Landesliga 1 
Landesliga: Die Ära TuS Durbach geht morgen zu Ende
Der TuS Durbach tretet morgen das letzte mal in einem Punktspiel an.
Minimalchance für den SV Oberharmersbach

SV Freistett – TuS Durbach

Der TuS Durbach reist am letzten Spieltag der Saison in der FußballLandesliga zum noch immer abstiegsbedrohten SV Freistett. Anpfiff im FriedrichStephan-Stadion ist morgen um 15.30 Uhr. Freistett hat die beste Ausgangslage im Abstiegskrimi am letzten Spieltag. Die Elf von Trainer Steve Schroeter kann seit dem wichtigen Sieg gegen Ottenau nicht mehr auf den drittletzten Tabellenplatz abrutschen, da sich die Konkurrenten Oberkirch und Willstätt gegenseitig die Punkte nehmen. Geht man jedoch von vier potenziellen Absteigern aus, sollten die Rheinauer zu Hause noch mal punkten, um endgültig einen Haken hinter die Saison machen zu können. Beim Gast aus Durbach dagegen läuft die Saison gerade so aus. Nach einem starken 0:0 gegen Bühlertal ist die Vorfreude nun groß auf die letzte Aufgabe in Freistett. »Wir freuen uns auf das letzte Spiel der Vereinsgeschichte. Nach dem ordentlichen Punktgewinn letzte Woche wollen wir die Saison nun mit einem Erfolgserlebnis abschließen«, freut sich TuS-Coach Jan Haist und appelliert gleichzeitig an sein Team: »Wir wissen, dass wir schwere Wochen hinter uns haben, die viel Kraft kosteten. Dennoch haben wir eine Verpflichtung der Liga gegenüber und werden trotz personellem Engpass noch mal alles geben, um in Freistett erfolgreich zu sein.« Im Hinspiel trennten sich beide Teams 2:2, nachdem es der TuS nicht schaffte, eine 2:0-Führung über die Zeit zu bringen. Personell kehrt der zuletzt gesperrte Matthias Ritter wieder in die Mannschaft zurück. Fehlen werden dagegen Said Saglam und Niklas Decker aus beruflichen Gründen.

 

SV Oberharmersbach – FV Schutterwald

Mit dem überraschenden 3:1-Sieg beim FSV Altdorf hat sich der SV Oberharmersbach (15. Platz/29 Punkte) die letzte Chance auf eine zweite Landesliga-Saison eröffnet. Morgen (15.30 Uhr) müssen die Harmersbachtäler aber auch gegen den FV Schutterwald (3./51) gewinnen – und dann auf Niederlagen des Mitaufsteigers VfR Willstätt (14./31) gegen den ebenfalls noch nicht geretteten SV Oberkirch (12./33) und der SpVgg Ottenau (13./32) beim SV Oberachern II (5./47) hoffen. Der längst abgestiegene SV Hausach (16./18) verabschiedet sich zeitgleich beim VfB Bühl (4./50) in die Bezirksliga. Nach der 0:4-Pleite gegen Sinzheim war der SVO fast schon abgestiegen, durch den 3:1-Erfolg am Sonntag in Altdorf hat sich jedoch erfüllt, was sich Trainer Manfred Hellmig vor diesem letzten Auswärtsspiel erhofft hatte: »Es wäre toll, wenn wir im letzten Heimspiel gegen Schutterwald noch eine kleine Chance hätten, den Klassenerhalt zu schaffen«. Auf jeden Fall sei eine ebenso starke Leistung wie in Altdorf nötig, so Hellmig, »damit wir unseren Teil zu einem möglichen Happy-End beitragen können«. Der erst vierte Heimsieg ist jedenfalls Pflicht. Allerdings fehlen dabei mit Roman Boser (Mittelfeld) und Matthias Lehmann, dem stürmenden der beiden Matthias Lehmänner, zwei wichtige Akteure gegen einen Gast, der zuletzt durch einen 4:0-Sieg gegen Bühl auf Rang 3 geklettert ist. Bestes Rückrundenteam Auf Seite der Gäste aus Schutterwald geht es im letzten Spiel nochmals darum, an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Beim 4:0-Erfolg auf eigenem Platz gegen den VfB Bühl konnte man im letzten Heimspiel einen verdienten Sieg einfahren, der nochmals die gute Form der Rückrunde bestätigte. Mit bislang zehn Siegen aus 14 Partien im Jahr 2018 stellt man zusammen mit Meister TuS Oppenau die aktuell beste Rückrundenmannschaft. Dies wollen die Schutterwälder in Oberharmersbach nochmals bestätigen. Personell wird Trainer Frank Berger im letzten Spiel wieder auf die zuletzt fehlenden Schillinger und Kirchner bauen können. Carus-Lacolade, Nüssle und Till fehlen dagegen weiterhin verletzungsbedingt, während Leidinger privat verhindert ist.

 

 

Oppenau – Rastatt

Der Meister verabschiedet sich von der Landesliga und hat trotz ausgiebiger erster Feierlichkeiten einen Sieg im Visier. »Zum Dienstagtraining sind die meisten Spieler erschienen, jene die fehlten habe ich angerufen und sie haben mir dann versichert, dass es ihnen gut geht«, hat Spielertrainer Christian Seger alle »Feierbiester« vom vergangenen Samstag bis teilweise Montagvormittag für die Samstagpartie zusammen und verspricht: »Wir wollen das letzte Spiel vor heimischem Publikum definitiv gewinnen und werden es nicht zulassen, dass es ein Spaßspiel wird. Denn wir wollen unseren Lauf mitnehmen und noch beste Offensive der Liga werden (TuS hat drei Tore weniger erzielt als Vizemeister SV Bühlertal).« Christian Seger hat aber Respekt vor den Gästen, die auch in der Vorrunde sehr unangenehm zu spielen waren und ist überzeugt, dass die Rastatter dem Meister nichts schenken werden. Der TuS-Spielertrainer erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. 

 

 

Willstätt – Oberkirch

Es ist das Endspiel um den Klassenerhalt – mit leichten Vorteilen für den SV Oberkirch, der zwei Zähler mehr auf dem Konto hat und dem bei drei Absteigern ein Remis reichen würde. Müssen vier Teams runter ins Bezirksoberhaus, dann brauchten die Renchtäler einen Sieg, falls die Spielvereinigung Ottenau in Oberachern gewinnen sollte. »Bei der Niederlage in Rastatt haben wir in der ersten halben Stunde ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten gesehen. Leider haben uns zwei verletzungsbedingte Wechsel (Steffen Grams und Liviu Chirita) nach einer Viertelstunde aus dem Rhythmus gebracht. In dieser Phase haben wir die zwei Gegentore kassiert. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann alles oder nichts gespielt und das dritte Gegentor eingefangen. Es war ein verdienter Sieg der Rastatter«, blickt Stefan Hochwald auf den vorletzten Spieltag zurück. »Das Heimspiel gegen Oberkirch müssen wir unbedingt gewinnen«, weiß der VfR-Boss. Doch sei die Personalsituation angespannt. Die Langzeitverletzten Yannick Assenmacher und Dominik Baumgärtner fehlen, Youssouf Savane und Manuel Klumpp sind privat verhindert, angeschlagen sind Steffen Grams, Liviu Chirita und Felix Almansa. »Alle drei konnten diese Woche nicht trainieren und unser Physio Gerhard Karrle wird alles geben um sie bis Samstag fit zu machen«, so Hochwald. Wieder zurück im Kader ist Torhüter Tobias Meyer. SVO-Coach Helmut Kröll lobt sein Team für die kämpferisch starke Leistung beim 2:2 gegen den SV Oberachern II. »Die Mannschaft hat alles versucht, zweimal einen Rückstand aufgeholt und dann kurz vor Spielende noch einen Treffer erzielt, der leider nicht anerkannt wurde. Unter Anwendung der Vorteilsregelung wäre das der Siegtreffer gewesen.« Allerdings macht Kröll dem Schiri keinen Vorwurf, »der muss eine sekundenschnelle Entscheidung treffen, was sicher nicht einfach ist«. Mit Blick auf Samstag erwartet der SVO-Coach »ein hochdramatisches Spiel. Die Spieler wissen worum es geht und dementsprechend wollen wir auftreten. Wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen und werden nicht auf andere Plätze schauen.« Fehlen werden Bekir Basar, Riccardo Lienert, Loic Gerard (alle verletzt) und Kevin Bierer (Urlaub). Enrico Stein und Nicolas Panter sind angeschlagen, ihr Einsatz ist fraglich.


 

 

Oberachern II – Ottenau

Egal wie das letzte Saisonspiel gegen die Spielvereinigung Ottenau auch ausgehen mag – die zweite Mannschaft des SV Oberachern wird ihre erste Landesligasaison auf alle Fälle als Tabellenfünfter beenden. »Mit den gezeigten Leistungen von Team II können wir vollauf zufrieden sein. Nach dem Weggang von Andreas Weisgerber in der Winterpause war absehbar, dass die Mannschaft den Herbstmeistertitel nicht bis zum Rundenende verteidigen kann. Trotzdem war es eine ganz tolle Saison und die jungen Spieler haben uns viel Freude bereitet«, betont Oberacherns Vorstandsvorsitzender Ralf Lorenz. Mit einem Heimsieg will sich die Elf von Trainer Stefan Geppert in die Sommerpause verabschieden, doch das dürfte nicht ganz einfach werden, denn die Gäste aus dem Murgtal stehen nach der 0:2-Heimniederlage gegen Freistett gewaltig unter Erfolgsdruck. Mit 32 Punkten belegt das Team von Trainer Giovanni Marotta nur Rang 13 und das könnte am Ende bei vier möglichen Absteigern zu wenig sein, um sich die Ligazugehörigkeit für ein weiteres Jahr zu sichern. In der Vorrunde behielten die Achertäler nach Toren von Mathieu Krebs und Yildirim Demir mit 2:1 die Oberhand. Im Anschluss an die Partie werden die Spieler, die den SVO verlassen, offiziell verabschiedet. Für Yildirim Demir, Sascha Raz, Egzon Neziri, Cedric Krebs und Kemal Sert wünscht sich Coach Geppert »ein Erfolgserlebnis und danach einen gemütlichen Abschluss mit unseren treuen Fans«. Das obligatorische Fass Freibier dazu hat Vereinsboss Ralf Lorenz schon einmal fest zugesichert.

 

VfB Bühl – SV Hausach

Der SV Hausach war am Samstagabend der erste Gratulant des TuS Oppenau, der durch den 2:0-Sieg im Waldstadion die Meisterschaft perfekt machte. Wie zuvor beim 0:2 in Willstätt wehrte sich das personell weiter arg gebeutelte Schlusslicht nach Kräften. Was Trainer Dirk Rudhart zuversichtlich stimmt, der seit dem feststehenden Abstieg von »Vorbereitungsspielen auf die neue Saison« spricht. Ein letztes Vorbereitungsspiel dieser Art führt die Kinzigtäler zu einem weiteren Spitzenteam, zum Tabellenvierten VfB Bühl.
 


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (TuS Durbach) 21
Isuf Avdimetaj (SV Bühlertal) 21
3. Florian Müller (TuS Oppenau) 16
4. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 15
Patrick Holl (SV Sinzheim) 15
6. Steven Knosp (VfB Bühl) 14
Andreas Zuska (FV Schutterwald) 14
8. Benjamin Bruckner (SV Hausach) 13
9. Oussama Ayari (Rastatter SC / DJK e.V.) 11
10. Leonardo Hocak (SV Oberachern 2) 10
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