Landesliga 1 
Landesliga: Gleich zwei Spiele für den FV Schutterwald
Spannende Partien gibt es am Osterwochenende auch in der Landesliga. Bildquelle Ulrich Marx
Beim TuS Durbach ist Revanche angesagt

FV Schutterwald – SV Freistett / RW Elchesheim – FV Schutterwald

Gleich zwei Mal im Einsatz ist Fußball-Landesligist FV Schutterwald (6. Platz/27 Punkte) am Osterwochenende. Zunächst steht am Karsamstag (15.30 Uhr) die reguläre Heimpartie gegen den SV Freistett (14./19 Punkte) auf dem Programm, bevor es dann am Ostermontag zum Nachholspiel beim FV RW Elchesheim (8./24 Punkte) geht.

Für die Grün-Weißen ist es zugleich die doppelte Möglichkeit zur Wiedergutmachung. In der Partie beim SV Oberkirch wollte man nach dem Erfolg in Rastatt den positiven Auftakt weiter ausbauen. Was Trainer Frank Berger seiner Mannschaft im Anschluss allerdings bescheinigen musste, war eine »desolate Vorstellung«. Das späte Siegtor von Gentner war dabei nur die Krönung der zuvor gezeigten Darbietung. »Es hat in Oberkirch an allem gemangelt. Mit einer derartigen Leistung kann man in der Landesliga gegen keine Mannschaft bestehen. Ich bin mir aber sicher, dass wir am Wochenende eine positive Reaktion zeigen werden«, so Berger. Dass dies keine einfache Aufgabe wird, zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Landesligasaison, denn auch diese Runde gilt wieder, dass jeder jeden schlagen kann.

Mit dem SV Freistett erwartet den FVS ein unangenehmer Gegner, gegen den man sich im Hinspiel 1:2 geschlagen geben musste. Zwei Siege Anfang März ließen die Freistetter im Abstiegskampf etwas aufatmen. Zuletzt gab es aber wieder zwei Niederlagen, die das Team von Steve Schröter weiter in der gefährlichen Zone verharren lassen. Mit Dennis Kaiser kann man in der Rückrunde aber wieder auf einen oberligaerfahrenen Akteur bauen, der bei der Mission Klassenerhalt helfen soll.

Am Montag ist dann bereits zum dritten Mal in dieser Runde das Auswärtsspiel beim FV RW Elchesheim angesetzt. Die ersten beiden Termine fielen witterungsbedingt flach. Elchesheim hat mit sieben Punkten aus den ersten drei Rückrundenpartien derzeit einen Lauf und steht in Schlagdistanz zum FVS. Ohnehin hingen die Trauben für die Grün-Weißen dort meist hoch, man ist noch ohne Sieg in Elchesheim. Berger hätte nichts dagegen, wenn sich dies am Montag ändern würde.

 

 

Rastatter DJK/SC – TuS Durbach

Nach dem deutlichen 7:1-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten SV Hausach geht es für den TuS Durbach nun am Samstag (17 Uhr) zur Partie beim SC/DJK Rastatt.

Nach sieben Punkten aus den ersten drei Rückrundenspielen konnte sich der TuS Durbach im oberen Tabellendrittel etwas festigen und ist sogar wieder in Schlagdistanz zur Spitzengruppe der Liga. »Wir kamen sehr gut aus der Winterpause und können ergebnistechnisch trotz der vielen verletzten Stammkräfte absolut zufrieden sein«, resümiert Trainer Thomas Brombach und tritt gleichzeitig auf die Euphoriebremse. »Wir wissen allerdings, dass wir noch Luft nach oben haben und uns speziell im spielerischen Bereich weiterhin verbessern können. Dies wollen wir in Rastatt nun umsetzen, um früh die Weichen für den nächsten Sieg zu setzen.«

Mit den Rastattern erwartet die Blau-Weißen ein unangenehmer Gegner, mit dem man noch eine Rechnung offen hat. Im Hinspiel setzte es gegen die Murgtäler eine ganz bittere 3:4-Heimniederlage, was zu diesem Zeitpunkt auch die erste von nur drei Saisonniederlagen bedeutete. Die Devise ist somit klar, gegen robuste Rastatter ist es wichtig, dagegenzuhalten und über Zweikämpfe ins Spiel zu kommen. Besonders positiv hervorzuheben ist neben Toptorjäger Jan Philipowski, der bereits sieben Tore in der noch jungen Rückrunde erzielte, auch die stabile Defensive der Durbacher, die mit 19 Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellt. Diese wird gegen das Rastatter Sturmduo Hildenbrand/Ayari wieder besonders gefordert werden.
Personell sieht es beim TuS Durbach allerdings weiterhin schlecht aus. Zu den vielen Verletzten gehört nun auch Danny Oehler, der sich am Samstag am Knie verletzte und noch auf die Diagnose wartet.

 

SV Oberharmersbach – TuS Oppenau

Eigentlich wollte der SV Oberharmersbach die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte zu Hause holen, doch auch im dritten Heimspiel der Rückrunde blieb der Fußball-Landesligist mit 2:2 gegen Willstätt sieglos. Dabei drohte sogar eine weitere Pleite auf eigenem Gelände, doch die Mannschaft machte mit viel Moral einen zweimaligen Rückstand wett. Bis zum Schluss bemühte sich die Hellmig-Truppe um den Siegtreffer, hatte nach dem Ausgleich deutliche Vorteile, doch fehlte die Durchschlagskraft. Vermisst wurde im Sturmzentrum dabei sicherlich Georg Boser (Oberschenkelverletzung).

Auch mit Blick auf die kommenden schweren Aufgaben in Oppenau und gegen Bühl wäre ein Polster von drei Punkten wichtig gewesen. Natürlich fährt Oberharmersbach nun am Samstag (15.30 Uhr) als krasser Außenseiter zum souveränen Tabellenführer TuS Oppenau, doch in dieser Rolle hat sich der SVO stets wohlgefühlt und dabei.

 

 

Oberachern II – Bühlertal

Trotz der 0:2-Niederlage beim FV RW Elchesheim, der dabei seine beste Saisonleistung zeigte, bleibt die Oberligareserve des SV Oberachern mit 35 Zählern auf dem dritten Rang. »Läuferisch, kämpferisch und von der Einstellung her kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen. Richtig Fußballspielen war auf dem Platz nicht möglich, trotzdem hatten wir die Spielkontrolle bis auf wenige Momente, die der Gegner in der zweiten Hälfte eiskalt ausgenutzte. Obwohl Elchesheim gegen Ende völlig platt war, fanden wir keine Lücke oder hatten einfach kein Schussglück«, bilanzierte Oberacherns Trainer Stefan Geppert nach der vierten Saisonniederlage.

Jetzt gastiert der SV Bühlertal zum Derby im Waldseestadion, wo die Gastgeber in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Verbandsliga standen die Saisonziele beim SV Bühlertal ganz im Zeichen des sofortigen Wiederaufstiegs und zu Beginn sah es auch ganz danach aus. Mit sechs Siegen startete die Elf vom Mittelberg in die Runde und der Liga drohte an der Spitze die Langeweile. Dann kam etwas Sand ins Getriebe und zwischenzeitlich rutschte man mit jetzt 34 Zählern auf Rang vier ab, liegt aber immer noch in Reichweite zu Tabellenführer TuS Oppenau (42). Stefan Geppert verrät großen Respekt vor dem kommenden Gegner: »Da kommt eine richtig große Hausnummer an den Waldsee. Die Favoritenrolle trägt aus meiner Sicht klar der SVB, zumal man sich hinsichtlich des geplanten Aufstiegs keine Ausrutscher mehr erlauben darf. Unser Anspruch ist, dem Verbandsliga-Absteiger Paroli zu bieten und an die Teamleistung von Elchesheim anzuknüpfen«.

Auf seinen Abwehrchef Junkung Minteh (Gelb-Rot-Sperre) muss er dabei verzichten, dafür rückt Niclas Metziger wieder in den Kader. Nach überstandener Muskelzerrung wird Julien Guthleber für Joachim Schnurr zwischen die Pfosten rücken. rm

 

 

Willstätt – Elchesheim

Der VfR Willstätt hat einen guten Lauf. Nach dem klaren Heimsieg gegen Altdorf sicherte sich das Team von Trainer Asbet Asa im Duell er Aufsteiger in Oberharmersbach einen Zähler. Vorsitzender Stefan Hochwald: »Es war das erwartet schwere Spiel auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Oberharmersbach. Wir hatten leichte Vorteile und konnten durch zwei Standartsituationen jeweils in Führung gehen. Doch Oberharmersbach gab nie auf, am Ende war die Punkteteilung das gerechte Ergebnis.« Gegen Elchesheim hat die Willstätter Mannschaft noch etwas zu korriegieren – 0:4 unerlage man in der Vorrunde nach schwacher Leistung. »Die Elchesheimer sind durch das schnelle Umschaltspiel und starke Angreifer brandgefährlich. Wir müssen uns weiter steigern und möchten unsere Serie ausbauen, Minimalziel ist ein Zähler, mit einem Sieg könnte man die Gäste in der Tabelle sogar überholen«, weiß Hochwald. Bis auf den gesperrten Winterneuzugang Nicolas Rios sind beim VfR alle Mann an Bord.

 


Oberkirch – Ottenau

Sechs Zähler notierte der SV Oberkirch aus den letzten beiden Heimspielen. Vor allem der 1:0-Erfolg gegen den FV Schutterwald hat überrascht, hauptsächlich deshalb, weil die Renchtäler über weite Strecken nach den Roten Karten gegen Jens Reiss und Loic Gerard  zwei Akteure weniger auf dem Rasen hatten als die favorisierten Gäste. »Der Heimsieg hat uns gut getan und war gut für die Moral. In Unterzahl hat die Mannschaft  Willensstärke und Leidenschaft gezeigt. Es war eine tolle Mannschaftsleistung«, lobt Helmut Kröll.

Gegen die Spielvereinigung Ottenau hat der SVO ein weiteres Heimspiel vor der Brust. Im Gegensatz zum FV Schutterwald sind die Ottenauer ein direkter Konkurrent in der gefährdeten Zone. »Die Spielvereinigung hat derzeit einen positiven Lauf. Aus vier Rückrundenspielen hat Ottenau zehn Punkte eingefahren. Wir sollten gewarnt sein. Trotzdem wollen wir den schwachen Auftritt vom Vorrundenspiel, das wir verloren haben, korrigieren«, weiß der SVO-Coach und hat eine klare Zielvorgabe. Verzichten muss er auf die gesperrten Jens Reiss und Loic Gerard, dagegen kehrt Matthias Spengler wieder in den Kader zurück.

 

SV Hausach – SV Sinzheim

»Wenn die Durbacher keinen guten Tag erwischen und wir einen guten, ist etwas drin für uns«, hatte SVH-Trainer Dirk Rudhart vor einer Woche gehofft. Doch es kam gerade andersrum. Das 1:7-Debakel musste nicht nur Rudhart etwas länger verdauen. Mit 12 Punkten beendeten die Kinzigtäler die Vorrunde als Tabellenletzter, mit weiterhin nur 12 Punkten ist das rettende Ufer inzwischen zehn Zähler entfernt. Weniger auf die Tabelle schauen, dafür sich weiter verbessern und vor allem wie bei den unglücklichen 0:1-Niederlagen in Oberkirch und gegen Oppenau wieder als Mannschaft auftreten: So lauten Rudharts Vorgaben. Gegen den SV Sinzheim werde es aber wieder ein »schweres Spiel«, weiß er, »aber es gibt ohnehin nur schwere Spiele in dieser Liga«. Mit Marius Matt und Mikail Süme befinden sich zwei verletzte Leistungsträger weiterhin erst im Aufbautraining.     
 
 

 

TuS Oppenau – SV Oberharmersbach

Eigentlich wollte der SVO die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte zu Hause holen, doch auch im dritten Heimspiel in der Rückrunde blieb man sieglos. Gegen Willstätt reichte es nur zu einem 2:2. Dabei drohte sogar eine weitere Pleite auf eigenem Gelände, doch die Mannschaft machte mit viel Moral einen zweimaligen Rückstand wett. Vermisst wurde Georg Boser im Sturmzentrum, der wegen einer Oberschenkelverletzung nicht eingesetzt werden konnte. Auch mit Blick auf die kommenden schweren Aufgaben in Oppenau und gegen Bühl  wäre ein Polster von drei Punkten wichtig gewesen. Natürlich fährt das Team von Trainer Manfred Hellmig als krasser Außenseiter zum souveränen Tabellenführer TuS Oppenau, doch in dieser Rolle hat sich der SVO schon immer wohlgefühlt und für manch eine Überraschung gesorgt


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (TuS Durbach) 21
Isuf Avdimetaj (SV Bühlertal) 21
3. Florian Müller (TuS Oppenau) 16
4. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 15
Patrick Holl (SV Sinzheim) 15
6. Steven Knosp (VfB Bühl) 14
Andreas Zuska (FV Schutterwald) 14
8. Benjamin Bruckner (SV Hausach) 13
9. Oussama Ayari (Rastatter SC / DJK e.V.) 11
10. Leonardo Hocak (SV Oberachern 2) 10
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