Bundesliga 
SC Freiburg: Zwei Spiele binnen 53 Stunden
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger
Dass die letzte Saison mit Platz sieben eine Ausnahme für den SC Freiburg war und die aktuelle deutlich schwieriger werden würde, war den Verantwortlichen bewusst.

Allerdings konnten sie nicht ahnen, dass Ärger um Videobeweise und großes Verletzungspech hinzu kommen würden. Und jetzt auch noch eine Ansetzung von zwei Spielen in drei Tagen.

Eigentlich wäre am Dienstagnachmittag öffentliches Training beim Sport-Club gewesen. Doch kurz nachdem der Verein bekannt gegeben hat, dass Mike Frantz mit einem Innenbandriss im Knie und bereits erfolgter Operation drei Monate ausfallen wird, wurden die Tore trotz Länderspielwoche dicht gemacht. Wahrscheinlich wären bei dem nasskalten Novemberwetter ohnehin nur wenige an die Schwarzwaldstraße gekommen. Aber auch das wäre den Freiburger derzeit offenbar zu viel gewesen. Sie wollen die Hiobsbotschaften lieber alleine verarbeiten.

Nur einen Tag Pause
Nach dem Kniescheibenbruch von Stürmer Florian Niederlechner, der möglicherweise für den Rest der Saison ausfällt, hätte die Knieverletzung von Frantz bei weitem ausgereicht, die Laune beim SC deutlich zu verschlechtern. Nun kam auch noch die Ansetzung der restlichen Spieltage der Hinrunde hinzu. Die Freiburger müssen demnach am 12. Dezember, nur zwei Tage nach dem Auswärtsspiel in Köln, zuhause gegen Mönchengladbach antreten. »So was gab es glaube ich noch nie, dass man nur einen Tag Pause hat«, ärgerte sich Sportvorstand Jochen Saier. Auch der Verein äußerte auf seiner Internetseite »Unverständnis« für diese enge Taktung, will aber mangels Erfolgsaussichten nicht weiter dagegen vorgehen.

Angesichts der schwierigen Personal- und Punktelage (acht Punkte aus elf Spielen) haben die Freiburger schon nach der Niederlage gegen Schalke angekündigt, sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. »Wir müssen mit dem ganzen Kader zusammen bleiben, und alle, die fit sind, müssen sich im Training voll reinhauen«, erklärte Pascal Stenzel, »wir müssen füreinander arbeiten, anders kommen wir da nicht raus.« Der U?21-Nationalspieler fehlt momentan auf dem Platz, weil er genau wie Caglar Söyüncü und Bartosz Kapustka auf Länderspielreisen ist.

Personell nachbessern?
Jetzt hoffen sie beim SC, dass die drei Nationalspieler gesund wieder kommen. Ausfälle gibt es schon genug, dazu kamen in den letzten Wochen Spiele in Unterzahl und anschließende Sperren durch zweifelhafte Videobeweise. »Wir haben wenig ausgelassen bisher«, sagte Saier, »in der Summe ist es ein Tick zu viel.« Dazu gehört für ihn auch, dass die Punkteausbeute nicht in Relation zur Leistung gestanden habe. Ob der SC im Winter personell nachbessert, ließ Saier noch offen: »Wir haben trotzdem noch einen breiten Kader und müssen Ruhe bewahren.«

 


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