Hermann sind angeschlagen, fehlen werden beim TuS Steffen Schmeier und Pattrick Braun.

 

SV Bühlertal – SV Hausach

Der SVH verlor gegen Elchesheim trotz 3:1-Führung noch 3:4 und versäumte es, nach dem Derby-Sieg in Oberharmersbach nachzulegen. Entsprechend enttäuscht ist Spielertrainer Meller Aziz: »Wir haben drei Punkte verschenkt, weil einige von uns den Kampfgeist vermissen ließen und uns deshalb die nötige mannschaftliche Geschlossenheit fehlte«. Dabei wäre ein mögliches Punktepolster zur Abstiegszone angesichts des Restprogramms in der Vorrunde äußerst wichtig gewesen. In den letzten sechs Spielen bekommt es der SVH mit den ersten vier Teams zu tun – morgen gleich mit dem souveränen Spitzenreiter, der zuletzt im Top-Spiel in Bühl beim 4:0 beeindruckte. »Bühlertal hat im Grunde genommen eine kompakte, eingespielte Verbandsliga-Mannschaft«, so Aziz, »ohne Geschlossenheit gehen wir auf dem Mittelberg unter«. Zumal SVH-Spielführer Benjamin Bruckner und wohl auch Mikail Süme krankheitsbedingt ausfallen, dazu Abwehrchef Tobias Esslinger (verletzt).

 

 


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