Bundesliga 
Neuzugang Robin Koch kann beim SC Freiburg durchstarten
Robin Koch Bildquelle Verein

Beim SC Freiburg steht Neuzugang Robin Koch (21) vor einem schnellen Debüt, weil U 21-Europameister Marc Oliver Kempf verletzt ausfällt.

Die ersten Saisonspiele hat Robin Koch noch für den Zweitligisten Kaiserslautern bestritten, obwohl sich der 21-Jährige eigentlich schon auf den SC Freiburg als neuen Verein eingestellt hatte. Doch der FCK stellte sich zunächst quer und stimmte dem Wechsel erst zu, als der Sport-Club finanziell nachlegte. Jetzt könnte es für den Sohn von Ex-Profi Harry Koch ganz schnell gehen mit dem Bundesligadebüt, weil Marc Oliver Kempf verletzt ausfällt.

In den Streik zu treten wie Ousmane Dembélé bei Borussia Dortmund, um einen Transfer zu erzwingen, das wäre für Robin Koch nicht in Frage gekommen, nicht nur »weil das beim SC Freiburg sicherlich nicht gut angekommen wäre«. Der in Kaiserslautern geborene Koch konzentrierte sich aufs Training und die Spiele beim FCK. »Ich konnte ja sowieso nichts an der Situation ändern.« Und Trainer Norbert Maier schenkte ihm sein Vertrauen, er gehörte in den drei ersten Saisonspielen und im Pokal zur Startelf der Pfälzer. Trotzdem ist der 21-Jährige froh, dass es kurz vor dem Ende der Transferfrist doch noch geklappt hat und er »den nächsten Schritt machen« kann.

"Noch höheres Tempo"
Zwei Jahre hat er in der Regionalliga gespielt, erst in Trier und dann in Kaiserslautern, und in der vergangenen Saison wurde er regelmäßig in der zweiten Liga eingesetzt. Dass die Bundesliga wieder eine Steigerung ist, merkt er schon jetzt im Training. »Das ist nochmal ein höheres Tempo«, sagt Koch. Außerdem müsse er gerade sehr viel aufnehmen und taktisch dazu lernen. In Kaiserslautern hat der Innenverteidiger zwar auch schon Vierer- und Dreierkette gespielt, so dass ihm beide Systeme vertraut sind, aber im Spielaufbau unterscheide sich die Spielweise seines bisherigen und seines jetzigen Klubs. 

Vor allem muss sich Koch an die Laufwege seiner neuen Mitspieler gewöhnen. Das Freundschaftsspiel gegen St. Gallen (1:1) in der Länderspielpause habe ihm dabei schon weiter geholfen. Auch wenn sich der Neuzugang eigentlich noch Zeit zur Eingewöhnung geben will, hat dieser Test möglicherweise auch dafür gesorgt, dass Koch schon schnell zu seinem ersten Bundesligaspiel kommt. Marc Oliver Kempf hat sich bei dem Spiel in Radolfzell eine Muskelverletzung zugezogen und wird rund vier Wochen ausfallen. »Ich bin bereit und traue es mir zu«, gibt sich Koch selbstbewusst.

3,5 Millionen Euro Ablöse
Eigentlich war der Lauterer als perspektivische Verpflichtung geplant, weil Kempf seinen nach dieser Saison auslaufenden Vertrag bislang nicht verlängern wollte. Dann war klar, dass Manuel Gulde und Georg Niedermeier (beide Rücken) langfristig ausfallen, so dass die SC-Verantwortlichen in der Innenverteidigung dringenden Handlungsbedarf schon für diese Saison gesehen haben. Rund 3,5 Millionen Euro überwiesen sie an den FCK, der sich von dieser Summe umstimmen ließ, obwohl Trainer Meier den Innenverteidiger gerne behalten hätte.

»Gute Athletik und gutes Kopfballspiel« bescheinigt SC-Trainer Christian Streich dem 1,90 Meter großen Spieler, »und er ist sehr ehrgeizig«. Seinen Eltern war er manchmal fast schon zu ehrgeizig. Obwohl Vater Harry Koch selbst Fußballprofi war und beim FCK Legendenstatus hat, bestand er genau wie die Mutter darauf, dass der Sohn die Schule und dann auch seine Ausbildung als Industriekaufmann beendete. Der Vater war berühmt für sein großen Kämpferherz, und auch wenn der Sohn technisch etwas versierter ist, hat er »von der Mentalität schon einiges von ihm«. Und er passt seiner Ansicht nach damit gut in eine Mannschaft, bei der ihm gefällt, dass sie »Power-Fußball spielt, und jeder rennt und kämpft bis zum Umfallen«.


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