Bundesliga 
SC Freiburg: Streich warnt vor Max Kruse
SC-Trainer Christian Streich hofft auf wichtige Punkte im Abstiegskampf. Bildquelle Achim Keller
Nach der ersten Niederlage nach neun ungeschlagenen Spielen in Folge empfängt Fußball-Bundesligist SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) den Abstiegskonkurrenten Werder Bremen im ausverkauften Schwarzwald-Stadion.

Trainer Christian Streich warnt vor allem vor dem Ex-Freiburger Max Kruse und freut sich, dass er wieder mit Janik Haberer und Nicolas Höfler planen kann.

Gegen keinen anderen Bundesligisten hat der Sport-Club so viele Tore kassiert wie gegen Bremen: 82 waren es insgesamt, 40 davon im eigenen Stadion. Im April 2017 waren allein fünf dazugekommen, durch die 2:5-Niederlage, bei der Thomas Delaney dreimal traf. Streich ist dieses Spiel trotzdem nicht nur in negativer Erinnerung geblieben: »Da haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht, so lustig sich das auch anhören mag, wenn man zwischendurch 0:3 zurücklag.« Für die Werder-Führung hatte damals Max Kruse gesorgt, vor dem Christian Streich auch jetzt wieder großen Respekt bekundet.
Von dem Ex-Freiburger, der in der Saison 2012/13 für den SC gespielt hat, schwärmt Streich noch heute: »Max macht gute Kollegen zu noch besseren.« Durch Kruse werde das Werder-Spiel »zu 80 Prozent anders«, deshalb spielen für den SC-Coach auch die beiden bisherigen Begegnungen mit Bremen in dieser Saison keine Rolle mehr. Beim 0:0 im Hinspiel hat Kruse verletzt gefehlt, und bei der 2:3-Niederlage im Pokal kurz vor Weihnachten wurde er erst in der Schlussphase eingewechselt. Durch seine flexible Spielweise sei der 29-Jährige nur schwer zu verteidigen, und durch ihn würde sich das gesamte Team mehr Torchancen erarbeiten. »Das gilt es zu verhindern, und das wird eine schwere Aufgabe«, sagte Streich. 
Ein ähnliches Torfestival wie vor knapp einem Jahr ist diesmal aber nicht zu erwarten, denn die Freiburger haben in dieser Saison insgesamt erst sieben Gegentore im eigenen Stadion kassiert, zusammen mit Stuttgart die wenigsten in der Liga. Woran es beim SC bislang hapert, ist das Offensivspiel. Das wurde auch am vergangenen Wochenende in Hannover wieder deutlich. »Obwohl wir großen Aufwand betrieben haben, sind wir nicht so oft zum Abschluss gekommen«, kritisierte Streich. Verbesserung erhofft er sich dabei unter anderem von einem Spieler. »Janik Haberer wird zurückkommen und spielen, nur auf welcher Position kann ich noch nicht sagen«, kündigte Streich an. Der Umschalt­spieler wurde in Hannover mit seinen Fähigkeiten in der Ball­eroberung und -behauptung schmerzlich vermisst.
Höfler oder Koch?
Genau wie Haberer musste Nicolas Höfler eine Gelbsperre absitzen. Ob auch der Mittelfeldspieler zur Startelf gehören wird, darauf wollte sich sein Trainer noch nicht festlegen. Nachdem Höfler wochenlang Rückenprobleme hatte, will er dessen Einsätze möglichst »richtig dosieren«. Doch auch wenn Innenverteidiger Robin Koch als Sechser gute Auftritte gezeigt hat, will Streich auf die Ruhe und Übersicht Höflers auf der strategisch wichtigen Position nur ungern verzichten. Zumal mit dem 27-Jährigen auch ein erfahrener Spieler mehr auf dem Platz wäre, in einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten.
Die Bremer haben sich durch eine kleine Erfolgsserie aus der Abstiegszone befreit und haben nur noch zwei Punkte Rückstand auf den SC. Streich warnte aber davor, »übermotiviert zu sein - die Bedeutung des Spiels ist schon groß genug«.

 


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