Bundesliga 
SC Freiburg will im Kellerduell beim HSV punkten
Mike Frantz (r.) könnte am Samstag im Gastspiel beim Hamburger SV nach langer Verletzungspause ­wieder in den Kader des SC Freiburg zurückkehren. Bildquelle Ulrich Marx

Acht Punkte hat Fußball-Bundesligist SC Freiburg in den letzten vier Spielen der Hinrunde geholt. Die gleiche Ausbeute in den letzten vier Spielen der Rückrunde dürfte den Klassenerhalt bedeuten. Der erste Schritt soll am Samstag (15.30 Uhr) beim Hamburger SV gemacht werden. 

Auswärts ist der Sport-Club nicht gerade eine Macht, nur neun seiner 30 Punkte hat er in fremden Stadien geholt und erst einen Sieg in Köln. Trotzdem können die Freiburger mit einem guten Gefühl nach Hamburg reisen, denn seit Christian Streich Cheftrainer ist, hat der SC im Volksparkstadion nicht mehr verloren. »Das gibt einem ein anderes Gefühl, wenn man ins Stadion kommt, aber dann zählt nur noch die Gegenwart«, sagte der SC-Coach. 
Auf die wollen sich Streich und sein Team ohnehin voll und ganz konzentrieren, sich nicht an kuriosen Schiedsrichter-Entscheidungen und anderen Nebenschauplätzen aufreiben. Der Verein hatte sich unter anderem deshalb entschieden, keinen Einspruch gegen die Wertung der Niederlage in Mainz einzulegen. Die Erfolgsaussichten waren ohnehin gering, schließlich will der DFB sein Prestigeprojekt Videobeweis nicht gefährden. »Egal, wie hart, abstrus oder ungerecht sich manches auch manchmal anfühlt, das hat keine Relevanz für unsere Spielleistung«, sagte Streich, »die einzigen, die uns helfen können, sind wir selbst.«

Streich als Psychologe gefragt

Vor dem Spiel in Hamburg ist er allerdings nicht nur als Trainer, sondern auch als Psychologe gefragt. »Eine gewisse Leichtigkeit ist die Grundvoraussetzung, dass du dir gewisse Dinge zutraust«, weiß Streich. Diese nach einer Negativserie von vier Niederlagen und nur einem Punkt aus sechs Spielen in die Köpfe zu bekommen, dürfte allerdings eine schwierige Aufgabe sein. Auf besondere Maßnahmen setzt er vor den entscheidenden Spielen nicht. »Ich habe mit ihnen gesprochen und trainiert, so wie sonst auch«, berichtete Streich und verwies darauf, dass zwei Mannschaften in einer ähnlichen Situation seien (Mainz und Wolfsburg) und zwei Teams deutlich dahinter liegen.
Neben Köln ist das der HSV, für den das Spiel am Samstag der allerletzte Strohhalm ist. »Sie werden sehr aggressiv auftreten und versuchen, uns mit ihrem Pressing zu Fehlern zu zwingen«, vermutet der SC-Trainer, der von seinen Spielern erwartet, dass sie mit den gleichen Mitteln dagegenhalten. Im Gegensatz zu HSV-Trainer Christian Titz will er auf personelle Experimente verzichten, stattdessen auf bewährte Kräfte setzen, auf Spieler, »die eine gewisse Bundesligaerfahrung haben«. 

Frantz als Joker dabei

Das könnte auch bedeuten, dass Kapitän Julian Schuster wieder eine Option für die Startelf ist, nachdem er in Mainz in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde. Der 33-Jährige hat nicht nur Erfahrung, sondern in der Hinrunde auch gute Standards beigesteuert, und er hat schon mit Nicolas Höfler zusammen im Mittelfeld gespielt. Möglicherweise ist auch Mike Frantz in Hamburg erstmals seit seiner Verletzung in der Hinrunde wieder im Kader. Nach seiner langen Pause dürfte er aber eher als Einwechselspieler in Frage kommen und als mentale Unterstützung für das junge Team. Das wird im Volksparkstadion auch rund 2500 Fans hinter sich haben.


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