3.Liga 
0:0 des KSC gegen Aue lässt in Relegation zur 2. Liga alles offen
"Kein schlechtes Ergebnis": Trainer Alois Schwartz (von links) und Sportdirektor Oliver Kreuzer sind nach dem 0:0 des KSC optimistisch fürs Rückspiel in Aue. Bildquelle GES

Torlos ging das erste von den zwei für beide Mannschaften wichtigsten Spielen dieser Saison zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Erzgebirge Aue über die Bühne. Vor knapp 26000 Zuschauern im Wildparkstadion hatte auch keine Mannschaft den Sieg verdient.

Als »kein schlechtes Ergebnis« bezeichnete Karlsruhes Cheftrainer Alois Schwartz das 0:0 im ersten Duell um den letzten Platz in der 2. Liga. Sein Kollege Hannes Drews bezeichnete den Ausgang zwar als »in Ordnung«, zufrieden aber sei er nicht. Im Rückspiel am kommenden Dienstag wird kein Remis mehr möglich sein, eine Entscheidung muss fallen - in der regulären Spielzeit, nach Verlängerung oder erst im Elfmeterschießen. 

Im 19. Pflichtspiel zwischen den Wildparkprofis und ihren Gästen hatte defensive Disziplin zunächst oberste Priorität - auf beiden Seiten. Strafraumszenen waren in den ersten 45 Minuten deshalb kaum zu sehen, von Torchancen ganz zu schweigen.
Als fußballerisches Highlight war nur ein Fallrückzieher von Dennis Kempe zu bezeichnen. Der neben Dimitrij Nazarov und Pascal Köpke dritte Ex-KSCler beim FCE kam nach einem verlängerten Freistoß an den Ball, der aber rechts am Karlsruher Gehäuse vorbeiflog (18.). Ansonsten schafften es beide Mannschaften nicht über Annäherungen  an das gegnerische Tor hinaus. Die Hausherren hatten zu Beginn der Partie und gegen Ende der ersten Halbzeit leichte Vorteile. Ansonsten war Aue immer auf Augenhöhe - mehr aber nicht. Ein Unterschied zwischen den zweitklassigen Sachsen und dem drittklassigen KSC war vor der Pause jedenfalls nicht auszumachen. 

Nur Gelb: eine Tätlichkeit als Aufreger 

Für den zweiten Spielabschnitt war deshalb ein Geduldsspiel zu erwarten. Würde eine der beiden Mannschaften ihr Sicherheitskonzept aufgeben - und wenn ja, wann? Aue kam etwas aktiver aus der Kabine und entwickelte eine leichte Überlegenheit, die in der 55. zum 1:0 für den FC Erzgebirge hätte führen können. Sören Bertram tankte sich von rechts in den Karlsruher Strafraum, aber Benjamin Uphoff im Kasten der Platzherren wehrte seinen Schuss mit dem Fuß zur ersten von in dieser Phase des Spiels vier Ecken für den FCE ab.
Der eigentliche Aufreger in der zweiten Halbzeit war aber eine Tätlichkeit von Aues Mittelfeldspieler Philipp Riese an KSC-Stürmer Marvin Pourié, die zum Glück für die Gäste von Schiedsrichter Stegemann nur mit einer Gelben Karte geahndet wurde (74.). Der Rest war sozusagen nur noch torlose »Empörung«.

Karlsruher SC - Erzgebirge Aue 0:0
KSC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Thiede, Wanitzek, Mehlem, Muslija - Schleusener, Pourié (88. Fink)
Aue: Männel - Rapp, Tiffert, Cacutalua - Rizzuto (42. Kalig), Riese, Fandrich, Kempe (87. Strauß) - Köpke, Nazarov (73. Kvesic), Bertram
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 25906


Top-Torjäger der Liga

1. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 21
2. Sven Michel (SC Paderborn) 19
Benjamin Girth (SV Meppen) 19
4. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 18
5. Fabian Schleusener (Karlsruher SC) 17
Philip Türpitz (1. FC Magdeburg) 17
7. Adriano Grimaldi (Preußen Münster) 15
Daniel Keita-Ruel (Fortuna Köln) 15
9. Stephan Andrist (SV Wehen Wiesbaden) 14
10. Christian Beck (1. FC Magdeburg) 13
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