Landesliga 1 
Landesliga: SV Oberkirch erleidet noch direkten Abstieg
Trainer Helmut Kröll (r.) und der SV Oberkirch steigt in die Bezirksliga ab. Bildquelle Ulrich Marx
SV Freistett feiert den Klassenerhalt

VfR Willstätt – SV Oberkirch 1:0

Lange Gesichter gab es am Samstagabend nach dem 1:0 des VfR Willstätt gegen den SV Oberkirch in beiden Lagern. Der VfR überholte zwar den SVO, schaffte es aber nicht ans sichere Ufer. Als Viertletzter musste der Neuling noch auf den Ausgang der Verbandsligaspiele am Sonntag hoffen. Die Renchtäler stürzten auf den drittletzten Platz und damit direkt in die Bezirksliga ab.

Nur an fünf von 30 Spieltagen stand der SV Oberkirch auf einem Abstiegsplatz. Nach der letzten Begegnung stieg die Mannschaft von Trainer Helmut Kröll durch das späte 0:1 im Willstätter Stadion am Rosengarten direkt ab. Aber für den VfR könnte es ein Pyrrhussieg gewesen sein. Der unerwartete Erfolg von Ottenau bei Oberachern II machte den Verbleib von Willstätt am Samstagabend von zwei Faktoren abhängig. So durften am Sonntag neben Hofstetten nicht noch Stadelhofen und Kuppenheim aus der Verbandsliga runterkommen. Da Kuppenheim oben blieb, ist der Aufstieg von Bühlertal über die Relegationsspiele in die Verbandsliga der nächste Rettungsanker. Zunächst neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, bevor VfR-Keeper Rudolf Kanz einen Schuss von Benjamin Gentner im Flug zur Ecke lenkte (35.). Zwei Minuten später war SVO-Torwart Rico Spinner bei einem Schuss von Jannik Huft zur Stelle. In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich Oberkirch ein spielerisches Übergewicht und einige Chancen, nachdem Arda Giragos das SVO-Tor nur knapp verfehlt hatte. Doch Esteban Muller (70.) verstolperte frei im Strafraum und zog zwölf Minuten später im Duell mit Kanz den Kürzeren. Im Gegenzug erzielte Tim Steurer nach einer Flanke das überraschende 1:0, bei dem Spinner zögerlich nicht gut aussah. Heiße Schlussphase Die Gäste reagierten stürmisch, doch ein Kopfball von Anicet Eyenga landete an der Latte und tropfte vor der Linie wieder auf (85.). Danach hätte Atanas Karagyaurov das Spiel entscheiden können, doch er verzog frei nach Flanke von Giragos. In der Nachspielzeit erhielt der in der 81. Minute eingewechselte Concorde Nyaminani vom VfR Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel. Der folgende Freistoß segelte in den Strafraum, Eyenga köpfte in Richtung langer Pfosten, doch Kanz wischte den Ball nach einem Hechtflug von der Linie. Nach kurzem Kontakt mit seinem Assistenten entschied Schiedsrichter Mathias Heilig, dass es kein Tor war, und beendete das Abstiegsduell. Beide Trainer waren sich einig, dass ein Klassenverbleib nicht in diesem letzten Spiel entschieden wurde. Über die Saison habe man unnötig Punkte liegen lassen. »Vor dem Tor hatte Oberkirch sicher die klarere Chancen, danach mussten wir den Sack zu machen«, sagte VfR-Trainer Asbet Asa, der darauf hoffe, dass es nur drei Absteiger geben könnte. Für Helmut Kröll war es ein bitterer Abschluss seiner ersten Saison als Trainer in Oberkirch: »Wir wären mit einem Sieg in unserem Soll gewesen. Uns hätte wohl ein Tor gereicht, aber wie in vielen Spielen nutzten wir unsere Chancen nicht«.

 

 

SV Freistett – TuS Durbach 3:2

Der SV Freistett gewann sein letztes Heimspiel mit 3:2 (1:0) gegen den TuS Durbach und sicherte sich somit endgültig den Klassenerhalt. Freistett war von Beginn an engagierter. Nach nur fünf Minuten die erste gute Aktion der Gastgeber, als Sergej Barzewitsch freigespielt allein vor TuS-Keeper Grothmann auftauchte. Dieser konnte jedoch parieren. Freistett hatte nun ein Übergewicht im Mittelfeld, so richtig gefährlich wurde es meist jedoch nur über den schnellen Barzewitsch. In der 17. Minute dann die verdiente Führung für die Heimelf. Nach einem kurz ausgeführten Eckball, den die Durbacher Defensive nicht wirklich auf dem Zettel hatte, netzte Dennis Kaiser zum 1:0 ein. Nun kamen auch die Gäste besser ins Spiel, und es wurde hitziger. Kurz vor der Pause wurde Torjäger Philipowski auf die Reise geschickt und konnte sich gegen drei Verteidiger durchsetzen. Sein Abschluss ging allerdings knapp über die Querlatte. Nach knapp einer Stunde dann der Aufreger der Partie. Einen Klärungsversuch von Grothmann bekam der angreifende Barzewitsch an die Hand. Der Schiedsrichter entschied jedoch, die Partie weiterlaufen zu lassen, und so war es Andreas Huber, der im Nachschuss Grothmann überlupfte und auf 2:0 erhöhte. Die Ereignisse überschlugen sich nun. Im Gegenzug war es Dominik Albers, der im Strafraum gefoult wurde. Den Strafstoß verwandelte Philipowski zum 2:1. Kurz darauf die Riesenchance zum Ausgleich für die Blau-Weißen. Philipowski ief allein auf Keeper Schuck zu, verpasste aber seinen 22. Saisontreffer und damit die alleinige Torjägerkrone in der Liga. In der 79. Minute fiel die Entscheidung. Wieder nach einem Eckball herrschte Unstimmigkeit in der TuS-Defensive, die Andreas Huber eiskalt zum 3:1 nutzte. In der 88. Minute kam der TuS auf 3:2 ran. Oliver Bienias traf mit einem sehenswerten Volleyschuss. Allerdings konnten die Gäste nicht mehr entscheidend gefährlich werden und verloren ihr letztes Spiel der TuS-Vereinsgeschichte mit 3:2.

 

SV Oberharmersbach – FV Schutterwald 1:1

Nach nur einer Saison muss der SV Oberharmersbach zurück in die Bezirksliga. Der Aufsteiger kam am Samstag nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den FV Schutterwald hinaus, der die Saison auf Rang 4 abschließt. Doch selbst ein Sieg hätte aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenten nichts mehr am vorletzten Tabellenrang geändert. Der SVO verabschiedete sich allerdings mit einer starken Leistung, die in einem ereignisreichen Spiel einen Sieg als verdienten Lohn gehabt hätte. Die Harmersbachtäler machten sofort Druck, der indes zunächst nur Halbchancen für Manuel Jilg und Mike Gutmann einbrachte. Auf der anderen Seite hielt Keeper Steffen Till bei einem Schuss aus zwölf Metern des agilen Schutterwälders Marvin Schillinger, der kurz nach der Pause knapp verzog. Im Gegenzug verfehlte auch Jilg nur um Zentimeter. Drei Alu-Treffer Pech hatten zudem Marco Schößler (66.), dessen abgefälschter Schuss knapp am Pfosten vorbei flog, und Jilg (67.), dessen Kopfball an die Latte prallte. Dafür vollendete Jilg einen schönen Angriff über Gutmann und Schößler zum verdienten 1:0 in der 68. Minute. Der Gast, der seinen 3. Tabellenplatz ins Ziel bringen wollte, reagierte offensiv, doch Ralf Bruder klärte per Kopf auf der Torlinie. In der 72. Minute aber hatte der FVS mehr Erfolg, als der eingewechselte Andreas Zuska eine Flanke von Chris Giedemann am langen Pfosten einnickte. Beide Teams blieben offensiv, verzeichneten aber nur noch je einen Alu-Treffer – Gutmann für den SVO per Kopf und Schillinger per Fuß, wobei Bruder den Nachschuss kurz vor der Linie klären konnte. Der SVO-Spielausschussvorsitzende Günter Roth sprach von einem »würdigen Abschied aus der Landesliga«. Als Trostpflaster gilt die Aussicht auf einige hochinteressante Derbys, nicht nur gegen Mitabsteiger SV Hausach und BezirksligaAufsteiger Zeller FV.

 

 

TuS Oppenau – Rastatter DJK/SC 3:1

Vor dem Spiel ehrte Staffelleiter Matthias Deuchler den Landesliga-Meister und künftigen Verbandsligisten, dann ließ der TuS Oppenau nichts anbrennen und gewann gegen den Rastatter SC/DJK mit 3:1 (2:0). In der 3. Minute hatte Oppenau die erste Chance durch Spielertrainer Christian Seger, doch nach einem tollen Spielzug parierte Rastatts Torwart Simon Baumstark glänzend. In der 14. Minute schloss dann Florian Müller einen Angriff durch die Mitte mit einem platzierten Schuss zum 1:0 ab. In der 25. Minute war Müller dann freigespielt, aber der Schuss ging am Tor vorbei. In der 28. Minute hieß es aber 2:0, ein toller Pass kam zu Ali Abdalla, der überlegt vollendete. In der 31. Minute lenkte Baumstark einen Freistoß von Müller an die Querlatte, den Nachschuss jagte Seger übers Tor. Erst in der 39. Minute kam der Gast zu seiner ersten Chance: Ein schnell vorgetragener Angriff endete allerdings in den Händen von TuS-Torwart Poveda. In der 48. Minute zog dann Rastatts Carlo Riili ab und überwand den zur Pause eingewechselten Torwart Fischer zum 2:1. Doch nur sieben Minuten später folgte eine meisterliche Antwort, als Abdalla einen sehenswerten Spielzug zum 3:1 abschloss. Nur eine Minute später scheiterte Keller alleine an Baumstark. Oppenau machte jetzt wieder mehr und erspielte sich Chance um Chance. In der 60. Minute parierte aber Fischer einen platzierten Schuss von Riili. In der 74. Minute prüfte Rastatts Malecki Torwart Fischer, der aber sicher hielt. Nach einer Kombination über Soaita auf Mischall ging dessen Kopfball um Zentimeter am langen Eck vorbei. In der 80. Minute reagierte Baumstark gegen Mischall, der frei vor ihm zum Schuss kam, ganz stark.

 

FV Elchesheim – FSV Altdorf 4:4

Zum Saisonfinale holte sich der FSV Altdorf in Elchesheim mit einem spektakulären 4:4 (3:2) einen verdienten Punkt. Die Oswald-Elf schaffte es zweimal, einen Zwei-Tore-Rückstand auszugleichen. Beide Teams gingen die Defensivarbeit entspannt an. Leidtragende waren die Torhüter, die von ihrer Vorderleuten einige Male im Stich gelassen wurden. »Die Zuschauer sahen viele Tore und noch mehr Torraumszenen. Das Unentschieden ist unterm Strich verdient. Jede Mannschaft kann mit einem Positiverlebnis in der Sommerpause gehen«, so Christoph Oswald nach seinem letzten Spiel als Spielertrainer des FSV. Überragender Huber In der ersten Halbzeit hatte der FSV große Probleme mit den konsequent über die Flügel vorgetragenen Angriffen. Überragender Mann der Platzherren war Sven Huber, der als Vorbereiter und Torschütze nicht in den Griff zu bekommen war. Er hatte in der 9. Minute die erste Torchance, traf aber nach Flanke von Roberto Riili per Kopf nur den Pfosten. In der 15. Minute scheiterte auf der Gegenseite Christoph Oswald aus kurzer Distanz am stark reagierenden Keeper Bastian Brunner. In der 24. Minute die verdiente Führung für die Platzherren. Nach bewährtem Strickmuster über die Flügel und einem Gestochere im Strafraum kullerte das Leder zu Adolf Javorek, der einnetzte. Nur vier Minuten später dribbelte sich Sven Huber durch die FSV-Abwehr und sorgte für das 2:0. Die FSVAntwort folgte in der 34. Minute. Mike Rheinberger traf mit einem 20-Meter-Schuss die Latte, Omar Daffeh stand goldrichtig und verwertete den Abpraller. Die Gäste blieben dran und glichen in der 42. Minute durch Florian Karl nach Vorarbeit von Lucas Hunn aus. Die Viererkette der Altdorfer hatte im ersten Abschnitt deutliche Abstimmungsprobleme. Diese nutzte Huber nach Vorarbeit von Thorben Schmidt zur erneuten Führung. Die Teams waren auch nach der Pause offensiv orientiert. Pech für Christoph Oswald, der nach Ablage von Karl in der 55. Minute nur den Pfosten traf. Zehn Minuten später erhöhte Schmidt, der seinen Gegenspieler austanzte, unhaltbarauf 4:2. In der Schlussphase ging den Gastgebern aber die Puste aus. Dies nutzten die Altdorfer eiskalt. Zunächst Christoph Oswald (75.) nach Flanke von David Schacht und in der 78. Minute dann Felix Pietrock nach Flanke von Karl sorgten für den erneuten Ausgleich. In der Schlussphase waren die Altdorfer dem fünften Treffer näher als die Gastgeber.

 

 

VfB Bühl – SV Hausach 4:2

Nach drei sieglosen Spielen holte der VfB Bühl im letzten Saisonspiel noch einmal drei Punkte. Das war auch zu erwarten, denn schließlich spielte man gegen das seit Wochen schon abgestiegene Schlusslicht der Liga, den SV Hausach. VfB-Trainer Alexander Hassenstein hatte sein Team kräftig umgestellt, da er gleich auf acht Spieler verzichten musste. Bühl begann schwungvoll, spielte schnell über die Außenbahnen und hatte durch Yusuf Büyükasik, Simon Ginetto und Marc Albrecht gute Chancen zur Führung. Nach 20 Minuten war es dann aber soweit. Yusuf Büyükasik lief energisch Torhüter Raphael Kugel an, der den Ball überhastet in die Füße von Darwin Sabando spielte. Der Bühler Neuzugang aus Ecuador legte uneigennützig quer auf Büykasik, der zum 1:0 einschob. Nach tollem Flankenlauf von Yannik Sauer über den rechten Flügel legte dieser zurück auf Büyükasik, der nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Foulelfmeter versenkte Darwin Sabando zum 2:0. Hausach wehrte sich nach Kräften und versuchte vor allem durch Fernschüsse von Kevin Mayer oder Felix Mik zum Erfolg zu kommen, was aber zunächst nicht gelang. Nach der Pause erhöhten die Bühler das Tempo und kamen fast im Minutentakt zu Chancen. Albrecht setzte den Ball an die Latte und Sabando vergab zwei Mal in aussichtsreicher Position. Nach einer Stunde war es dann aber soweit. Sabando netzte den Ball zum 3:0 ein. Als wenig später Steven Knosp per Kopfball das 4:0 erzielte, sah es nach einem Debakel für Hausach aus, aber der Gast zeigte Moral. Durch einen herrlichen Treffer von Felix Mik, er nagelte den Ball aus 25 Metern unter die Torlatte, erzielte Hausach das 1:4. Wenig später unterlief Nico Bohn ein kurioses Eigentor zum 4:2-Endstand, denn er überlistete seinen Torhüter Marcel Lang mit einer Rückgabe fast von der Mittellinie.

 

SV Oberachern II – SpVgg Ottenau 3:4

Als Schiedsrichter Stefan Schmidt die Partie nach 93 Minuten beendete, kannte der Jubel im Lager der SpVgg Ottenau keine Grenzen mehr. Mit einem verdienten 4:3-Erfolg bei der Oberliga-Reserve SV Oberachern zogen die Murgtäler am letzten Spieltag gerade noch den Kopf aus der Schlinge. Wie schon so oft in dieser Saison gingen die Achertäler, für die es um nichts mehr ging, trotz Pausenführung als Verlierer vom Platz. Bereits nach vier Minuten hatte Mathieu Krebs per Direktabnahme die frühe SVOFührung auf dem Fuß, donnerte das Leder aber nach Hereingabe seines Bruders Cedric Krebs knapp am Pfosten vorbei. Glück für die über lange Zeit nervös agierende Elf von Trainer Giovanni Marotta, dass der Unparteiische Oberachern nach einem Foul an Sascha Raz einen klaren Foulelfmeter verweigerte (12.). Im Anschluss an die erste SVO-Ecke traf der freistehende Yildirim Demir per Kopf zum 1:0 ins Gästegehäuse (17.). Ottenau besaß in der Folgezeit gegen eine alles andere als sattelfest agierende Oberacherner Defensive zwar einige gute Chancen, lag aber nach 25 Minuten mit zwei Toren in Rückstand, als Julian Hauer nach Vorarbeit von Leo Hocak zum 2:0 erfolgreich war. Ein unglückliches Eigentor von Kemal Sert brachte die Murgtäler in Minute 43 wieder heran und fast mit dem Pausenpfiff verhinderte Keeper Jogi Schnurr gegen Sandro Cuttica den Ausgleich. Der fiel dann in der 67. Minute durch Andreas Schmieder und nur drei Minuten später traf Tobias Wunsch zum 2:3. Die Gastgeber waren zwar um den Ausgleich bemüht, aber hinten offen wie ein Scheunentor. Der kurz zuvor eingewechselte Patrick Ebler machte mit dem 2:4 (84.) dann alles klar. Der Anschlusstreffer von Kemal Sert zum 3:4 kam zu spät (90.).


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (TuS Durbach) 21
Isuf Avdimetaj (SV Bühlertal) 21
3. Florian Müller (TuS Oppenau) 16
4. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 15
Patrick Holl (SV Sinzheim) 15
6. Steven Knosp (VfB Bühl) 14
Andreas Zuska (FV Schutterwald) 14
8. Benjamin Bruckner (SV Hausach) 13
9. Oussama Ayari (Rastatter SC / DJK e.V.) 11
10. Leonardo Hocak (SV Oberachern 2) 10
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