Allianz Frauen-Bundesliga 
SC Sand punktet gegen Tabellenführer SC Freiburg
Sands rechte Außenverteidigerin Leticia Santos de Oliveira versucht sich gegen Freiburgs Nationalspielerin Lina Magull (l.) und Anja Maike Hegenauer (r.) durchzusetzen. Bildquelle Christoph Breithaupt
Bei Dauerregen, Wind und schwierigen Bodenverhältnissen im Orsay-Stadion ergatterte der SC Sand im südbadischen Derby der Frauenfußball-Bundesliga im Heimspiel gegen Spitzenreiter SC Freiburg einen Punkt.

Beim 2:2 am Sonntag vermasselte Freiburgs Nationalspielerin Lina Magull mit dem späten Ausgleich (85.) sogar einen möglichen »Dreier«.

Zum ersten Mal reiste der SC Freiburg als Tabellenführer der Frauen-Bundesliga zu einem Auswärtsspiel. Pikanterweise zum südbadischen Derby nach Sand. Neben der Rivalität zwischen beiden Vereine sorgten der heftige Regen und der starke Wind für zusätzliche Reizpunkte. Während bei Sand die angeschlagene Ex-Freiburgerin Selina Wagner noch pausierte, musste der Spitzenreiter aus dem Breisgau wegen einer Grippeerkrankung auf Carolin Simon verzichten. Zu Beginn stand Sands Torfrau Carina Schlüter im Blickpunkt. Zuerst klärte sie gegen die Außen durchbrechende Lena Petermann (1.), dann parierte sie nach Vorlage von Lina Magull einen Schuss der freistehenden Jobina Lahr. 

1:0 für Sand Eigentor von Puntigam
Die Gäste kamen in der ersten Viertelstunde mehrfach zu Strafraumszenen, dann befreite sich Sand über den Kampf  aus der Umklammerung. Nach den ersten Abschlüssen erkämpfte sich Sylvia Arnold, im Sommer wie Wagner aus Freiburg nach Sand gewechselt, an der Außenlinie einen Eckball. Verena Aschauer trat die Ecke vor den langen Pfosten und der Ball fiel nach missglückter Kopfballabwehr von Sarah Puntigam zum 1:0 ins Freiburger Tor (24.). 
Der SCF hatte danach weiterhin mehr Ballbesitz, doch Sand stand in der Abwehr deutlich besser. Nach einer Flanke von Giulia Gwinn verpasste zwar Hasret Kayikci nach einer Direktannahme den Ausgleich (29.), doch ein schneller Konter mit Pass von Nina Burger nach links zu Jana Vojtekova ermöglichte die nächste Sander Chance. Den 18-Meter-Schuss lenkte Nationaltorhüterin Laura Benkarth aber im letzten Moment über die Latte. 

Vojtekova trifft zum 2:1
Freiburg kam zu Beginn der zweiten 45 Minuten wie schon in Halbzeit eins mit viel Schwung aus der Kabine und erzwang Sander Ballverluste. Nach Flanke von Julia Simic verpasste zuerst Giulia Gwinn den Ausgleich (49.), und eine Minute später verfehlte Lina Magull nur knapp das Sander Tor. Nachdem die Gastgeberinnen den Ball nicht aus dem Strafraum befördern konnten, kam ein Abpraller zu Klara Bühl, die flach zum 1:1 (54.) traf. 
Doch Sands Antwort kam prompt. Carolin Schiewe foulte Nina Burger 20 Meter vor dem Tor, und Jana Vojtekova verwandelte den Freistoß rechts oben unter die Latte zur 2:1-Führung für Sand (58.). 
Nun wehrte sich er SC Freibur gegen die drohende Niederlage. Zehn Minuten später lenkte Carina Schlüter einen Schuss von Kayikci zur Ecke. Sand kam nur noch sporadisch in Richtung Freiburger Strafraum. Nach Vorlage von Anne van Bonn stand Jana Vojtekova plötzlich frei, vergab aber diese Möglichkeit, die Führung auszubauen. 

Sands Trainer Glass stolz
Freiburgs Druck wurde immer stärker, und nach einer Flanke von Gwinn köpfte Lina Magull am Fünfmeterraum den 2:2-Ausgleich (85.).  Die Gäste drängten anschließend noch auf den Siegtreffer, doch Sand brachte das Unentschieden über die Zeit. »Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auch wenn wir nicht alles verhindern konnten«, freute sich Sands Trainer Sascha Glass über den Punkt gegen den Bundesliga-Primus. Für SCF-Trainer Sven Scheuer war das Auslassen der Chancen Grund für das Unentschieden: »Das Spiel hätte auch 7:3 für uns enden können.« Freiburg bleibt auch im achten Spiel ungeschlagen. Sand empfängt am Sonntag in einem weiteren Heimspiel den abstiegsgefährdeten USV Jena. 

SC Sand - SC Freiburg 2:2 (1:0)
Sand: Schlüter - Santos, Caldwell, Vetterlein, Aschauer, Feiersinger (88. Savin), van Bonn, Tietge, Vojtekova (90.+2 Nikolic), Arnold (75. Meyer), Burger.
Freiburg: Benkarth - Gwinn, Schiewe, Puntigam, Lahr, Bühl, Simic (67. Minge), Fellhauer (86. Knaak), Magull, Kayikci, Petermann (46. Hegenauer).
Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne) - Zuschauer: 725.
Tore: 1:0 Puntigam (24./Eigentor), 1:1 Bühl (54.), 2:1 Vojtekova (58.), 2:2 Magull (85.).

 


Top-Torjäger der Liga

1. Pernille Harder (VfL Wolfsburg) 7
2. Lina Magull (SC Freiburg) 6
Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) 6
4. Tabea Kemme (Turbine Potsdam) 5
Klara Bühl (SC Freiburg) 5
Giulia Gwinn (SC Freiburg) 5
7. Nina Burger (SC Sand) 4
Mandy Islacker (Bayern München) 4
Simone Laudehr (Bayern München) 4
10. Svenja Huth (Turbine Potsdam) 3
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