Bundesliga 
SC muss "Leichtigkeit finden"
Nils Petersen und der SC Freiburg wollen den VfL Wolfsburg in der Tabelle auf Distanz halten. Bildquelle dpa
Nach der deutlichen Heimniederlage gegen Werder Bremen geht die englische Woche für Fußball-Bundesligist SC Freiburg mit einem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20 Uhr) weiter.

Dabei muss es den Freiburgern vor allem gelingen, den Lauf von Mario Gomez zu stoppen. Der Nationalstürmer hat in den vergangenen Spielen immer getroffen. Beim Sport-Club dürfte es im Vergleich zum Heimspiel personelle Veränderungen geben.

Seit Andries Jonker Trainer beim VfL Wolfsburgist, war Mario Gomez in jedem Spiel erfolgreich, das bedeutet die vergangenen vier Spiele in Serie. Beim 3:3 in Leverkusen schoss er zuletzt sogar den viertschnellsten Hattrick der Bundesligageschichte. Trotzdem ist der VfL mit 30 Punkten weiterhin nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt, was für Christian Streich "eine Lachplatte" ist. Für den SC-Trainer gehört Wolfsburg in der aktuellen Form wieder zu den Topmannschaften der Liga.

 

Streich fordert Leichtigkeit

Deshalb müsse der Sport-Club auch eine sehr gute Leistung zeigen, um bei den Niedersachsen zu punkten. "Wir müssen wieder präziser Fußball spielen und dürfen nicht nervös werden", forderte Streich, "wir müssen wieder mehr Leichtigkeit finden." Die Nervosität einiger Spieler nach dem ersten Gegentor war für ihn eine der Hauptursachen für die jüngste Niederlage im "Drecksspiel" gegen Bremen. Nach Balleroberungen, die es auch nach dem Rückstand immer wieder gab, hätten die Spieler durch Fehlpässe für die eigene Verunsicherung gesorgt und sich dementsprechend auch keine Chancen herausspielen können. "Mutig sein und das Herz in beide Hände nehmen" sei deshalb in Wolfsburg die Devise.

 

Fünferkette wahrscheinlich

Allerdings erwartet der SC-Coach ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen Werder: "Wolfsburg wird nicht annähernd so defensiv spielen" Deswegen wird Streich wahrscheinlich sehr viel Wert auf die eigene Verteidigungsarbeit legen. Möglicherweise greift er deshalb auch wieder auf die Fünferkette zurück, in der Julian Schuster den zentralen Part übernehmen könnte. Der Kapitän hatte sich nach seiner Einwechslung gegen Bremen ohnehin für einen weiteren Einsatz empfohlen.

Allerdings wird Streich bei seinen personellen Überlegungen auch die Belastung durch die englische Woche berücksichtigen. Verteidiger Marc Oliver Kempf schien die Zusatzbelastung durch die U21-Nationalmannschaft nach langer Verletzungspause ebenso wenig gutgetan zu haben wie Maximilian Philipp und Janik Haberer, die gegen Werder nicht so spritzig wirkten wie in den Wochen zuvor. Mittelfeldstratege Nicolas Höfler dürfte noch nicht wieder dabei sein, auch wenn er nach überstandener Knieverletzung am Montag ins Training eingestiegen ist.

 

Kein Sonderbewacher für Gomez

Einen Sonderbewacher für Gomez werde es nicht geben, versicherte Streich. Er setzt darauf, dass seine Verteidiger sich mit dem VfL und seinem Topstürmer auseinandergesetzt haben. "Es gibt immer Dinge, die ein Spieler besonders gerne macht, das ist bei Gomez auch so", sagte der SC-Trainer. Besonders gern trifft der 31-Jährige per Kopf und ist damit bei Standardsituationen sehr gefährlich. Dennoch ist sich Streich sicher: "Wenn wir ein Topspiel machen, wird Gomez kein Tor schießen und keins vorbereiten."

 


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!