Bundesliga 
SC Freiburg peilt ersten Dreier an
Freiburgs Trainer Christian Streich hofft, dass seine Mannschaft "auch auswärts ein gutes Gesicht zeigt." Bildquelle Christoph Breithaupt

Das Auswärtsspiel des SC Freiburg beim SV Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) ist das Keller­duell des sechsten Spieltags, denn es treffen die beiden Mannschaften aufeinander, die neben Köln noch keinen Sieg feiern konnten. Mit einer entsprechend hitzigen Atmosphäre rechnet SC-Trainer Christian Streich im ausverkauften Weserstadion.

Für zwei im Freiburger Team ist die Partie in Bremen eine Rückkehr zum ehemaligen Klub. Während sich Top-Joker Nils Petersen längst abgenabelt hat, trotzdem aber weiter Sympathien für Werder hegt, ist der Abschied von Co-Trainer Florian Bruns noch nicht so lange her. Vergangene Saison war er noch der Assistent von Alexander Nouri, jetzt sitzt er neben Christian Streich auf der Gästebank. »Ich freue mich darauf, viele nette Leute wiederzusehen, ich habe noch viel Kontakt nach Bremen«, sagte Bruns, der seit seinem Wechsel nach Freiburg im Sommer noch nicht wieder zu Hause war und im Stadion auch seine Familie treffen wird.

Mit Mut auftreten

Für die beiden Ex-Bremer ist jedoch klar, dass sie unbedingt die Punkte mit nach Freiburg bringen wollen. Während Petersen den ersten Dreier fest im Blick hat, gab sich Bruns etwas vorsichtiger und spricht von »mindestens einem, wenn nicht sogar drei Punkten«. Dazu müsse der Sport-Club, wie gegen Hannover, »mit Überzeugung und Mut auftreten, Fußball spielen, aber auch die aggressive kämpferische Seite nicht vernachlässigen«. Ähnliche Worte wählte auch der SC-Cheftrainer, der darauf hofft, dass sein Team »jetzt auch auswärts ein gutes Gesicht zeigt«.

Das Insiderwissen seines Co-Trainers braucht er dabei nicht allzu sehr anzapfen. »Er kennt die einzelnen Spieler, aber wir kennen sie inzwischen auch gut, weil wir schon so oft gegen Bremen gespielt haben«, sagte Streich. An das Auswärtsspiel in der vergangenen Saison haben die Freiburger positive Erinnerungen. Allerdings haben beim 3:1-Sieg Philipp, Grifo und Abrashi die Tore geschossen. Die ersten beiden sind nicht mehr im Verein, Abrashi ist verletzt. Und der SC hat sich zwar im Heimspiel gegen Hannover deutlich mehr Torchancen herausgespielt als in den Partien zuvor, aber nur eine durch den eingewechselten Petersen verwertet.

Erst zwei Tore erzielt

Insgesamt stehen erst zwei Tore auf dem Konto der Freiburger, der Tabellenvorletzte Bremen hat auch nur eins mehr erzielt, dafür aber einen Punkt weniger. Beide Mannschaften stehen heute also unter Druck, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Mit einer entsprechend aufgeheizten Stimmung rechnet Streich im ausverkauften Weserstadion: »Sie werden draufgehen und attackieren und versuchen, das Feuer der Zuschauer zu entfachen.« Der SC-Coach hofft, dass seine Spieler das auch als Ansporn sehen können.

Bei Nils Petersen wäre das sicherlich der Fall. Nach seiner Einwechslung gegen Hannover hat er der Mannschaft genau wie Ryan Kent »geholfen«, wie Streich es bezeichnete. Er hätte sich damit genau wie der Engländer einen Einsatz von Beginn an verdient. Wie üblich wird sich der SC-Trainer aber ganz genau überlegen, ob Petersen als Einwechselspieler nicht die bessere Option ist. Wenn es Veränderungen in der Start-
elf gibt, dann nur aus taktischen Gründen, erklärte dazu Streich.


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