Landesliga 1 
Landesliga: Woche der Wahrheit für den FV Schutterwald
Ohne den verletzten Spielertrainer Christian Seger bestreitet Oppenau das Spitzenspiel gegen Bühlertal. Bildquelle Iris Rothe

FV Schutterwald – SV Oberachern II

Ein harter Brocken wartet morgen (15.30 Uhr) auf Fußball-Landesligist FV Schutterwald (5. Platz/36 Punkte) im heimischen Waldstadion. Zu Gast ist die Oberliga-Reserve des SV Oberachern (3./37), gegen die man möglichst anders auftreten möchte als bei der deutlichen 1:4-Niederlage im Hinspiel. Das Team von Frank Berger vertraut dabei vor allem auf seine Heimstärke, denn in bislang zehn Partien ist man im Waldstadion weiterhin ungeschlagen. Da die Grün-Weißen zuletzt auch ihre Auswärtsschwache ablegen und beim 2:0-Erfolg in Ottenau bereits den dritten Rückrundensieg in der Fremde feiern konnten, hat man sich als Tabellenfünfter bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heranpirschen können. In den kommenden Wochen wird sich nun zeigen, wohin die Reise für den FVS in dieser Saison noch gehen kann, denn mit Oberachern II, Bühlertal und Durbach stehen der Berger-Elf in den nächsten acht Tagen drei Teams aus dem oberen Drittel der Landesliga gegenüber. Beim Herbstmeister aus Oberachern läuft es aktuell nicht rund. Nur ein Sieg gab es nach der Winterpause für das Team von Stefan Geppert, der mit Cedric Krebs am Wochenende aber wieder einen wichtigen Mann nach Rotsperre im Kader zurück erwartet. Ohnehin wird Berger seine Mannschaft vor einem spielstarken Gegner warnen, der in der Regel jede Menge Spieler in seinen Reihen hat, die bereits Erfahrung im höherklassigen Bereich sammeln konnten. So dürfen sich die Zuschauer morgen im Waldstadion also auf ein spannendes Spiel freuen. Verzichten muss Berger allerdings definitiv auf Kapitän Dold, der mit einem gebrochenen Zeh einige Wochen ausfallen wird. Zudem sind sowohl Schätzle als auch Carus-Lacolade angeschlagen. Ihr Einsatz steht noch auf der Kippe. Bastian Sauer kehrt voraussichtlich in den Kader zurück.

 

 

SV Hausach – SV Oberharmersbach

Nach dem Achtungserfolg beim torlosen Unentschieden gegen den VfB Bühl, will Landesliga-Aufsteiger SV Oberharmersbach (15. Platz/17 Punkte) den Gegner im Kellerduell morgen (15.30 Uhr) bei Schlusslicht SV Hausach (18./15) auf Distanz halten. Vor dem Spiel gegen Bühl wäre man im Oberharmersbacher Lager mit einen Punkt gegen die favorisierten Gäste wohl froh gewesen, nach dem Abpfiff allerdings trauerte man der verpassten Chance auf einen Dreier nach. Aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und der sich bietenden Möglichkeiten war ein Sieg durchaus möglich. Angesichts der Tabellensituation war dann der eine Punkt nur ein schwacher Trost für den Vorletzten. Dennoch war Trainer Manfred Hellmig zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die damit im Abstiegskampf ein Zeichen gesetzt hat. Mit Blick auf das brisante Kellerduell beim SV Hausach äußerte sich der Oberharmersbacher Coach daher optimistisch: »Mit einer kämpferischen Einstellung haben wir auch in Hausach unsere Chance.«

 

SpVgg Ottenau – TuS Durbach

Eine Woche nach dem mageren 1:1 gegen Oberkirch gastiert FußballLandesligist TuS Durbach (6. Platz/32 Punkte) am Sonntag (15 Uhr) im Murgstadion bei der SpVgg. Ottenau (12./24). Nach dem 1:1 im Derby gegen den SV Oberkirch hat der TuS Durbach den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison der Schützlinge des Trainertrios Haist/Brombach/Carnarius. Denn mit dem elften Remis aus 21 Spielen sind die Blau-Weißen die unangefochtenen Unentschiedenkönige der Liga. »Wir haben vergangene Woche in einer schwierigen Partie zu früh in den Verwaltungsmodus geschaltet und hatten gegen Ende nicht mehr die nö- tigen Reserven, um die Partie für uns zu entscheiden«, ärgerte sich TuS-Coach Jan Haist, richtete den Blick aber umgehend auf den nächsten Gegner: »In Ottenau wird uns Ähnliches erwarten. Nur wenn wir es schaffen, das Tempo bis zum Ende hoch zu halten, werden wir dort etwas Zählbares mitnehmen.« Beim 5:0-Erfolg im Hinspiel war die Partie früh entschieden. Dennoch ist der TuS Durbach gewarnt, denn die Ottenauer sammeln seit der Winterpause fleißig Punkte für ihr Ziel Klassenerhalt. Derweil lichten sich die Personalsorgen der Rebdörfler etwas. Im Vergleich zur Vorwoche werden sowohl Niklas Decker als auch Oliver Bienias in den Kader zurückkehren.

 

 


Oppenau – Bühlertal

Zehn Zähler auf Bühlertal und elf Punkte auf den SV Oberachern II und VfB Bühl – bei einem Spiel mehr – beträgt der Vorsprung des TuS Oppenau auf die Verfolger. Jetzt steigt ein echtes Spitzenspiel am Haldenhof – bei einem Oppenauer Sieg können die Verantwortlichen um Fußball-Abteilungsleiter Frank Spinner den Meister-Sekt zumindest in Kühlschranknähe platzieren. »In Elchesheim zeigte unsere Mannschaft eines der besten Saisonspiele und hat trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Spielertrainer Christian Seger verdient gewonnen. Was die Spieler, die auf dem Platz stehen derzeit abzurufen, das ist außergewöhnlich«, schnalzt ein zufriedener Abteilungsleiter Frank Spinner mit der Zunge. Jetzt kommt der SV Bühlertal mit viel Rückenwind durch den 8:1-Kantersieg gegen Willstätt ins obere Renchtal. »Wenn es uns wieder gelingt eine TopLeistung abzurufen wie gegen Elchesheim dann dürfen sich die Zuschauer auf ein interessantes und intensives Spiel freuen. Wir können ohne Druck aufspielen und werden versuchen unseren derzeitigen Lauf fortzusetzen«, verspricht Oppenaus Fußball-Boss. Allerdings sind die personellen Voraussetzungen alles andere als gut. Für Frank Spinner ist die Situation schon dramatisch: »Neben den Langzeitverletzten (Simon Vogt, Steffen Schmeier, Dominic Huber und Patrick Braun) werden auch Nicolas Lietz (Knieprobleme), Matthias Kimmig und Spielertrainer Christian Seger (beide Muskelfaserriss) am Sonntag nicht zur Verfügung stehen«. Fb

 

Willstätt – Freistett

Eine 1:8-Klatsche kassierte Neuling Willstätt auf dem Mittelberg beim SV Bühlertal. Die »Höhenluft« ist den Schützlingen von Trainer Asbet Aasa nicht bekommen. «Wir wurden eiskalt erwischt. Die Abstände waren zu groß, die Mannschaft einfach zu passiv, hinzu kamen zahlreiche individuelle Fehler. Nach einer halben Stunde lagen wir schon 0:7 hinten. Gott sei Dank hat der SV Bühlertal im Verlauf des Spiels dann einen Gang tiefer geschaltet«, blickt VfR-Fußball-Boss Stefan Hochwald kopfschüttelnd auf den vergangenen Spieltag zurück.« Doch inzwischen ist der Blick wieder nach vorne gerichtet – auf das HanauerlandDerby gegen den SV Freistett. »Da gilt es die Ärmel hochkrempeln und alles raushauen, dass die Punkte in Willstätt bleiben«, ist seine Vorgabe ans Team. Der Kader ist allerdings nicht komplett: Nicolas Rios fehlt gesperrt, Nicolas Jabain ist veruflich verhindert und der Einsatz der angeschlagenen Yannick Assenmacher und Aaron Kuscu ist noch fraglich. Zumindest einen Teilerfolg beim 0:0 gegen den SV Oberachern II sicherte sich der SV Freistett im Vorfeld des Derbys, der aber die Mannschaft in der Tabelle auch nicht weiter voran bringt. »Pressesprecher Sebastain Schmidt: »Generell ist ein Punkt gegen einen Tabellenzweiten in Ordnung, wobei er uns nicht wirklich weiter hilft. Wir haben gegen den SVO über 90 Minuten jedoch kaum Torchancen zugelassen und standen defensiv sehr gut, was uns Selbstverrtauen und Stabilität für die künftigen Aufgaben geben sollte. Gegen Willstätt muss natürlich gepunktet werden, möglichst dreifach. Wir fahren dorthin und wollen gewinnen.« Neben den Lanzeitverletzten muss SVF-Coach Steve Schröter auf Maikel Govaert verzichten.

 

 


Oberkirch – Sinzheim

Seit vier Spielen ist der SV Oberkirch ungeschlagen und sammelte zehn Zähler. Allerdings aus der gefährdeten Zone haben sich die Renchtäler längst noch nicht verabschiedet. Das 1:1 zuletzt beim »Vizemeister« Durbach war positiv. »Das war ein guter Auftritt der Mannschaft. Doch geht die Punkteteilung in Ordnung. Auf diese Leistung können wir aufbauen«, freute sich Trainer Helmut Kröll nach dem Spiel. Auch Gast SV Sinzheim kämpft um den Ligaverbleib, das Remis am Mittwoch im Nachholspiel gegen Elchesheim hat den SVS nicht weiter gebracht, zumal man zwei Spiele mehr als Oberkirch ausgetragen hat. Doch der Respekt von Helmut Kröll ist groß: »Sinzheim ist ein Gegner auf Augenhöhe. Im Hinspiel wurden uns die Grenzen aufgezeigt. Da haben wir noch etwas gutzumachen.« Etwas entspannt hat sich die Personalsituation. Jens Reissist wieder dabei, Loic Gerard (Rote Karte) muss noch pausieren, Esteban Muller trainiert beginnt in der nächsten Woche mit dem Lauftraining.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (TuS Durbach) 21
Isuf Avdimetaj (SV Bühlertal) 21
3. Florian Müller (TuS Oppenau) 16
4. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 15
Patrick Holl (SV Sinzheim) 15
6. Steven Knosp (VfB Bühl) 14
Andreas Zuska (FV Schutterwald) 14
8. Benjamin Bruckner (SV Hausach) 13
9. Oussama Ayari (Rastatter SC / DJK e.V.) 11
10. Leonardo Hocak (SV Oberachern 2) 10
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