Bundesliga 
SC Freiburg klettert auf Platz fünf
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Ulrich Marx
Der Superjoker hat wieder zugeschlagen: Nils Petersen erzielte mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer beim 1:0 des SC Freiburg gegen den FSV Mainz. Der Sport-Club ist damit auf einen Europa-League-Platz geklettert - und dürfte den Klassenerhalt gesichert haben.

Gerade mal 33 Sekunden hat es diesmal gedauert von der Einwechslung bis zum Tor. Nils Petersen kam am Samstag für den erschöpften Mike Frantz und sorgte mit seiner ersten Ballberührung für einen glücklichen Sieg der Freiburger, in einem Spiel, in dem Trainer Christian Streich "mit einem Unentschieden zufrieden gewesen wäre". Das Freiburger Tor stand sinnbildlich dafür, wie es laufen kann, wenn eine Mannschaft im Abstiegskampf steckt und es bei der anderen läuft. FSV-Torwart Jannik Huth boxte bei einer Kerze im Strafraum Mitspieler Danny Latza um, der nach der erneuten Hereingabe von Lukas Kübler weiter am Boden lag und damit zum einen das Abseits aufhob und zum anderen als Bewacher von Petersen fehlte.


"Das war unglücklich für Mainz", sagte der Torschütze, der in den 70 Minuten zuvor ein eher unattraktives Fußballspiel von außen beobachtet hatte. Der Sport-Club begann für ein Heimspiel ungewohnt defensiv, überließ den Mainzern das Spiel und bescherte dem FSV in den ersten zehn Minuten gleich drei Ecken, bei denen die Rheinhessen ihre Standardgefahr aber nicht nachweisen konnten. "Wir wollten vor allem keine Konter kassieren wie im Hinspiel", erklärte Streich, "so wie wir heute gespielt haben, das ist nicht so, wie Freiburg normalerweise probiert zu kicken." Der SC ließ in der ersten Hälfte keine Torchance der Mainzer zu, gab aber auch selbst nur durch Vincenzo Grifo (24. Minute) einen Torschuss ab.

"Athletisch und effektiv"

In der zweiten Halbzeit hatten zwar beide gleich zu Beginn gute Möglichkeiten durch Jannik Haberer (48.) und Pablo de Blasis (50.), das Niveau der Partie blieb aber überschaubar. In der Schlussphase rettete SC-Torwart Alexander Schwolow den Dreier, als er einen abgefälschten Schuss des eingewechselten Fabian Frei (88.) hielt. "So ist der Fußball heute - athletisch, effektiv, und ein Tor reicht manchmal", erklärte Petersen, "das macht nicht immer Spaß zuzugucken, aber die Leute gehen heute trotzdem freudig nach Hause." Die Mannschaft arbeite aber daran, sich auch wieder fußballerisch zu verbessern und mehr Chancen herauszuspielen. Vielleicht hilft ihr dabei, dass sie den Klassenerhalt geschafft hat, auch wenn das bislang nur Petersen offen ausspricht, während sich sein Trainer und einige Mitspieler erst dazu gratulieren lassen wollen, wenn das auch rechnerisch nicht mehr in Frage steht.

Neue Ziele?

Petersen ist stolz auf die 41 Punkte, "die uns kaum jemand zugetraut hätte". Und der 28-Jährige findet auch, dass der Sport-Club sich jetzt andere Ziele stecken kann - "und vielleicht auch ein bisschen von Europa träumen". Allerdings hat er auch persönliche Ziele, und das vorrangige ist dabei nicht, den Ex-Bayern-Stürmer Alexander Zickler in der Joker-Rangliste zu überholen und die alleinige Führung zu übernehmen. Sondern: "Ich hoffe, dass ich auch noch mal von Beginn an dabei bin und ein Tor erziele", sagte Petersen.


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