Bundesliga 
SC-Trainer Streich will das Maximale rausholen
Trainer Christian Streich möchte mit dem SC Freiburg das Maximale rausholen. Bildquelle Ulrich Marx
Fünf Spiele hat der SC Freiburg in dieser Bundesligasaison noch vor sich, drei davon im Schwarzwald-Stadion. Im Schlussspurt wollen die Freiburger ihren derzeitigen sechsten Tabellenplatz verteidigen und am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen drei Punkte holen. Dabei müssen sie allerdings weiter auf zwei ihrer Topscorer verzichten.

In der Saison 2013/14 hat der Sport-Club zum letzten Mal international gespielt, ist in der Bundesliga 14. geworden und in der darauffolgenden Saison abgestiegen. Als der SC 2001/02 zusätzlich auf der europäischen Bühne spielte, ging es noch im gleichen Jahr runter in die zweite Liga. Die Erfahrungen würden also eher gegen eine erneute Mehrfachbelastung durch die Qualifikation zur Europa League sprechen, die der SC mit seinem derzeitigen sechsten Tabellenplatz erreichen würde. Trotzdem betont Trainer Christian Streich: "Wir wollen das Maximale rausholen." Es soll niemand das Gefühl haben, dass der Sport-Club gar nicht Sechster sein wolle.

Ohne Grifo und Philipp

Gegner Leverkusen wäre froh, wenn er die Ausgangsposition der Freiburger hätte. Bayer hat immer den Anspruch, international dabei zu sein, ist davon aber weit entfernt. Als Zwölfter hat Leverkusen momentan nur vier Punkte Abstand auf den Relegationsplatz und muss morgen in Freiburg drei Punkte holen, um das eigentliche Saisonziel noch im Auge zu behalten, das derzeit fünf Punkte entfernt liegt. "Die kämpfen darum, in den Europapokal zu kommen und wollen die letzten fünf Spiele gewinnen", sagte Streich, "und wir wollen dafür sorgen, dass sie nur noch vier gewinnen können."

Personell hat sich die Lage beim SC gegenüber der 0:4-Auswärtsniederlage in Leipzig nicht entscheidend verbessert. Die beiden Topscorer Vincenzo Grifo (Innenbandanriss im Knie) und Maximilian Philipp (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fallen genau wie Innenverteidiger Marc Torrejón (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) weiter aus. "Mir ist es lieber, wir haben 41 Punkte und ein paar Verletzte, als wenn wir 31 Punkte und keine Verletzte hätten", erklärte der SC-Coach. Zudem bekomme dadurch "der eine oder andere mehr Spielzeit." So könnte beispielsweise Winter-Neuzugang Vincent Sierro sein Debüt bei den Profis geben. Der 21-jährige Schweizer kam bisher nur in der Oberliga-Mannschaft zum Einsatz.

Nicht experimentieren

Als Experimentierphase im Hinblick auf die kommende Saison will Streich die restlichen Saisonspiele aber nicht sehen: "Ausprobieren hat keine Priorität." Pascal Stenzel habe beispielsweise in Leipzig nach seiner Einwechslung im Zentrum und nicht wie üblich auf der rechten Außenbahn gespielt, "weil wir glauben, dass ers kann". Stenzel ist gegen Leverkusen genauso eine Option für die Startelf wie Mittelfeldspieler Nicolas Höfler, der nach seiner Knieverletzung in Leipzig ebenfalls eingewechselt wurde, und Linksverteidiger Christian Günter, der zuletzt auf der Bank saß.

"Ich erwarte eine enorm konzentrierte und engagierte Leistung, damit die Leute zufrieden nach Hause gehen", sagte Streich, "wir wollen ein gutes und leidenschaftliches Spiel machen." Nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen soll es dabei fair zugehen. Die Kids-Clubs beider Vereine haben eine gemeinsame Choreographie für die Gegengerade vorbereitet, mit der die Klubs sich für eine positive Fankultur einsetzen wollen.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!